Berlin

Millionen für die Gemeinde

Hat sich im Streit um Zuschüsse des Landes durchgesetzt: Jüdische Gemeinde zu Berlin Foto: Marco Limberg

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin hat sich im jahrelangen Streit um Zuschüsse des Landes erneut durchgesetzt. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) verpflichtete den Berliner Senat in zwei Berufungsverfahren zur Zahlung von Zuschüssen in Millionenhöhe. Damit bestätigte das OVG im Wesentlichen eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin vom Herbst 2014. Eine Revision wurde nicht zugelassen.

Das Land ist demnach verpflichtet, der Jüdischen Gemeinde für das Jahr 2013 eine Grundfinanzierung von knapp 6,5 Millionen Euro und für 2014 von rund 6,7 Millionen Euro zu zahlen. Die Ansprüche würden sich aus den Bestimmungen des Staatsvertrages von 1993 ergeben, hieß es zur Begründung.

planungssicherheit Darüber hinaus erhalte die Gemeinde Zuschüsse zum Pensionsfonds sowie für kulturelle Betreuung für bestimmte Zeiträume 2013 und 2014. »Wir sind sehr froh, wieder finanzielle Planungssicherheit zu haben«, sagte der Gemeindevorsitzende Gideon Joffe der Jüdischen Allgemeinen.

Das Urteil des OVG bestätige »im Wesentlichen die Entscheidungen der Vorinstanz und damit die Rechtsauffassung der Jüdischen Gemeinde: Stärkung der Selbstbestimmung der Gemeinde, automatische Anpassung der jährlichen Grundfinanzierung und Wegfall der unberechtigten Zinsforderungen.« Der »Grundstein für das notwendige Wachstum der Gemeinde« sei »mit diesem Urteil gelegt«.

Der Auffassung des Berliner Senats, wonach die Leistungen unter dem Vorbehalt allgemeiner haushaltsrechtlicher Bestimmungen wie der Vorlage eines Wirtschaftsplans stünden, folgte das Gericht nicht. epd/ja

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026