Antisemitismus

»Ich gebe die Hoffnung nicht auf«

Die 102-jährige Margot Friedländer Foto: picture alliance/dpa

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer gibt im Kampf gegen den Antisemitismus die Hoffnung nicht auf. »Vielleicht gelingt es doch, dass man den Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, klarmacht, wie unser Leben sein sollte, dass es das Wichtigste ist, dass die Menschen einander respektieren; dass sie Mensch bleiben«, sagte die 102-jährige Friedländer der »Berliner Morgenpost«.

Die vielfach für ihr Engagement ausgezeichnete Zeitzeugin betonte, sie habe keine Angst: »Es wäre lächerlich, Angst zu haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.« Sie sehe, »dass die verantwortlichen Politiker hier in Deutschland viel dafür tun«. Darum werde sich auch ihre im Sommer 2023 gegründete Margot Friedländer Stiftung kümmern.

»Wir werden versuchen, junge Menschen zu erreichen und sie zum Menschsein zu erziehen.« Es sei wichtig, »dass Kinder von Anfang an im Sinne der Demokratie erzogen werden, dazu, einander zu respektieren«. »Wenn das gelingt, wenn wir Menschen bleiben, dann ist viel gewonnen«, sagte Friedländer der Zeitung. epd

Bremerhaven

Synagoge im Visier: Jahrelange Haft und Psychiatrie für Anschlagspläne

Ein perfider Plan, gefährliche Stoffe und eine Sprengstoffweste: Wie Ermittler zufällig auf brisante Chats stießen - und welche Konsequenzen die Vorbereitung eines Anschlags für die Angeklagten hat

 08.06.2026

Buchvorstellung

Gefährliche Ideologien

Der Journalist und Autor Nicholas Potter sprach im Gemeindezentrum über Antisemitismus in der Linken und die Bedrohung der Demokratie

von Luis Gruhler  08.06.2026

Interessenvertretung

Jüdische Lehrkräfte gründen eigenen Verband

Jüdische Perspektiven im Bildungswesen sichtbarer machen: Ein neuer Bundesverband vernetzt Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte und unterstützt sie im Umgang mit Antisemitismus

von Christoph Schmidt  08.06.2026

Kommentar

Der Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026

Porträt der Woche

Ein Erfolgsrezept

Esther Tscherniak leitet zwei Apotheken, ist Influencerin – und entschleunigt bewusst

von Lorenz Hartwig  07.06.2026

Maccabiah 2026

Deutsche Delegation steht fest

Das größte jüdische Sportevent findet vom 1. bis zum 14. Juli statt

 05.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Bildung

Zwei Orte, ein Anliegen

Yad Vashem wird eine Dependance in München und eine Außenstelle in Leipzig eröffnen. Die Freude über diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur ist groß

von Katrin Richter  04.06.2026

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026