Queen-Besuch

Royale Reise

Alles bereit für den Queen-Besuch Foto: dpa

Die Queen ist da: Punkt 19 Uhr landete die britische Königin Elizabeth II. mit ihrem Mann Prinz Philip auf dem Berliner Flughafen Tegel, wo eine Ehrengarde sie mit Salutschüssen begrüßte. Es ist ihr insgesamt siebter Besuch in der Hauptstadt. Erstmals besuchte die Queen Berlin 1965 – fast auf den Tag genau vor 50 Jahren.

Die Königin und ihr Ehemann werden bis Freitag in der deutschen Hauptstadt bleiben. Am Mittwoch ist ein Besuch bei Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue geplant.

stationen Nach einer gemeinsamen Bootsfahrt auf der Spree werden die Royals von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen. Mittags wird die Queen an der Neuen Wache in Mitte einen Kranz niederlegen. Am Nachmittag besucht das britische Königspaar »Queen’s Lecture«, eine Vortragsreihe an der TU Berlin, die die Königin bei ihrem ersten Staatsbesuch in Deutschland ins Leben gerufen hatte.

Nach dem Staatsbankett in Schloss Bellevue am Mittwochabend ist am Donnerstag ein gemeinsamer Ausflug der Royals mit Bundespräsident Gauck nach Frankfurt geplant. Während des ganzen Deutschlandbesuchs übernachten Elizabeth und Philip im Berliner Hotel Adlon.

Symbol Auf ihrem Rückflug nach London wird das britische Königspaar am Freitag die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen in Niedersachsen besuchen.

Es ist ein Besuch mit Symbolwert: Das ehemalige Konzentrationslager war am 15. April 1945 von britischen Soldaten befreit worden und spielt im historischen Bewusstsein der Briten eine große Rolle. Gedenkstättenleiter Jens-Christian Wagner wird die Queen am Freitag in Bergen-Belsen begrüßen. Aus seiner Sicht bietet der Besuch eine »Chance, historische Inhalte zu vermitteln und auch andere Seiten der Queen zu zeigen als die Farbe ihres Hutes«.

Lesen Sie mehr in unserer nächsten Printausgabe.

Holocaust-Mahnmal

Gedenken an deportierte Jüdinnen und Juden am Gleis 17

Etwa 10.000 jüdische Menschen deportierten die Nazis vom Bahnhof Grunewald in Berlin aus in die Vernichtungslager. Beim Gedenken an die Opfer nehmen die Redner auch die Gegenwart in den Blick

 18.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem neuen Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

München

Das Grauen sehen

Bei der Premiere eines Films über die Familie Bibas und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober sprechen die Regisseurin und ein Psychologe über das Verbrechen und die Wirkung der Aufnahmen

von Michael Schleicher  18.10.2026

Lesung

»Die ganze jüdische Welt war in Trauer«

Zum Gedenken an den 7. Oktober stellte Dafna Gerstner ihr Buch vor

von Luis Gruhler  18.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin gern mittendrin«

Sonja Fira Grinman mag Mädelsabende, ist Erzieherin und ein Familienmensch

von Annette Kanis  18.10.2026

Kommentar

Ein Tag der Schande

Die Linkspartei, SPD und Grüne haben ihre Sondierungen beendet. Nun wollen sie in Berlin eine Regierung bilden

von Philipp Peyman Engel  17.10.2026

Sachsen-Anhalt

Drohungen gegen jüdische Studenten nach Aktion vor Synagoge

Eine Menschenkette hinderte den AfD-Politiker Tillschneider an der Teilnahme an einer Gedenkfeier in Halle. Das hat Folgen für die Studierenden

 16.10.2026

Frankfurt/ Main

Einst Provisorium, heute selbstbewusst

Zum 75. Jubiläum beleuchtet ein Almanach die Geschichte der jüdischen Gemeinde nach der Schoa, ihre inneren Konflikte und ihren Weg zu einem festen Platz in der Stadtgesellschaft

von Leon Stork  15.10.2026

Dresden

Tora-Projekt wird verlängert

Mitten in Dresden wird derzeit in aller Öffentlichkeit eine Tora-Rolle geschrieben. Das Projekt soll jüdisches Leben sichtbar machen. Die Schreiberin sitzt in einem gläsernen Pavillon

 14.10.2026