Antisemitismus

»Ich gebe die Hoffnung nicht auf«

Die 102-jährige Margot Friedländer Foto: picture alliance/dpa

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer gibt im Kampf gegen den Antisemitismus die Hoffnung nicht auf. »Vielleicht gelingt es doch, dass man den Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, klarmacht, wie unser Leben sein sollte, dass es das Wichtigste ist, dass die Menschen einander respektieren; dass sie Mensch bleiben«, sagte die 102-jährige Friedländer der »Berliner Morgenpost«.

Die vielfach für ihr Engagement ausgezeichnete Zeitzeugin betonte, sie habe keine Angst: »Es wäre lächerlich, Angst zu haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.« Sie sehe, »dass die verantwortlichen Politiker hier in Deutschland viel dafür tun«. Darum werde sich auch ihre im Sommer 2023 gegründete Margot Friedländer Stiftung kümmern.

»Wir werden versuchen, junge Menschen zu erreichen und sie zum Menschsein zu erziehen.« Es sei wichtig, »dass Kinder von Anfang an im Sinne der Demokratie erzogen werden, dazu, einander zu respektieren«. »Wenn das gelingt, wenn wir Menschen bleiben, dann ist viel gewonnen«, sagte Friedländer der Zeitung. epd

München

»Auf geht’s – an die Arbeit!«

Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen neuen Vorstand gewählt. Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin im Amt bestätigt

von Leo Grudenberg  07.07.2026

Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Neuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler und konservativer Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren

 07.07.2026

Bayern

Die jüdische Gemeinde München hat einen neuen Vorstand gewählt

Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bestätigt

 06.07.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Die Kraft der Sichtbarkeit

Rivkah Schwarzbart entwirft seit dem 7. Oktober jüdischen Schmuck und lebt in München

von Katrin Diehl  05.07.2026

Kommentar

Meine Angst

Was es heißt als Jude in Deutschland nach dem 7. Oktober zu leben. Ein Aufschrei von André Herzberg

von André Herzberg  05.07.2026

Schule

Blick nach vorn

Das Helene-Habermann-Gymnasium in München verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten – und feierte zugleich zehnjähriges Bestehen

von Ellen Presser  05.07.2026

Lesung

Sprache statt Wurzeln

Die aus dem Irak stammende Schriftstellerin Mona Yahia stellte in München ihr neues Buch über jüdisches Leben im arabischen Raum vor

von Nora Niemann  05.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026

Sport

Maccabiah Chai!

170 Athletinnen und Athleten sind in Israel beim größten jüdischen Sportevent – Wir stellen Ihnen sechs vor

von Katrin Richter, Helmut Kuhn  01.07.2026