Berlin

Ofek startet Portal mit jüdischen Stimmen zu den Folgen des 7. Oktober

Der Kibbuz Nir Oz im März 2025: Foto: copyright (c) Flash90 2025

Auf dem neuen Portal »Kolot« berichten Jüdinnen und Juden aus Deutschland über ihre Erfahrungen nach dem 7. Oktober 2023. Die Videointerviews thematisierten aktuelle Formen antisemitischer Gewalt, brächten aber auch frühere Traumata ins Gedächtnis, die durch den Angriff der terroristischen Hamas auf Israel neu aufgebrochen seien, teilte die Beratungsstelle Ofek als Trägerin des Projekts am Montag in Berlin mit.

Als dokumentarisches und künstlerisches Projekt gehöre das im vergangenen Jahr gestartete »Kolot« zu den ersten in Deutschland und Europa, die sich der Erinnerungsarbeit an den 7. Oktober 2023 aus jüdischer Perspektive widmen.

Lesen Sie auch

Es mache Erfahrungen sichtbar, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft an den Rand gedrängt werden, und bewahre die Erzählungen jüdischer Protagonistinnen und Protagonisten.

Kuratiert wird das Portal von der Psychologin und Verhaltenswissenschaftlerin Marina Chernivsky. »Der 7. Oktober hat verdrängte Schichten jüdischer Erinnerung aufbrechen lassen und zugleich neue, tiefe Spuren im kollektiven Gedächtnis hinterlassen«, sagte Chernivsky. »Kolot« sammle, dokumentiere und verdichte Stimmen aus der jüdischen Community. epd

»Kolot« ist hier erreichbar.

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026