Ulm

Verdächtiger anscheinend identifiziert

Die Synagoge in Ulm Foto: imago images / Arnulf Hettrich

Nach dem Brandanschlag auf die Ulmer Synagoge Anfang Juni verdichten sich die Hinweise auf den Täter. Es seien zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, teilte das Polizeipräsidium Ulm am Dienstag mit. Der auf den von der Polizei veröffentlichten Fotos erkennbare Mann sei inzwischen identifiziert worden. Nach ihm werde gefahndet.

Die eingerichtete Ermittlungsgruppe setze ihre Nachforschungen zu dem Brandanschlag und dessen Hintergründen fort. Die Öffentlichkeitsfahndung werde dagegen beendet.

Zeuge Ein Zeuge hatte am Morgen des 5. Juni einen Mann beobachtet, der an der Synagoge eine Flüssigkeit aus einer Flasche auf den Boden gegossen und angezündet hatte. Der Zeuge rief sofort die Feuerwehr, Minuten später waren laut Polizeiangaben die Flammen gelöscht.

Kurz nach dem Brandanschlag hatten die Behörden Fotos und ein Video mit dem Tatverdächtigen veröffentlicht. Der Mann werde auf 180 Zentimeter Körpergröße geschätzt, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei mit.

Auf dem Überwachunsvideo ist zu sehen, dass der Mann am linken Unterarm tätowiert ist.

Bei der Tat trug er einen dunklen Kapuzenpullover, blaue Jeans, weiße Turnschuhe mit schwarzen Streifen und eine weiße FFP2-Schutzmaske. Außerdem ist er am linken Unterarm tätowiert.

Fahndung Auf den Fahndungsfotos und dem Überwachungsvideo war ein Mann zu sehen, der am Tattag gegen 7.45 Uhr an der Haltestelle »Lehrer Tal« in einen Bus der Linie 5 stieg und das Fahrzeug an der Haltestelle »Rathaus« verließ. Die Polizei hielt es für möglich, dass es sich um den Täter handelt.

Menschen wurden nicht verletzt, der Schaden beschränkte sich auf eine verrußte Fassade samt einer Glasscheibe. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung, der Staatsschutz wurde hinzugezogen. epd/ja

Jewrovision

Jung, laut, jüdisch

Eindrücke vom Wochenende in Stuttgart

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026

Stuttgart

Sieg in Weiß mit »Gangsta’s Paradise«

Glitzer, Lampenfieber und große Botschaften: Bei der Jewrovision verwandelten Jugendliche aus ganz Deutschland Musik, Tanz und persönliche Geschichten in eine kraftvolle Show. JuJuBa holte den ersten Platz, gewonnen haben aber alle

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Meinung

Die Jewrovision sendet ein Signal

Bei dem Musikwettbewerb haben die Teilnehmer auch immer wieder den grassierenden Antisemitismus thematisiert. Die Politik muss die Angst jüdischer Kinder und Jugendlicher endlich ernst nehmen

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Konflikt

»Große Irritation« nach Gründung eines neuen liberalen Rabbinatsgericht

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin und die Union progressiver Juden haben ein Beit Din gegründet. Die Allgemeine Rabbinerkonferenz kritisiert den Schritt als »Spaltungsmanöver«

von Mascha Malburg  19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Chemnitz

Ausstellung zum Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz

»Jetzt erst recht!«: Eine Ausstellung im Staatlichen Museum für Archäologie erinnert an den mutigen Neuanfang der jüdischen Gemeinde Chemnitz 1945

 18.05.2026

Magdeburg

Synagogen-Gemeinde weiht neue Torarolle ein

Große Freude in der Magdeburger Synagoge: Nach mehr als 30 Jahren des Spendensammelns erhält die jüdische Gemeinde eine neue Torarolle, die in Israel von einem spezialisierten Schreiber angefertigt wurde

 18.05.2026