Antisemitismus

Schmähanrufe in Duisburger Gemeinde

Gemeindezentrum Duisburg/Mülheim/Oberhausen Foto: Alexandra Roth

Mindestens fünf Mal hat ein 43 Jahre alter Duisburger in den vergangenen Tagen die Gemeindeverwaltung der Jüdischen Gemeinde Duisburg/Mülheim/Oberhausen angerufen und sich mit den Worten gemeldet: »Schönen Tag, heute 38 Tote, Kindermörder Israel, schönen Tag noch.« Wie die Pressestelle der Polizei in Duisburg mitteilte, konnte der Mann mithilfe von Telefoncomputern ermitteln werden.

Der Mann habe die Anrufe gestanden, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Er habe die Meinung vertreten, die Gemeinde könne »zwar nichts dafür, solle aber mal darüber nachdenken«. Dass er die Frauen am anderen Ende der Leitung in Angst und Schrecken versetzt habe, sei ihm offenbar nicht bewusst gewesen.

strafverfahren »Er wird nun Gelegenheit bekommen, seine Sicht der Dinge im Rahmen eines Strafverfahrens wegen des Verdachts der Volksverhetzung einem Gericht vorzutragen«, so die Duisburger Polizei weiter. Ein Ermittlungsverfahren sei bereits eingeleitet worden, sagte Polizeipressesprecher Ramon van der Maat am Freitag.

In der ursprünglichen Mitteilung hatte es geheißen, der Mann habe den Kindergarten der Jüdischen Gemeinde mit seinen Anrufen behelligt. Dies war aber nicht der Fall, wie die Gemeinde mitteilte, die Anrufe gingen in der Verwaltung ein. ja

Redaktion

Die Menschen hinter der Jüdischen Allgemeinen

Wer textet und redigiert, gestaltet, illustriert und organisiert heute die Jüdische Allgemeine? 19 Menschen, neun Ressorts – wir stellen uns vor

 07.05.2026

Andenken

Berlin hat jetzt einen Margot-Friedländer-Platz

Bei der Einweihungszeremonie sagt Cornelia Seibeld (CDU), die Präsidentin des Abgeordnetenhauses, die »Herzkammer der Demokratie« habe nun eine neue Adresse

 07.05.2026

Deutschland

»Die Jüdische Allgemeine gehört einfach dazu«

Seit drei Generationen ist die Jüdische Allgemeine ein Kompass für die jüdische Welt. Prominente Leserinnen und Leser erzählen, warum ihnen die Zeitung wichtig ist

 07.05.2026

Jubiläum

Starke Stimme

Vor 80 Jahren erschien die erste Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen. Mehr denn je braucht es eine präsente und selbstbewusste jüdische Zeitung in Deutschland

von Philipp Peyman Engel  07.05.2026

Programm

Urbane Ästhetik, cineastische Architektur und späte Aufklärung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 7. Mai bis zum 14. Mai

 06.05.2026

Kino

Am Puls der Zeit

Gegen Polarisierung und Boykott: Das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg will den Blick weiten

von Ayala Goldmann  06.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert

Unabhängigkeitstag

»Notwendig und ein Wunder«

Die IKG feierte Israels Menschen, Geschichte und Leistungen

von Luis Gruhler  05.05.2026

Gedenken

Ungebeugt trotz der Last

An Jom Hasikaron erinnerte die IKG an die Opfer der Kriege und des antisemitischen Hasses

von Luis Gruhler  05.05.2026