Antisemitismus

»Ich gebe die Hoffnung nicht auf«

Die 102-jährige Margot Friedländer Foto: picture alliance/dpa

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer gibt im Kampf gegen den Antisemitismus die Hoffnung nicht auf. »Vielleicht gelingt es doch, dass man den Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, klarmacht, wie unser Leben sein sollte, dass es das Wichtigste ist, dass die Menschen einander respektieren; dass sie Mensch bleiben«, sagte die 102-jährige Friedländer der »Berliner Morgenpost«.

Die vielfach für ihr Engagement ausgezeichnete Zeitzeugin betonte, sie habe keine Angst: »Es wäre lächerlich, Angst zu haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.« Sie sehe, »dass die verantwortlichen Politiker hier in Deutschland viel dafür tun«. Darum werde sich auch ihre im Sommer 2023 gegründete Margot Friedländer Stiftung kümmern.

»Wir werden versuchen, junge Menschen zu erreichen und sie zum Menschsein zu erziehen.« Es sei wichtig, »dass Kinder von Anfang an im Sinne der Demokratie erzogen werden, dazu, einander zu respektieren«. »Wenn das gelingt, wenn wir Menschen bleiben, dann ist viel gewonnen«, sagte Friedländer der Zeitung. epd

Düsseldorf

Ein Abend voller Sorge und Hoffnung

Die Jüdische Gemeinde ehrt Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit der Josef-Neuberger-Medaille

von Stefan Laurin  04.11.2026

Tel Aviv

Wie Andrea Kiewel sich endlich traute

Andrea Kiewel überrascht sich selbst und überwindet ihre Scheu vor dem Widerspruch – wegen Halloween

von Andrea Kiewel  04.11.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 4. November bis zum 12. November

 04.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Sachsen-Anhalt

Lotto fördert Dachsanierung der Synagoge in Gröbzig

Die jüdische Gemeinde in Gröbzig entstand im 17. Jahrhundert nur wenige Kilometer entfernt von der anhaltischen Residenzstadt Köthen. Die 1796 errichtete klassizistische Synagoge wird seit 1934 als Museum genutzt

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Verantwortung

Abschied und Neuanfang

David Beck übernimmt als Nachfolger von Andreas Franck das Amt des Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz

von Luis Gruhler  02.11.2026

Feier

»Ein Zuhause«

Es war ein bewegender Moment: Nach langer Planung öffnete die bundesweit wirkende Jüdische Akademie in Frankfurt ihre Türen. Mit Prominenz, rabbinischem Segen - und eindringlichen Worten gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  02.11.2026

Eröffnungsrede

»Raum geben für Differenzierung«

Zentralratspräsident Josef Schuster skizzierte in seiner Rede zur Eröffnung der Jüdischen Akademie, welche Rolle sie in der Gesellschaft spielen soll. Wir dokumentieren die Ansprache im Wortlaut

von Josef Schuster  02.11.2026