Frankfurt/Main

»Spenden ist eine Mizwa«

Magbit-Team mit Ehrengast: Natan Sharansky (2.v.l.) Foto: Rafael Herlich

Mehr als 100 Gäste feierten am Sonntagabend in Frankfurt die Magbiteröffnung des Keren Hayesod. Ehrengast des Abends im Hilton Hotel war Natan Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency. Mit Frankfurt verbinde er ein »besonderes Erlebnis«, berichtete der 65-Jährige zu Beginn seiner Rede. Er sei im Februar 1986 nach seiner Freilassung aus dem sowjetischen Gefängnis auf der Glienicker Brücke gegen einen sowjetischen Spion ausgetauscht und nach Frankfurt geflogen worden, wo er nach mehr als zwölf Jahren seine Frau Avital habe wiedersehen können.

Eindrucksvoll beschrieb der 65-Jährige seinen Wandel vom jungen Sowjetbürger zum bekennenden Juden und Zionisten. Sharansky hob die Bedeutung der unterschiedlichen Programme hervor, die Juden nicht nur bei der Einwanderung nach Israel helfen, sondern sie auch dabei unterstützen, ihre Identität als Juden bewusst zu werden.

Spenden
Dass diese Arbeit ohne Spenden nicht so erfolgreich wäre, das machte Daniel Mitental deutlich. »Spenden ist eine Mizwa, und für Mizwot gibt es kein Maß«, erklärte der Vorsitzende des Magbit-Frankfurt und leitete so seinen Appell ein: »Seien Sie maßlos! Und weil es im vergangenen Jahr keine Magbit-Eröffnung gab: Seien Sie doppelt maßlos!« Wegen des Wechsels im Vorstand war die Spenden-Gala 2012 ausgefallen. Noemi Staszweski, die langjährige Vorsitzende des Frankfurter Bezirks, hat sich nach eigenen Worten aus »familiären Gründen« aus der aktiven Arbeit für Keren Hayesod zurückgezogen.

Mehr zur Magbiteröffnung in der kommenden Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Weimar

Trauer um Raymond Renaud

Der französische Überlebende des NS-Konzentrationslagers Buchenwald wurde 102 Jahre alt

 15.01.2026

Antisemitismus

Schriftstellerin Funk lebt lieber in Tel Aviv

Künstlerinnen und Künstler aus Israel klagen seit Langem über Schwierigkeiten in Deutschland

 15.01.2026

Hamburg

Espresso für die Seele

Der Jugendkongress der ZWST und des Zentralrats ist für viele das Highlight des Jahres. Hier findet eine Generation, die gestalten möchte, Impulse, Gespräche und Resilienz

von Eugen El  15.01.2026

Makkabi

Slalom und Schabbat

Rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in diesem Jahr zur Wintersport Week in die Südtiroler Alpen

von Helmut Kuhn  15.01.2026

Leipzig

»Jeder Hass macht blind«

Das koschere Café »HaMakom« wurde in der vergangenen Woche angegriffen. Was genau ist passiert? Fragen an den Eigentümer

von Katrin Richter  15.01.2026

Mainz

Neue Ausstellung erinnert an Synagogen, Rabbiner und Matzenbäcker

Vom uralten Grabstein bis zum KI-generierten Rabbiner-Avatar reicht die Spannweite. Die Ausstellung »Shalom am Rhein - 1000 Jahre Judentum in Rheinland-Pfalz« im Landesmuseum Mainz präsentiert so umfangreich wie nie das jüdische Erbe im Land

von Karsten Packeiser  15.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-Jähriger setzte vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand und zeigte den Hitlergruß. Er wurde von der Haftrichterin in die Psychiatrie eingewiesen

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026