NRW

Jüdisches Museum Köln startet digitales Ausstellungsprojekt

Russisch-jüdische Zuwanderer kurz nach ihrer Ankunft in Köln im Juni 1996 vor dem städtischen Wohnungsamt Foto: Herby Sachs / version

Das im Aufbau befindliche Kölner Jüdische Museum MiQua präsentiert sich mit einem digitalen Ausstellungsprojekt. Es zieht mit einer Gastvitrine in den virtuellen Ausstellungsraum des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland (DOMiD) ein, wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Museumsträger am Dienstag in Köln mitteilte.

Darin werden die Veränderungen der jüdischen Gemeinden in Deutschland in den 1990er-Jahren gezeigt. Damals reisten viele jüdische Flüchtlinge aus der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten nach Deutschland ein.

Die MiQua-Gastvitrine spiegelt die Vielfalt jüdischer Geschichte und Kultur anhand von einführenden Texten, Gesprächen, Fotografien und Objekten wider. So gäben Interviews mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska und einer weiteren Zeitzeugin persönliche Einblicke in die Geschichte der Kontingentflüchtlinge. Fotografien des Bildjournalisten Herby Sachs vermitteln visuelle Eindrücke der Zeit.

Fotografien des Bildjournalisten Herby Sachs vermitteln visuelle Eindrücke der Zeit.

Das MiQua entsteht derzeit als hallenartiger Schutzbau über den Überresten des mittelalterlichen jüdischen Viertels unter dem Kölner Rathausplatz. In einer rund 6000 Quadratmeter großen unterirdischen Ebene wird ein archäologischer Rundgang als Dauerausstellung eingerichtet.

Sie wird um Darstellungen und Objekten zur Jüdischen Geschichte und Kultur ergänzt. Das Museum wird voraussichtlich Ende 2024 fertiggestellt. In Teilbereichen des MiQua sollen aber bereits ab 2021, dem bundesweiten Festjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«, Veranstaltungen stattfinden.

Das Virtuelle Migrationsmuseum von DOMiD veranschaulicht das Thema Migration in 3D und kann als mobile App oder als Desktop-Anwendung besucht werden. Besucher bewegen sich durch eine fiktive Stadtlandschaft und können neun Gebäude mit thematischen Schwerpunkten wie Arbeit, Kultur oder Bildung betreten und erkunden. kna/ja

Maccabiah 2026

Deutsche Delegation steht fest

Das größte jüdische Sportevent findet vom 1. bis zum 14. Juli statt

 05.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Bildung

Zwei Orte, ein Anliegen

Yad Vashem wird eine Dependance in München und eine Außenstelle in Leipzig eröffnen. Die Freude über diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur ist groß

von Katrin Richter  04.06.2026

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026

Nachruf

Kein Tag ohne Linie

Pavel Feinstein porträtierte Tiere, Freunde und immer wieder sich selbst. Nun ist der Maler überraschend gestorben

von Eugen El  03.06.2026

Archäologie

Forschungsgrabung zu Erfurts jüdischem Erbe beginnt im August

Bei einer archäologischen Grabung in Erfurt suchen Fachleute ab August nach Spuren des mutmaßlichen Tanzhauses der zweiten mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Die Archäologen hoffen auf Hinweise zur Entstehungszeit und zu späteren Umbauten

von Matthias Thüsing  03.06.2026

Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Leipziger Fotoausstellung zu jüdischem Leben

Die Ausstellung »Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann« stellt u.a. die Familie des Fotografen vor

 03.06.2026

Judenhass

Bayerisches Hotel verschickt antisemitische Nachricht an Israeli

»Tut uns leid, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt«: Diese Nachricht erhielten israelische Touristen vom Hotel »Zum Hirschen« in der Ortschaft Lam

von Imanuel Marcus  04.06.2026 Aktualisiert

TV-Tipp

»Robert Lembke - Wer bin ich?« -Doku-Drama über die TV-Legende

»Robert Lembke - Wer bin ich« ist ein kluger Film über Verdrängung, Volksbildung und das Schweigen einer TV-Legende über die eigene Vergangenheit

von Jan Lehr  02.06.2026