Berlin

Jüdische Gemeinde Chabad Berlin eröffnet »Bet Nachum«

Nachum Presmans Witwe Michal Presman und die gemeinsame Tochter Chaya Muschka zerschnitten das Band Foto: Privat

Berlin

Jüdische Gemeinde Chabad Berlin eröffnet »Bet Nachum«

Der Betraum ist nach dem 2022 verstorbenen Rabbiner Nachum Presman benannt

 24.02.2025 12:02 Uhr

Die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin hat am Sonntagnachmittag eine neue Synagoge am Spandauer Damm im Ortsteil Westend eröffnet. Im Gedenken an den früheren Potsdamer Rabbiner Nachum Presman heißt der Betraum »Bet Nachum«. Die Synagoge befindet sich in einer historischen Villa im Ruhwaldpark, die zuvor als Schule und Kindergarten genutzt wurde und in der sich derzeit eine Jeschiwa im Aufbau befindet.

Nachum Presman ist im März 2022 im Alter von 50 Jahren verstorben. Seit 1996 war er als Rabbiner in Potsdam tätig und engagierte sich für das jüdische Leben in Brandenburg.

Rabbiner Nachum Presmann ist im März 2022 im Alter von 50 Jahren gestorbenFoto: Marco Limberg

Bei der Feierstunde zur Einweihung zerschnitten seine Frau Michal Presman und die Tochter Chaya Muschka ein Band an der Tür zum Betraum und enthüllten eine Gedenktafel. Mit dem Mincha-Gebet wurde die Synagoge in Betrieb genommen. Hier soll nun täglich ein Minjan zusammenkommen. Rabbiner Yehuda Teichtal sagte: »Es gibt keine bessere Möglichkeit, an den unvergessenen Rabbiner Presman zu erinnern und ihn zu ehren.«

Nach Angaben von Rabbiner Teichtal betreibt die Gemeinde damit sieben Synagogen in der Stadt – unter anderem in Mitte, Friedrichshain und Steglitz. Für die Synagoge an der Münsterschen Straße in Wilmersdorf gebe es bereits Ausbaupläne. ddk

Maccabiah 2026

Deutsche Delegation steht fest

Das größte jüdische Sportevent findet vom 1. bis zum 14. Juli statt

 05.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Bildung

Zwei Orte, ein Anliegen

Yad Vashem wird eine Dependance in München und eine Außenstelle in Leipzig eröffnen. Die Freude über diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur ist groß

von Katrin Richter  04.06.2026

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026

Nachruf

Kein Tag ohne Linie

Pavel Feinstein porträtierte Tiere, Freunde und immer wieder sich selbst. Nun ist der Maler überraschend gestorben

von Eugen El  03.06.2026

Archäologie

Forschungsgrabung zu Erfurts jüdischem Erbe beginnt im August

Bei einer archäologischen Grabung in Erfurt suchen Fachleute ab August nach Spuren des mutmaßlichen Tanzhauses der zweiten mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Die Archäologen hoffen auf Hinweise zur Entstehungszeit und zu späteren Umbauten

von Matthias Thüsing  03.06.2026

Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Leipziger Fotoausstellung zu jüdischem Leben

Die Ausstellung »Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann« stellt u.a. die Familie des Fotografen vor

 03.06.2026

Judenhass

Bayerisches Hotel verschickt antisemitische Nachricht an Israeli

»Tut uns leid, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt«: Diese Nachricht erhielten israelische Touristen vom Hotel »Zum Hirschen« in der Ortschaft Lam

von Imanuel Marcus  04.06.2026 Aktualisiert

TV-Tipp

»Robert Lembke - Wer bin ich?« -Doku-Drama über die TV-Legende

»Robert Lembke - Wer bin ich« ist ein kluger Film über Verdrängung, Volksbildung und das Schweigen einer TV-Legende über die eigene Vergangenheit

von Jan Lehr  02.06.2026