Berlin

Makkabi-Präsident: Angst bei jüdischen Vereinen »dramatisch größer« 

Der Präsident von Makkabi Deutschland, Alon Meyer Foto: picture alliance / Presse- und Wirtschaftsdienst

Berlin

Makkabi-Präsident: Angst bei jüdischen Vereinen »dramatisch größer« 

»Viele trauen sich nicht mehr mit dem Trikot ins Training«, sagt Alon Meyer

 12.03.2024 21:11 Uhr

Präsident Alon Meyer vom Sportverein Makkabi Deutschland sorgt sich um die Sicherheit von Mitgliedern jüdischer Vereine. Die Angst unter den Sportlerinnen und Sportlern sei »dramatisch größer geworden«, sagte Meyer dem »Spiegel«. »Viele trauen sich nicht mehr mit dem Trikot ins Training.«

In dem am Dienstag veröffentlichten Interview berichtete Meyer unter anderem von einem Nachwuchsspiel in München, das nach Drohungen gegen den gegnerischen Trainer abgesagt wurde. Er verwies auch auf Schmierereien auf den Sportplätzen und Drohungen in den sozialen Medien.

»Wir haben mehrfach die Polizei eingeschaltet«, sagte Meyer. An verschiedenen Orten hätten die Vereine zudem die Sicherheit erhöht. Manche Nachwuchsteams hätten sich auf umzäunte Plätze zurückgezogen. Auch habe er Anrufe von Eltern erhalten, die sich angesichts des Kriegs im Nahen Osten Sorgen um ihrer Kinder in Deutschland machten. »Sie fragen mich: Kannst du für die Sicherheit garantieren? Aber ich kann es nicht«, sagte Meyer.

Erinnerung

Verantwortung lebt weiter

In Dachau fand kurz vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag erstmals ein »March of the Living« statt

von Esther Martel  09.02.2026

Lerntool

Timothée Chalamet, Batmizwa und eine Davidstern-Kette

»Sich be-kennen«: Der Zentralrat der Juden bietet einen interaktiven Onlinekurs über die Vielfalt des Judentums für Schulen und interessierte Gruppen an

von Helmut Kuhn  09.02.2026

Berlin-Neukölln

Kritik am Kandidaten

Ahmed Abed sorgte jüngst für einen Eklat, als er einen israelischen Gast als »Völkermörder« beschimpfte. Doch bei der Linkspartei steht der Politiker mit palästinensischen Wurzeln hoch im Kurs

von Imanuel Marcus  09.02.2026

Restitution

Uni Frankfurt übergibt erstmals NS-Raubgut an Jüdische Gemeinde

Seit gut fünf Jahren durchforstet die Universitätsbibliothek in Frankfurt ihre Bestände systematisch nach Raubgut aus der NS-Zeit. Das Projekt trägt nun Früchte - und ist noch lange nicht abgeschlossen

 09.02.2026

Berlin

Lesen, Lernen, Spaß

Der Saftblatt-Baum stand im Mittelpunkt der Erzählstunde des Projekts PJ Library

von Naomi Gronenberg  08.02.2026

Wettbewerb

»Kein Reichtum ist größer«

Aus 13 Ländern kamen Jugendliche zum europäischen Finale des Bibelquiz Chidon Hatanach in München

von Esther Martel  08.02.2026

Porträt der Woche

Der Geheimnisträger

Leonid Komissarenko war Rüstungstechniker – und emigrierte, um seine Frau zu retten

von Anja Bochtler  08.02.2026

Engagement

Grenzenlose Solidarität

Spenden und Gespräche: Die jüdische Community ist schockiert über die dramatische Lage in der Ukraine und hilft – jeder so, wie er kann

von Christine Schmitt  05.02.2026

Gesellschaft

Einfach machen!

Seit dem Jahr 2000 zeichnet die amerikanische Obermayer Foundation ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus. So wie am vergangenen Sonntag im Jüdischen Museum in Berlin

von Katrin Richter  05.02.2026