UNESCO

»Kulturerbe« KZ

Das ehemalige KZ Buchenwald Foto: dpa

Das ehemalige Lagergelände des Konzentrationslagers Buchenwald soll »als elementares Zeugnis der nationalsozialistischen Verbrechen und der Geschichte des 20. Jahrhunderts« UNESCO-Weltkulturerbe werden. Das sagte Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, vergangenen Freitag. Zuvor hatte der Direktor der Gedenkstätte, Volkhard Knigge, die Bewerbung an den SPD-Politiker übergeben. Dessen Ministerium reicht den Antrag bei der Kultusministerkonferenz ein, die dann über die Liste entscheidet, die Deutschland bei der UNESCO einreicht.

Das Vorhaben wurde bereits heftig kritisiert. So schrieb Jasper von Altenbockum in einem Kommentar in der FAZ, zwar sei auch die Gedenkstätte Auschwitz bereits vor Jahren zum Weltkulturerbe erklärt worden. Doch »was in der UNESCO-Liste getrieben wird, ist bei allen hehren Ansprüchen und monumentalen Kriterien nichts anderes als der emotionsgeladene Anschub von Gedenktourismus«. Thomas Schmid kommentierte in der Welt: »Es wäre gut, die Kultusminister beschieden den Antrag abschlägig.« ja

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026

Leipzig

In sichere Hände

Die Israelitische Religionsgemeinde bekommt eine hebräische Bibel von 1906 geschenkt

von Thyra Veyder-Malberg  14.03.2026

Tel Aviv

Irgendwie Alltag – bis zum Alarm

Eigentlich wollte Jacob Horowitz nur den Halbmarathon in Tel Aviv laufen. Doch dann begann der Krieg mit dem Iran. Wie sich die vergangenen Wochen zwischen Purim, Schutzraum und verschobener Evakuierung anfühlen, das hat er für uns aufgeschrieben

von Jacob Horowitz  12.03.2026

Sport

Vereint am Ball

Jüdische Hobby-Fußballer feiern ihre Gemeinschaft – und möchten in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

von Christine Schmitt  12.03.2026

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026