Berlin

»Zeichen gegen Intoleranz«

Gedenken im Berliner Dom Foto: Gregor Zielke

Im Berliner Dom haben am Donnerstagabend Christen, Juden und Muslime gemeinsam der Terroropfer von Paris gedacht. Unter dem Motto »Nous sommes unis, wir sind vereint« hatten Vertreter verschiedener Religionen zu Gedenken und gesellschaftlichem Zusammenhalt aufgerufen. Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung wandten sich zugleich gegen den Missbrauch der Religion und setzen sich für eine freiheitliche Gesellschaft ein.

Miteinander Jonah Sievers, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, begrüßte die Initiative zur interreligiösen Gedenkveranstaltung. Er wertete sie als »starkes Zeichen gegen Intoleranz«. Es sei an der Zeit, sagte Sievers der Jüdischen Allgemeinen, »gemeinsam zu zeigen, dass man zusammensteht und sich gegen den Terror wendet« sowie für »ein friedliches Miteinander zu werben«.

Oft genug werde Religion instrumentalisiert. Dabei seien es gerade die Terroristen, die »Religion terrorisieren«, betonte der Berliner Gemeinderabbiner.

Neben Jonah Sievers nahmen der Berliner Bischof Markus Dröge, der frühere katholische Berliner Weihbischof Wolfgang Weider, die Pfarrerin des Berliner Doms, Petra Zimmermann, der Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Archimandrit Emmanuel Sfiatkos, sowie Imam Ender Cetin, Vorsitzender der Sehitlik-Moschee, an der Gedenkveranstaltung teil. epd/ja

Alija

Darum bleibe ich

Der 7. Oktober hat unsere Autorin zu einem anderen Menschen gemacht. Und beinahe wäre sie nach Israel ausgewandert. Vieles aber hält sie hier – aus gutem Grund

von Barbara Bišický-Ehrlich  23.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  23.07.2026

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026

Pforzheim

Die vergessene jüdische Geschichte der Goldstadt

Vom Schwarzwald aus verkauften Juden einst Schmuck in die ganze Welt. Erst langsam wird diese Geschichte aufgearbeitet. Sie ist nicht immer glänzend – und auch noch nicht vorbei

von Mascha Malburg  20.07.2026

Porträt der Woche

»Ich wollte zum Ursprung«

Richard Ernst konvertierte zum Judentum, wurde Gärtner und Hobbymaler

von Anja Bochtler  18.07.2026

Würdigung

Im Einsatz für die Demokratie

Minister Georg Eisenreich zeichnete Engagierte in Justiz und Polizei mit dem Fritz-Neuland-Gedächtnispreis aus

von Luis Gruhler  18.07.2026

München

Bücher für alle

Der Literaturwissenschaftler Nathan Cohen sprach im Rahmen der Scholem-Alejchem-Reihe über populäre jiddische Literatur in Osteuropa

von Nora Niemann  18.07.2026