Sachsen

Polizei und jüdische Gemeinden kooperieren

Nora Goldenbogen Foto: Steffen Giersch

Im Kampf gegen Antisemitismus wollen jüdische Gemeinden und die Polizei in Sachsen enger zusammenarbeiten. Dazu haben die Vorsitzende des sächsischen Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Nora Goldenbogen, und Landespolizeipräsident Jörg Kubiessa am Donnerstag in Dresden eine Vereinbarung unterzeichnet. Ein zentraler Punkt der Kooperation sei die Unterstützung bei der polizeilichen Aus- und Fortbildung, teilte das Landespolizeipräsidium mit.

Laut Kubiessa sollen durch einen gegenseitigen Wissenstransfer Vorurteile abgebaut werden. Zudem seien wirksame Handlungsstrategien gegen Antisemitismus zu erarbeiten, hieß es. Mit dem Wissen aus erster Hand, auch über jüdisches Leben in Deutschland, könnten Polizistinnen und Polizisten schneller antisemitische Taten erkennen und konsequenter dagegen vorgehen, erklärte Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU).

sensibilität Im Rahmen eines ersten Projektes entwickelt der Landesverband der Jüdischen Gemeinden geeignete Formate für die Studienausbildung in der sächsischen Polizei. Außerdem sind gemeinsame Fortbildungen geplant. »Antisemitismus ist eine wachsende Gefahr für Jüdinnen und Juden in unserer Gesellschaft«, sagte Goldenbogen. Um dieser wirksam entgegenzutreten, brauche es Wissen über Erscheinungsformen sowie die nötige Sensibilität.

Die Kooperation mit den jüdischen Gemeinden sei ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit mit externen Partnern im Bereich der Aus- und Fortbildung, teilte das Landespolizeipräsidium mit. Polizeipfarrerinnen und -pfarrer sind seit Jahren als Seelsorger für Polizeibedienstete tätig. epd

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026

Interview

»Ich kann daraus lernen«

Rabbiner Avigdor Moshe Nosikov hat eine ungewöhnliche Umfrage durchgeführt: Wie zufrieden sind die Mitglieder der Dortmunder Jüdischen Kultusgemeinde mit seiner Arbeit?

von Christine Schmitt  18.06.2026

Berlin

Kampflibellen am BER

Bei der gerade zu Ende gegangenen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Schönefeld haben auch israelische Firmen die neueste Technik vorgestellt. Ein Besuch zwischen Kraftstofftanks und Drohnenabwehr

von Leon Stork  18.06.2026

Nordrhein-Westfalen

Landtag ehrt Sieger von »Shalom - Jüdisches Leben heute«

Mehr als 2200 junge Menschen haben mit mehr als 450 Beiträgen jüdisches Leben greifbarer gemacht

 17.06.2026

Berlin

Babka, Borschtsch und Pargiot

Zum fünften Jubiläum des Streetfood-Festivals locken 52 Stände, viele Acts und eine zusätzliche Kleinkunstbühne

von Helmut Kuhn  17.06.2026

Stuttgart

Eine Erfolgskomposition

Wie der Internationale Karl-Adler-Jugendmusikwettbewerb Werke jüdischer Komponisten lebendig hält

von Chris Meyer  17.06.2026

Frankfurt

Heimspiel für Makkabi

Nach Jahrzehnten ohne eigene Anlage eröffnet der jüdische Sportverein seinen neuen Campus

von Leon Stork  17.06.2026

Programm

Israel Day, Goldene Zwanziger und ein Kult-Hai: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 25. Juni

 17.06.2026