Antisemitismus

Schmähanrufe in Duisburger Gemeinde

Gemeindezentrum Duisburg/Mülheim/Oberhausen Foto: Alexandra Roth

Mindestens fünf Mal hat ein 43 Jahre alter Duisburger in den vergangenen Tagen die Gemeindeverwaltung der Jüdischen Gemeinde Duisburg/Mülheim/Oberhausen angerufen und sich mit den Worten gemeldet: »Schönen Tag, heute 38 Tote, Kindermörder Israel, schönen Tag noch.« Wie die Pressestelle der Polizei in Duisburg mitteilte, konnte der Mann mithilfe von Telefoncomputern ermitteln werden.

Der Mann habe die Anrufe gestanden, hieß es weiter in der Pressemitteilung. Er habe die Meinung vertreten, die Gemeinde könne »zwar nichts dafür, solle aber mal darüber nachdenken«. Dass er die Frauen am anderen Ende der Leitung in Angst und Schrecken versetzt habe, sei ihm offenbar nicht bewusst gewesen.

strafverfahren »Er wird nun Gelegenheit bekommen, seine Sicht der Dinge im Rahmen eines Strafverfahrens wegen des Verdachts der Volksverhetzung einem Gericht vorzutragen«, so die Duisburger Polizei weiter. Ein Ermittlungsverfahren sei bereits eingeleitet worden, sagte Polizeipressesprecher Ramon van der Maat am Freitag.

In der ursprünglichen Mitteilung hatte es geheißen, der Mann habe den Kindergarten der Jüdischen Gemeinde mit seinen Anrufen behelligt. Dies war aber nicht der Fall, wie die Gemeinde mitteilte, die Anrufe gingen in der Verwaltung ein. ja

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