Berlin

Mit dem »Makkabi-Herz«

Oren Osterer wird Chef des Organisationskomitees der European Maccabi Games 2015 (EMG) in Berlin. Der 32-Jährige wurde vom Präsidium von Makkabi Deutschland auf seiner Klausurtagung in Berlin bestätigt. Damit ist eine wichtige Personalentscheidung in Vorbereitung auf die EMG getroffen.

Zahlreiche Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich auf die Stellenausschreibung gemeldet. »Wir waren überrascht von der großen Anzahl an Interessenten, die alle kompetent und kreativ waren. Oren Osterer hat das Präsidium mit seinem Gesamtkonzept schnell überzeugt. Er bringt nicht nur das nötige Fachwissen, Erfahrung und Internationalität mit, sondern auch das ›Makkabi-Herz‹, das es für die Organisation dieser historischen Veranstaltung braucht«, erläutert Präsident Alon Meyer.

vertrauen Osterer äußerte sich umgehend zu der Entscheidung: »Ich möchte mich beim Präsidium für das Vertrauen bedanken. Es ist eine reizvolle und spannende Aufgabe. Es wartet viel Arbeit auf uns, um die European Maccabi Games zu einem sportlichen und gesellschaftlichen Highlight zu machen.«

Osterer war bisher Leitender Programmdirektor bei der Europäischen Janusz Korczak Akademie in München. Von September 2005 bis Juli 2007 war er Leitender Projektkoordinator und Sprecher für ILI – I like Israel und zwischen September 2003 und Juni 2006 Leiter des Jugendzentrums der Synagogen-Gemeinde Köln. Er studierte Medien- und Politikwissenschaft an der Universität Bonn und promovierte in Neuerer und Neuester Geschichte an der LMU in München.

Die 14. European Maccabi Games werden vom 27. Juli bis 7. August in Berlin ausgetragen. Rund 2000 Athleten aus allen europäischen Nationen werden zu den Wettkämpfen erwartet. ja

Alan Meltzer

»Die Demokratie ist robust«

Am 4. Juli werden die USA 250 Jahre alt. Ein Gespräch mit dem Chargé d’Affaires der amerikanischen Botschaft in Berlin, über Freiheit, Kritik und Hoffnung

von Katrin Richter  03.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026

Sachsen-Anhalt

»Eine offene Tür ist unsere Antwort«

Landesverbands-Geschäftsführerin Rimma Fil über wachsenden Antisemitismus, Sorgen vor der Landtagswahl und den festen Willen der jüdischen Gemeinden, sichtbar zu bleiben

von Christine Schmitt  01.07.2026

Verlegung

Magdeburg erhält 900. Stolperstein

Seit 2007 wird in Magdeburg mit Stolpersteinen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die nunmehr 47. Verlegung wurde auf zwei Tage verteilt

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026