München

Hoffnung machen

Der Dirigent Enoch zu Guttenberg (r.) in der Synagoge Ohel Jakob. Foto: Miryam Gümbel

Im Februar dieses Jahres hatte Enoch zu Guttenberg im Münchner Herkulessaal Schostakowitschs »Baby Jar« dirigiert. Grundlage des Stücks ist ein Gedicht von Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko über das Massaker in der Ukraine. Die Kritiker waren begeistert. Auch Charlotte Knobloch. Sie wollte dem Dirigenten für dieses Erlebnis danken. Am Montag vergangener Woche trafen sich die Präsidentin und der Musiker im Jüdischen Gemeindezentrum. Dabei erfuhr Charlotte Kno- bloch, dass »Baby Jar« für zu Guttenberg mehr ist als eine musikalische Herausforderung. Der Widerstand während des Naziregimes ist Teil seiner Familiengeschichte.

Beim Mittagessen entdeckten die beiden weitere Gemeinsamkeiten: Die Liebe zur Natur. Zu seinem Einsatz für die Umwelt meinte der Dirigent: »Eigentlich sollte es nicht Umweltschutz heißen, sondern Menschenschutz.« Denn die Menschen brauchen eine intakte Natur. Dafür engagiert er sich und will »Hoffnung machen auf Hoffnung«, wie er es beim Besuch der Synagoge Ohel Jakob formulierte.

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