Extremismus

»Es ist eine historische Verantwortung«

Foto: dpa

Der designierte erste Militärrabbiner der Bundeswehr, Zsolt Balla, sieht in seinem neuen Amt eine »historische Verantwortung«. Er hoffe, dass durch dieses neue Amt nicht nur die Angehörigen der Bundeswehr erreicht werden können, »sondern auch die deutsche Bevölkerung«, sagte Balla am Montag dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Er wünsche sich, dass jüdische Soldaten in Deutschland »eines Tages« ebenso selbstverständlich seien wie in den Streitkräften der USA und Niederlande oder von Frankreich und England.

»Wenn wir anerkennen, dass wir ein Problem haben, haben wir die Möglichkeit, diese Probleme zu bekämpfen.«

Mit Blick auf rechtsextremistische oder antisemitische Haltungen und Umtriebe in der Bundeswehr sagte der designierte Militärrabbiner: »Wenn wir anerkennen, dass wir ein Problem haben, haben wir die Möglichkeit, diese Probleme zu bekämpfen.« Antisemitismus und jede Art von Hass gegen Minderheiten werde man in einer Gesellschaft »niemals für immer« komplett ausmerzen können. Mit Gesprächen, guter Arbeit und im Austausch aber könne man »diese Tendenzen mindestens isolieren«, sagte er dem Radiosender Bayern2.

Balla wird der erste Militärrabbiner seit 100 Jahren beim deutschen Militär. Der 42-Jährige wird an diesem Montag in sein Amt eingeführt. Seine Aufgaben als Gemeinderabbiner in Leipzig sowie als Landesrabbiner von Sachsen wird er weiterhin ausüben.

Künftig soll es weitere Militärrabbiner bei der Bundeswehr geben. Neben ihrer Aufgabe als Truppenseelsorger für jüdische Soldatinnen und Soldarten sollen sie allen Bundeswehr-Angehörigen als Ansprechpartner für das Judentum zur Verfügung stehen. epd

Chabad

Jüdische Gemeinde verschiebt Fest wegen Hitze

Neuer Termin nun Ende August

 25.06.2026

Musik

Vielstimmig

Das Festival »Shirat Haʼam« der ZWST hat sich zu einer kleinen Tradition entwickelt und ist so beliebt, dass Chöre weite Reisen auf sich nehmen, um dabei zu sein. Wir haben mitgehört

von Anja Bochtler  25.06.2026

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026

Dresden

Sachsen erwägt Verbindungsbüro in Israel

Das sächsische Kabinett stehe seiner Anregung dazu positiv gegenüber, sagt der Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist

 24.06.2026

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

 23.06.2026

Berlin

Zusammen genießen

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

von Katrin Richter  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Bildung

»Die jüdische Sicht stärken«

Eduard Steinberg über den neu gegründeten Verband jüdischer Pädagogen, Ausbildung von Lehrern und Fakten statt Meinungen

von Katrin Richter  22.06.2026