Holocaust

Mehr als 650 Schulen nehmen an Anne-Frank-Tag teil

Von 1942 bis 1944 schrieb sie ihr Tagebuch im Amsterdamer Versteck: Anne Frank (1929–1945) Foto: ullstein bild - ADN-Bildarchiv

Mehr als 650 Schulen aus ganz Deutschland nehmen heute am Anne-Frank-Tag 2023 teil. Damit verzeichnet die Aktion gegen Antisemitismus und Rassismus einen Anmelderekord. Die beteiligten Schulen erinnern am Geburtstag des durch ihr Tagebuch weltbekannten jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) an ihr Leben und an die Verbrechen der Nationalsozialisten.

Anne Frank starb im Februar oder März 1945 mit 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Vor ihrer Verhaftung hatte sie sich mit ihrer Familie mehr als zwei Jahre lang in einem Haus in Amsterdam versteckt, das heute ein Anne-Frank-Museum ist. Dort führte sie ihr berühmtes Tagebuch, das in mehr als 70 Sprachen übersetzt wurde. Das Anne-Frank-Zentrum in Berlin ist die deutsche Partnerorganisation des Amsterdamer Anne-Frank-Hauses und organisiert den deutschen Anne-Frank-Tag.

Im vergangenen Jahr erreichte der Aktionstag bereits mehr als 600 Schulen mit rund 100.000 Schülerinnen und Schülern. Die teilnehmenden Bildungseinrichtungen erhalten eine Plakatausstellung zum Jahresthema sowie Lehrmaterialien und ein Zeitzeugen-Video. Das Motto ist in diesem Jahr »Ideale«. kna/ja

Solidarität

Das Leben wieder in den Griff bekommen

Angehörige der bei einem Raketenangriff in Majdal Shams getöteten Kinder besuchten die Kultusgemeinde München und Oberbayern

von Luis Gruhler  06.10.2026

Diskussion

»Wir wurden gehört«

Schüler und Studenten des Projekts »Meet a Jew« treffen CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei. Im Mittelpunkt stehen der 7. Oktober, persönliche Sorgen und Erfahrungen

von Christine Schmitt  06.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin einfach ich«

Persia Kantorovych hat eine jüdische Mutter und einen muslimischen Vater

von Annette Kanis  06.10.2026

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Wuppertal

Am helllichten Tag

Nach dem Brandanschlag auf die Synagoge geht das Gemeindeleben in der nordrhein-westfälischen Stadt weiter. Aber was bedeutet diese Normalität?

von Helmut Kuhn  01.10.2026

Rostock

Zunehmend sprachlos

Die Gemeinde hatte Schlimmeres befürchtet, doch Sorgen bleiben auch nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern

 01.10.2026

Wiedervereinigung

Zeit der Blüte

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Für jüdische Gemeinden in Ost und West war dies ein neuer Anfang, für manche auch die Rettung. Drei Gemeindemitglieder erzählen, wie sie diese Zeit erlebten

von Christine Schmitt  01.10.2026