Antisemitismus

»Ich gebe die Hoffnung nicht auf«

Die 102-jährige Margot Friedländer Foto: picture alliance/dpa

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer gibt im Kampf gegen den Antisemitismus die Hoffnung nicht auf. »Vielleicht gelingt es doch, dass man den Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, klarmacht, wie unser Leben sein sollte, dass es das Wichtigste ist, dass die Menschen einander respektieren; dass sie Mensch bleiben«, sagte die 102-jährige Friedländer der »Berliner Morgenpost«.

Die vielfach für ihr Engagement ausgezeichnete Zeitzeugin betonte, sie habe keine Angst: »Es wäre lächerlich, Angst zu haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.« Sie sehe, »dass die verantwortlichen Politiker hier in Deutschland viel dafür tun«. Darum werde sich auch ihre im Sommer 2023 gegründete Margot Friedländer Stiftung kümmern.

»Wir werden versuchen, junge Menschen zu erreichen und sie zum Menschsein zu erziehen.« Es sei wichtig, »dass Kinder von Anfang an im Sinne der Demokratie erzogen werden, dazu, einander zu respektieren«. »Wenn das gelingt, wenn wir Menschen bleiben, dann ist viel gewonnen«, sagte Friedländer der Zeitung. epd

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 20.10.2026 Aktualisiert

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Kulinarik

Koscher kochen auf höchstem Niveau

Tom Franz kreierte ein Drei-Gänge-Menü zum 20-jährigen Jubiläum der Ohel-Jakob-Synagoge

von Vivian Rosen  19.10.2026

Synagoge im sächsischen Görlitz

Görlitz

Erinnerung an das Novemberpogrom im Nationalsozialismus

Nazis und ihre Helfer zerstörten und plünderten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen. Juden wurden verfolgt, misshandelt und getötet

 19.10.2026

Lörrach

Tora als Zeichen der Hoffnung

Die Kultusgemeinde lässt eine historische gerettete Rolle restaurieren. Demnächst wird sie im Landtag vollendet

von Christine Schmitt  19.10.2026

Nachruf

Hermann »Mano« Höllenreiner ist tot

Mit neun Jahren wird er nach Auschwitz deportiert. Später wird er unermüdlicher Mahner gegen das Vergessen

 19.10.2026

Holocaust-Mahnmal

Gedenken an deportierte Jüdinnen und Juden am Gleis 17

Etwa 10.000 jüdische Menschen deportierten die Nazis vom Bahnhof Grunewald in Berlin aus in die Vernichtungslager. Beim Gedenken an die Opfer nehmen die Redner auch die Gegenwart in den Blick

 18.10.2026

Rezension

Wie wurden wir, was wir wurden?

Der Judaist Peter Schäfer erzählt in seinem Buch die Geschichte des aschkenasischen Judentums – faktengesättigt, klar gegliedert und mit einer provokanten These zu Mutterland und Diaspora

von Michael Wolffsohn  18.10.2026

München

Das Grauen sehen

Bei der Premiere eines Films über die Familie Bibas und das Hamas-Massaker vom 7. Oktober sprechen die Regisseurin und ein Psychologe über das Verbrechen und die Wirkung der Aufnahmen

von Michael Schleicher  18.10.2026