Berlin

»Zeichen gegen Intoleranz«

Gedenken im Berliner Dom Foto: Gregor Zielke

Im Berliner Dom haben am Donnerstagabend Christen, Juden und Muslime gemeinsam der Terroropfer von Paris gedacht. Unter dem Motto »Nous sommes unis, wir sind vereint« hatten Vertreter verschiedener Religionen zu Gedenken und gesellschaftlichem Zusammenhalt aufgerufen. Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung wandten sich zugleich gegen den Missbrauch der Religion und setzen sich für eine freiheitliche Gesellschaft ein.

Miteinander Jonah Sievers, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, begrüßte die Initiative zur interreligiösen Gedenkveranstaltung. Er wertete sie als »starkes Zeichen gegen Intoleranz«. Es sei an der Zeit, sagte Sievers der Jüdischen Allgemeinen, »gemeinsam zu zeigen, dass man zusammensteht und sich gegen den Terror wendet« sowie für »ein friedliches Miteinander zu werben«.

Oft genug werde Religion instrumentalisiert. Dabei seien es gerade die Terroristen, die »Religion terrorisieren«, betonte der Berliner Gemeinderabbiner.

Neben Jonah Sievers nahmen der Berliner Bischof Markus Dröge, der frühere katholische Berliner Weihbischof Wolfgang Weider, die Pfarrerin des Berliner Doms, Petra Zimmermann, der Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Archimandrit Emmanuel Sfiatkos, sowie Imam Ender Cetin, Vorsitzender der Sehitlik-Moschee, an der Gedenkveranstaltung teil. epd/ja

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