EILMELDUNG! Medienbericht: Iran soll Ermordung von Josef Schuster und Volker Beck geplant haben

Kurt Landauer

Meilenstein für den Münchner Fußball

Modell des alten Stadions an der Leopoldstraße Foto: Jost Hurler

Kurt Landauer

Meilenstein für den Münchner Fußball

Am Schwabinger Tor wurde ein Denkmal der Stiftung für das erste Stadion der Stadt eingeweiht

von Miryam Gümbel  07.06.2022 08:38 Uhr

Die Kurt Landauer Stiftung hat ein vereinshistorisches Erinnerungsstück des FC Bayern München e. V. eingeweiht, ein bronzenes Denkmal für Münchens erstes Fußballstadion am Schwabinger Tor. Dieses ist mit einer originalgetreuen Miniatur der damaligen Tribüne auf einem Granitsockel platziert.

Es steht exakt am früheren Ort des Stadions und wurde durch den Präsidenten des FC Bayern München, Herbert Hainer, und den ersten Vorsitzenden des Münchner Sportclubs (MSC), Michael Nahr, enthüllt.

ehrenpräsident Die aus einer Fangruppe hervorgegangene Kurt Landauer Stiftung hat das Erinnerungsstück ehrenamtlich geplant, umgesetzt und finanziert. Die nach dem jüdischen Ehrenpräsidenten des FC Bayern benannte Stiftung schuf damit im fünften Jahr seit Gründung bereits die dritte fußballhistorische Erinnerungsstätte in München.

Die Liste der Spielstätten des FC Bayern München ist lang, bis hin zur Allianz Arena. Fast vergessen war aber bisher, dass der Verein in seinen frühen Jahren auch an der Leopoldstraße Fußball spielte. Nach den ersten Spielen an der Clemensstraße, auf der Schyren- und der Theresienwiese war das Stadion im Schwabinger Norden ein wichtiger Meilenstein für den Verein und für den Fußball in München.

Die aus einer Fangruppe hervorgegangene Kurt Landauer Stiftung hat das Erinnerungsstück ehrenamtlich geplant, umgesetzt und finanziert.

Von 1907 bis 1923 spielte der heute mitgliederstärkste Sportverein der Welt unter dem Dach des MSC mitten im heutigen Zentrum Münchens an der Leopoldstraße auf Höhe des Parzivalplatzes. Mit dem Denkmal verbinden sich nun direkt am Schwabinger Tor Geschichte und Gegenwart.

jahrbuch Das Jahrbuch des DFB schrieb 1907 zur neuen Spielstätte: »Der Münchner Sportclub hat mit einem Kostenaufwand von 20.000 Mark an der Schwabinger Landstraße (so der frühere Name der heutigen Leopoldstraße) einen erstklassigen Sportplatz errichtet, der diesen Herbst eröffnet worden ist.«

Die circa 25.000 Quadratmeter große Fläche des Platzes, den die Stadt München gegen einen geringen »Pachtschilling« auf 15 Jahre überlassen habe, verteile sich auf einen Fußballwettspielplatz von 110 mal 70 Metern, einen Hockeytrainingsplatz und zwölf Tennisplätze. »Eine zehn Meter hohe Tribüne für 250 Zuschauer erhebt sich in der Mitte, links davon liegen die Umkleideräume der Fußballabteilung Bayern. Von mächtigen Pappeln beschattet, steht rechts der Tribüne das Häuschen des Klubdieners, das zugleich ein Sekretariats- und Gesellschaftszimmerchen enthält«, heißt es darin weiter. Selbstverständlich fehlten auch nicht Radstall, Autogarage und die telefonische Verbindung mit dem Stadtzentrum.

Am 15. September 1907 wurde das Stadion mit einem 8:1-Sieg des FC Bayern über Wacker München eingeweiht. 1923 fand das letzte Pflichtspiel des FC Bayern im Stadion an der Leopoldstraße statt, zum Abschied nach 17 Jahren erfolgte im Mai 1924 noch ein Freundschaftsspiel.

Die Kurt Landauer Stiftung hat das Ziel, durch ihre Aktivitäten an den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München, an seine Geschichte und die von ihm vertretenen Werte wie auch an weitere Persönlichkeiten und Ereignisse aus der Historie des Vereins zu erinnern.

Berlin

Mahnmal für zerstörte Synagoge beschmiert

Die Sachbeschädigung des Mahnmals am Lindenufer sei am Mittwochmorgen über die Internetwache der Polizei Berlin angezeigt worden

 21.05.2026

Würdigung

»Wo andere laut schweigen, lässt sie sich nicht unterkriegen«

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland würdigt in seiner Laudatio auf die Jüdische Allgemeine die Verdienste der Redaktion - und ihren Mut

von Abraham Lehrer  21.05.2026

Berlin

Zentralrat der Juden distanziert sich von Itamar Ben-Gvir

Ein Video des rechtsextremen israelischen Ministers sorgt weltweit für Empörung. Auch die Vertretung der Juden in Deutschland äußert sich

 21.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026

Schawuot

Alles Käse

Ob Oreo-Cheesecake, israelischer Käsekuchen oder Napoleon-Torte: Familien verraten ihre Lieblingsrezepte und erzählen, warum milchige Desserts zum Fest unverzichtbar sind

von Christine Schmitt  21.05.2026

Jewrovision

Jung, laut, jüdisch

Eindrücke vom Wochenende in Stuttgart

von Nicole Dreyfus  20.05.2026

Fest

Magdeburger Synagogen-Gemeinde hat neue Torarolle eingeweiht

Mit dem Fest der Toravollendung konnte die neue Torarolle der Magdeburger Synagogen-Gemeinde eingeweiht werden. Traditionell wurden die 5 Bücher Mose von einem Sofer genannten Schreiber in Israel angefertigt

von Thomas Nawrath  20.05.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 21. Mai bis zum 3. Juni

 20.05.2026