Festjahr

SchUM-Städte feiern 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

In der SchUm-Stadt Mainz sollen die Events von September bis November stattfinden. Foto: imago

Die sogenannten SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz feiern das Festjahr »1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« mit einer Veranstaltungsreihe. Geplant sind Ausstellungen, Führungen, Vorträge und Musik, sagte Susanne Urban, die Geschäftsführerin des Vereins der SchUM-Städte. Ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin von 321 gilt als erster Nachweis für jüdisches Leben nördlich der Alpen.

»Laut und bunt und am besten nicht nur akademisch« sollte die Präsenz von Juden in Deutschland gefeiert werden, betont Urban. Das Festjahr solle auch das heutige vielfältige jüdische Leben vorstellen. »Es gibt jüdische Rapper und jüdische Künstler, Schriftsteller und Köche. Es gibt Rabbinerinnen und eine schwule und lesbische und queere Jewish Community«, sagte die Historikerin. Die Mehrheitsgesellschaft müsse eine jüdische Zukunft garantieren und sich gegen den Antisemitismus stellen.

»SchUM-Kulturtage« soll es 2021 in den drei SchUM-Städten am Rhein geben, in denen das zentraleuropäische Judentum eine kulturelle Blütezeit erlebte. In Speyer sollen sie vom 10. Oktober bis 9. November stattfinden sowie in Worms und Mainz von September bis November. Ganzjährig sind Führungen durch das jüdische Speyer und jüdische Worms geplant. Eine Ausstellung »SchUM am Rhein - Vom Mittelalter in die Moderne« ist im Jüdischen Museum Worms (»Raschi-Haus«) zu sehen.

Die Unesco entscheidet 2021 darüber, ob die Städte in die Welterbe-Liste aufgenommen werden. Dem 2014 gegründeten Verein der SchUM-Städte gehören das Land Rheinland-Pfalz, die Städte Speyer, Worms und Mainz, die Jüdischen Gemeinden Mainz und Rheinpfalz sowie der Landesverband der Jüdischen Gemeinden an. Der Name »SchUM« leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der hebräischen Namen Schpira (Speyer), Warmaisa (Worms) und Magenza (Mainz) her. epd

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026

Entführungsfall

Jugendamts-Zeugin im Block-Prozess: »Unglaubliche Belastung«

In dem Hamburger Prozess geht es eigentlich um die Entführung der Block-Kinder. Die hat aber eine jahrelange Vorgeschichte. Eine Jugendamts-Mitarbeiterin schildert eine wichtige Wende im Sommer 2021

von Stephanie Lettgen, Bernhard Sprengel  08.01.2026

Fußball

England als neue Chance? Daniel Peretz verlässt Hamburger SV

Nach der missglückten Leihe zum Hamburger SV geht es für Bayern-Torhüter Daniel Peretz in England weiter. Dort trifft er auf einen deutschen Trainer

 08.01.2026

Trauer

Schöpfer der Todesmarsch-Mahnmale: Hubertus von Pilgrim ist tot

Der Bildhauer Hubertus von Pilgrim ist im Alter von 94 Jahren in Pullach bei München gestorben. Internationale Bekanntheit erlangte er durch sein Mahnmal für die Opfer des Dachauer Todesmarschs vom April 1945

 08.01.2026

Debatte

Schulen legen Namen von Antisemiten und Eugenikerinnen ab

Hedwig Dohm oder Dag Hammarskjöld sind Namen, die Schulen heute gerne tragen. Andere Schulen sind nach Menschen benannt, deren Wirken heute kritischer gesehen wird als in der Vergangenheit

von Pat Christ  08.01.2026

Gegenwart

Jetzt erst recht!

Das Festjahr für jüdisches Leben in Deutschland war ein großer Erfolg. Es wird Zeit, dass nun auch auf europäischer Ebene das reiche jüdische Erbe gewürdigt wird

von Andrei Kovacs, Abraham Lehrer  08.01.2026

Mannheim

Schätze der Synagogalmusik

Die jüdischen Kantoren treffen sich zur Jahreskonferenz und laden zu drei Konzerten ein

von Christine Schmitt  08.01.2026

Programm

Kicken, Karneval, König Salomo: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Januar bis zum 14. Januar

 08.01.2026

Frankfurt am Main

Salomon Korn wird mit Ignatz-Bubis-Preis ausgezeichnet

Salomon Korn erhält den Ignatz-Bubis-Preis. Die Auszeichnung wird am Montag in der Frankfurter Paulskirche überreicht

 07.01.2026