Leo-Trepp-Preis

Schülerprojekte über jüdisches Leben ausgezeichnet

Namensgeber des Preises ist der amerikanisch-deutsche Rabbiner und Judaist Leo Trepp (1913-2010).

Leo-Trepp-Preis

Schülerprojekte über jüdisches Leben ausgezeichnet

Im Zentrum der Arbeiten steht die Beschäftigung mit der Vielfalt jüdischen Lebens

 04.09.2023 15:02 Uhr

Zehntklässler des Gymnasiums Franziskaneum Meißen sind mit dem diesjährigen Leo-Trepp-Schülerpreis ausgezeichnet worden. Ihr filmisches Projekt mit dem Titel »Vorurteile abbauen« habe die Jury sowohl inhaltlich als auch durch die Form der Umsetzung überzeugt, sagte Stiftungsgründerin und Vorständin Gunda Trepp von der Leo-Trepp-Stiftung am Montag in Erfurt anlässlich der Preisverleihung im Thüringer Landtag. Zentrales Thema des Schülerwettbewerbs war das 75. Gründungsjubiläums Israels.

Unter den weiteren vier Preisträgern waren Schülergruppen aus Berlin, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen.

Aufgabenstellung im Sinne des Shoah-Überlebenden und Rabbiners Leo Trepp (1913-2010) sei die Beschäftigung mit der Vielfalt jüdischen Lebens gewesen.

lebensaufgabe Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Pommer (Linke) erinnerte daran, dass es die Lebensaufgabe von Leo Trepp gewesen sei, jungen Menschen das jüdische Leben näherzubringen. Nur im Miteinander könne der Antisemitismus überwunden werden.

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, lud als Schirmfrau des Wettbewerbs die Erstplatzierten zu einem Besuch nach München ein. Dotiert sind alle Preise mit Studienfahrten in deutsche Städte.

Leo Trepp war bis zu seiner Deportation in das Konzentrationslager Sachsenhausen im Jahr 1938 Landesrabbiner in Oldenburg. Nach seiner Flucht in die USA widmete er sich dem Dialog zwischen Juden und Christen. Seit den 1950er Jahren lehrte er im kalifornischen Napa Valley, seit Anfang der 1970er Jahre regelmäßig auch an deutschen Universitäten. epd

Engagement

Grenzenlose Solidarität

Spenden und Gespräche: Die jüdische Community ist schockiert über die dramatische Lage in der Ukraine und hilft – jeder so, wie er kann

von Christine Schmitt  23.02.2026 Aktualisiert

Sally Bein

Reformpädagoge in schwieriger Zeit

Ein deutsch-israelisches Autorenduo zeichnet das Leben und Wirken filmisch nach

von Alicia Rust  23.02.2026

Lesen

Mehr als eine Familiengeschichte

Jan Mühlstein stellte im Gemeindezentrum sein neues Buch vor, das persönliche Erinnerungen mit europäischer Geschichte verknüpft

von Esther Martel  23.02.2026

Beni-Bloch-Preis

Jugend erinnert

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main vergibt die Auszeichnung an Gedenkprojekte von Schülerinnen und Schülern aus Hessen

von Katrin Richter  23.02.2026

Porträt der Woche

»Das wird mein Leben«

Mayan Goldenfeld verliebte sich in die Opernwelt und wurde Sängerin

von Gerhard Haase-Hindenberg  23.02.2026

Göttingen

Ehrendoktortitel für Holocaust-Überlebenden Leon Weintraub

Auch Ehrung mit Friedenspreis geplant

 23.02.2026

Berlin

Gedenken an Proteste von 1943 in der Rosenstraße

Der Protest von wahrscheinlich mehreren hundert Frauen in der Berliner Rosenstraße während der zwölfjährigen NS-Diktatur gilt als beispiellos. An den lange vergessenen Widerstand wird am Donnerstag erinnert

 23.02.2026

München

Religiöse Heimat

Die Stadtteilsynagoge Sha’arei Zion in der Georgenstraße ist seit Jahrzehnten ein Zentrum jüdischen Lebens in Schwabing

von Esther Martel  22.02.2026

Interview

»Alija machen ist wie vom Zehnmeterturm springen«

Sie haben Deutschland verlassen und sich für ein Leben in Israel entschieden. Was hat sie dazu bewogen? Ein Gespräch mit vier »Olim« über Zionismus, einen rastlosen Alltag und die Zukunft des Judentums in der Diaspora

von Joshua Schultheis  19.02.2026