München

Trauer, Landtag, Musik

Esther Bejarano Foto: imago images/Tinkeres

München

Trauer, Landtag, Musik

Meldungen aus der IKG

 15.07.2021 13:25 Uhr

Trauer

Mit »großer Trauer« hat Charlotte Knobloch den Tod von Esther Bejarano zur Kenntnis nehmen müssen. Die Holocaust-Überlebende ist am vergangenen Samstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Über viele Jahrzehnte sei sie eine der lautesten Stimmen gegen das Vergessen gewesen – und immer eine Quelle der Inspiration, betonte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Vor allem aber sei es ihr immer wieder gelungen, gerade die jungen Generationen zu erreichen. »Esther Bejarano sah sich zeitlebens in der Verpflichtung, für Demokratie, Miteinander und Respekt einzutreten«, hielt Charlotte Knobloch in ihrem Nachruf fest. Zugleich wies sie darauf hin, dass ihre Stimme nicht zu ersetzen sei, ihre Geschichte aber weitergetragen werden müsse. ikg

Dachau

Am Dienstag, 20. Juli, 19 Uhr, findet in der KZ-Gedenkstätte Dachau an der ehemaligen Lagerstraße die Open-Air-Premiere des neuen Dokumentarfilms der KZ-Gedenkstätte, Das Konzentrationslager Dachau (2021), statt. Maya Schweizer, Benjamin Meyer-Krahmer und Clemens von Wedemeyer schufen unter dem Motto »Wie können wir uns heute ein Bild davon machen, was damals geschehen ist?« einen Überblicksfilm zur Geschichte des Konzentrationslagers Dachau und seiner Nachgeschichte von 1945 bis heute, der später in der Hauptausstellung der KZ-Gedenkstätte zu sehen sein wird. Eine schriftliche Voranmeldung bis 15. Juli ist zwingend erforderlich an presse@kz-gedenkstaette-dachau.de. Sollte die Aufführung wegen schlechten Wetters verschoben werden müssen, gilt der Juli um 19 Uhr als möglicher Ausweichtermin. Informationen dazu gibt es per E-Mail. ikg

Landtag

Kürzlich wurde der Präsidentin der Europäischen Janusz-Korczak-Akademie, Eva Haller, im Bayerischen Landtag die Bayerische Verfassungsmedaille verliehen. Damit werden Bürgerinnen und Bürger des Freistaats ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Werte der Bayerischen Verfassung verdient gemacht haben. ikg

Musik

Einige Karten für das Konzert des Jewish Chamber Orchestra am 19. Juli um 20 Uhr in der Philharmonie am Gasteig (Rosenheimer Straße 5) gibt es noch. An dem musikalischen Highlight unter dem Titel »Jüdisches Leben – ein Festkonzert« wirken die Sopranistinnen Chen Reiss und Talia Or sowie Netanel Hershtik, Kantor der Hampton Synagogue in New York, mit. Das Programm umfasst Kompositionen von Jacques Offenbach über Mischa Spolian­sky bis Kurt Weill. Der Abend steht unter der Schirmherrschaft des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und von IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch und ist Teil des Jahresthemas »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«. Karten sind telefonisch erhältlich im JCOM-Orchesterbüro unter 089/12289599 oder unter der Internetadresse info@jcom.de. ikg

Maccabi

Wie in jedem Sommer verwandelt sich auch in diesem Jahr das Gelände des TSV Maccabi in der Riemer Straße wieder in ein kleines Ferienparadies für Kinder zwischen sechs und 16 Jahren. Neschama, das Jugendzentrum der IKG, und der TSV Maccabi veranstalten gemeinsam ein Day-Camp. Es findet in der Woche vom 16. bis 20. August und vom 23. bis 27. August jeweils von 9 bis 16 Uhr statt. Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine schnelle Anmeldung. Die ist sowohl beim IKG-Jugendzentrum als auch beim TSV Maccabi möglich. ikg

Programm

Kleine Großstadtdektive, ein musikalischer Golem und Gespräche: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 5. bis zum 12. März

 03.03.2026

Berlin

Zentralrat der Juden: Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse

Zentralratspräsident Josef Schuster sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden

von Jürgen Prause  02.03.2026

WIZO

Venedig am Neckar

Purim, Frauentag und gutes tun: der erste Maskenball in Stuttgart

von Brigitte Jähningen, Helmut Kuhn  02.03.2026

Zwiespalt

Purim-Fest in Deutschland unter dem Eindruck des Iran-Krieges

Feiern oder nicht? Purim ist ein fröhliches und ausgelassenes Fest. Gemeinden in Deutschland gehen mit Blick auf Nahost damit unterschiedlich um - zuweilen werden auch Feiern abgesagt

von Leticia Witte  02.03.2026

Verhandlung

Berufungsprozess nach antisemitischem Angriff

In Berlin beginnt am Donnerstag die Berufungsverhandlung nach dem antisemitischen Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira

 02.03.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein nimmt gestrandete Israelis auf

Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges wussten sie nicht mehr, wie sie zurück nach Israel kommen sollten - Flüge wurden gestrichen. Nun beherbergen Kölner Karnevalisten fünf Israelis. Erst einmal auf unabsehbare Zeit

 02.03.2026

Jugendkongress 2026

Sollten Juden heute für Deutschland kämpfen?

Lange galt die Frage nach einer Wehrpflicht als abgehakt. Doch seit der Reform des Wehrdienstgesetzes wird sie auch unter jungen Jüdinnen und Juden wieder kontrovers diskutiert – so auch an diesem Wochenende beim Jugendkongress

von Mascha Malburg  02.03.2026

Jugendkongress 2026

»Wir wurden hier aufgefangen«

Ronja Nayeri war als Sprecherin des iranischen Jugendverbandes »Ayande« auf dem Jüdischen Jugendkongress, als Israel den Iran angriff. Ein Gespräch über ein Wochenende zwischen Sorgen, Freude und Solidarität

von Mascha Malburg  02.03.2026

Porträt der Woche

»Es ist schön, jüdisch zu sein«

Julia Markhovski wuchs zweisprachig auf und fand ihre Identität

von Eugen El  01.03.2026