Würzburg

Religiöser Nachwuchs für Deutschland

Im jüdischen Gemeindezentrum »Shalom Europa« in Würzburg werden Anfang November zwei orthodoxe Rabbiner ordiniert, der 1989 in Usbekistan geborene Shlomo Aminov sowie der 1986 in der Ukraine geborene Jakov Pertsovsky. Aminov und Pertsovsky sind Absolventen des Rabbinerseminars zu Berlin. Aminov wird künftig als Gemeinderabbiner in Bonn tätig sein, Pertsovsky in der Jüdischen Gemeinde Chemnitz.

zeremonie Die Zeremonie findet am 3. November statt. Zu den Feierlichkeiten werden hochrangige Persönlichkeiten aus aller Welt erwartet: der Präsident des World Jewish Congress und der Lauder Foundation, Ronald S. Lauder, führende Rabbiner Europas sowie eine Vielzahl hochrangiger Repräsentanten der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, darunter der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und weitere Ehrengäste.

Das Rabbinerseminar zu Berlin wurde 1873 gegründet und 1938 von den Nazis zwangsweise geschlossen. 2009 wurde es vom Zentralrat der Juden in Deutschland und der Ronald S. Lauder Foundation wiedereröffnet. Seitdem fanden in München, Leipzig und Köln Ordinationen orthodoxer Rabbiner statt. Mit der Ordinationsfeier in Würzburg setzt das Rabbinerseminar seine erfolgreiche Arbeit fort, deutschsprachige Rabbiner für die jüdischen Gemeinden in Deutschland auszubilden. ja

Programm

Kleine Großstadtdektive, ein musikalischer Golem und Gespräche: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 5. bis zum 12. März

 03.03.2026

Berlin

Zentralrat der Juden: Das Ende des Mullah-Regimes liegt in unserem nationalen Interesse

Zentralratspräsident Josef Schuster sieht in den militärischen Angriffen der USA und Israels auf den Iran die Chance, das Mullah-Regime endlich zu beenden

von Jürgen Prause  02.03.2026

WIZO

Venedig am Neckar

Purim, Frauentag und gutes tun: der erste Maskenball in Stuttgart

von Brigitte Jähningen, Helmut Kuhn  02.03.2026

Zwiespalt

Purim-Fest in Deutschland unter dem Eindruck des Iran-Krieges

Feiern oder nicht? Purim ist ein fröhliches und ausgelassenes Fest. Gemeinden in Deutschland gehen mit Blick auf Nahost damit unterschiedlich um - zuweilen werden auch Feiern abgesagt

von Leticia Witte  02.03.2026

Verhandlung

Berufungsprozess nach antisemitischem Angriff

In Berlin beginnt am Donnerstag die Berufungsverhandlung nach dem antisemitischen Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira

 02.03.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein nimmt gestrandete Israelis auf

Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges wussten sie nicht mehr, wie sie zurück nach Israel kommen sollten - Flüge wurden gestrichen. Nun beherbergen Kölner Karnevalisten fünf Israelis. Erst einmal auf unabsehbare Zeit

 02.03.2026

Jugendkongress 2026

Sollten Juden heute für Deutschland kämpfen?

Lange galt die Frage nach einer Wehrpflicht als abgehakt. Doch seit der Reform des Wehrdienstgesetzes wird sie auch unter jungen Jüdinnen und Juden wieder kontrovers diskutiert – so auch an diesem Wochenende beim Jugendkongress

von Mascha Malburg  02.03.2026

Jugendkongress 2026

»Wir wurden hier aufgefangen«

Ronja Nayeri war als Sprecherin des iranischen Jugendverbandes »Ayande« auf dem Jüdischen Jugendkongress, als Israel den Iran angriff. Ein Gespräch über ein Wochenende zwischen Sorgen, Freude und Solidarität

von Mascha Malburg  02.03.2026

Porträt der Woche

»Es ist schön, jüdisch zu sein«

Julia Markhovski wuchs zweisprachig auf und fand ihre Identität

von Eugen El  01.03.2026