Jugendzentrum

Musikalische Fortschritte

Einmal im Sommer und einmal im Winter gibt das Musikstudio »Zlilim« in einem Konzert eine Kostprobe seiner Arbeit und erfreut damit ein großes Publikum. Dabei kommen nicht nur die Großeltern, Eltern und Geschwister der Musiker in den Hubert-Burda-Saal, sondern auch Freunde der klassischen Musik von außerhalb, die dem Können der jungen Musiker lauschen. Das Kinder- und Jugendorchester, die Junior Klezmer Band, der Kinderchor »Hasamir« und einzelne Soloauftritte gestalten mit insgesamt 20 Nummern das Programm des diesjährigen Sommerkonzerts.

seele Die Theaterpädagogin Anastasia Komerloh moderierte die Veranstatung und stimmt das Publikum auf eine spannende Reise in die Welt der Musik ein: »Klassische Musik hört man mit der Seele, und die kann gut hören.« Nach der großen Eröffnung des Konzerts durch das Kinder- und Jugendorchester unter der Leitung von Alexander Weinstock folgen solistische Darbietungen auf dem Klavier und der Geige. Ganz Junge wie Judit Wolff, die erst vor zwei Jahren im Musikstudio angefangen hat, bis hin zu erfahrenen Solisten wie Michael Uschakov, einer der ersten Schüler des Musikstudios, treten auf die Bühne.

Außer klassischen Stücken von Beethoven, Brahms, Schumann, Strauss und Tschaikowsky gehören vor allem auch israelische Volkslieder zum Repertoire der Musiker. Ob Blockflöte, Geige, Cello oder Keyboard, im Trio, im Quartett oder in der Junior Klezmer Band – angeleitet vom Pädagogen Lior Uleviche, der auf seiner Trompete mitspielt – zeigen die jungen Musiker vielfältig ihr Können.

Von Jahr zu Jahr wächst die Zahl der Begeisterten, die im Studio Zlilim in die zauberhafte Welt der Musik eingeführt werden. Heute lernen hier mehr als 80 Kinder und Jugendliche nicht nur, verschiedene Instrumente zu spielen und musikalische Harmonien zu verstehen, sondern auch zu singen. Die erfahrene Musikpädagogin Luisa Pertsovska unterrichtet neben Klavier auch Kinderchöre in verschiedenen Altersgruppen. Was der Kinderchor Hasamir in Sachen Gesangskunst kann, zeigt er mit den Liedern »Tiritomba«, »Mit dem Paukenschlag« und »Yeruschalayim shel zahav«.

Konzept Zusammen mit Luisa Pertsovska vermitteln die Musikpädagogen Irina Novikova, Olena Loginova, Vladimir Gaba, Lior Uleviche, Alexander Weinstock und Sebastian Rilling den Schülern des Studios einen ganz besonderen Zugang zur Musik. Ein individuelles Lernprogramm, Einzelunterricht oder Unterricht in kleinen Gruppen sind wichtige Bestandteile des durchdachten und erfolgreichen Konzepts des Musikstudios.

Von dem, was Zlilim damit schafft, sind nicht nur die jungen Musiker und ihre Eltern überzeugt, sondern auch jene, die diese musikalische Erziehung im jüdischen Jugendzentrum finanziell maßgeblich unterstützen. Zu ihnen gehört zum Beispiel die inzwischen 88-jährige Holocaust-Überlebende Rachel Knobler, die im Gedenken an ihre kleine Schwester Meira jährlich einen festen Beitrag für das Musikstudio spendet.

Wie von Jahr zu Jahr aus jungen Talenten richtige Musiker werden, zeigen diese Konzerte. Mathis Rimmele und Lucka Sandu spielen ebenso fleißig wie erfolgreich Geige. Ihre Auftritte gehören seit ein paar Jahren zum festen Programm der Konzerte des Musikstudios und zeigen von Auftritt zu Auftritt, welche Fortschritte die jungen Musiker unter der Leitung ihres Pädagogen Vladimir Gaba machen.

bravourös Eine andere gute Tradition der Konzerte des Musikstudios sind die Gastauftritte professioneller Musiker. Thomas und Richard Ruzicka konnten diesmal gewonnen werden, das Konzert zu beschließen. Thomas Ruzicka spielte virtuos die Ungarische »Rhapsodie Nr. 11« von Franz Liszt, sein Bruder Richard nicht weniger bravourös die »Revolutionsetude« von Frédéric Chopin und ein selbst komponiertes Stück mit dem Titel »Opus 2«.

Mit großer Begeisterung und anhaltendem Applaus des Publikums endet das Sommerkonzert des Musikstudios Zlilim. Die Pädagogen bekommen Blumen und die Schüler eine Urkunde »für ihre musikalischen Fortschritte« – ein guter und gelungener Abschluss des Jahres.

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