UNESCO

»Kulturerbe« KZ

Das ehemalige KZ Buchenwald Foto: dpa

Das ehemalige Lagergelände des Konzentrationslagers Buchenwald soll »als elementares Zeugnis der nationalsozialistischen Verbrechen und der Geschichte des 20. Jahrhunderts« UNESCO-Weltkulturerbe werden. Das sagte Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, vergangenen Freitag. Zuvor hatte der Direktor der Gedenkstätte, Volkhard Knigge, die Bewerbung an den SPD-Politiker übergeben. Dessen Ministerium reicht den Antrag bei der Kultusministerkonferenz ein, die dann über die Liste entscheidet, die Deutschland bei der UNESCO einreicht.

Das Vorhaben wurde bereits heftig kritisiert. So schrieb Jasper von Altenbockum in einem Kommentar in der FAZ, zwar sei auch die Gedenkstätte Auschwitz bereits vor Jahren zum Weltkulturerbe erklärt worden. Doch »was in der UNESCO-Liste getrieben wird, ist bei allen hehren Ansprüchen und monumentalen Kriterien nichts anderes als der emotionsgeladene Anschub von Gedenktourismus«. Thomas Schmid kommentierte in der Welt: »Es wäre gut, die Kultusminister beschieden den Antrag abschlägig.« ja

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

 19.03.2026

Musik

»Die Verbundenheit zwischen Juden und Iranern zeigen«

Alexey Kochetkov und Kioomars Musayyebi haben ein Konzert mit jüdischer-persischer Musik gegeben. Ein Gespräch über Santur-Klänge, Politik und eine besondere Freundschaft

von Katrin Richter  19.03.2026

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Angriffe

Schmierereien und Drohungen: Antisemitismus an NS-Gedenkstätten nimmt zu

Lehrer hätten bereits Führungen abgesagt, aus Angst, dass Schüler das Programm boykottieren

von Leticia Witte  18.03.2026

Ehrung

Ein pflichtbewusster Optimist

Fritz Neuland war einer der Wiederbegründer und später Präsident der Münchner Kultusgemeinde. Nun ist eine Straße nach ihm benannt

von Esther Martel  16.03.2026

Auftakt

Schutzversprechen für die jüdische Gemeinschaft

Im Alten Rathaus am Marienplatz begann die Münchner »Woche der Brüderlichkeit« 2026

 16.03.2026

Dresden

Stimme der Aufklärung

Die 90-jährige Schoa-Überlebende Renate Aris erhält für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz

 15.03.2026

Berlin

Signale am Gleis 17

Aktivisten möchten aus dem ehemaligen Bahnwärterhaus eine Info-Werkstatt zur Schoa machen

von Christine Schmitt  15.03.2026

Porträt

Im Einsatz für andere

Jutta Josepovici arbeitete für die ZWST und die Frankfurter Jüdische Gemeinde

von Eugen El  15.03.2026