München

Hoffnung machen

Der Dirigent Enoch zu Guttenberg (r.) in der Synagoge Ohel Jakob. Foto: Miryam Gümbel

Im Februar dieses Jahres hatte Enoch zu Guttenberg im Münchner Herkulessaal Schostakowitschs »Baby Jar« dirigiert. Grundlage des Stücks ist ein Gedicht von Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko über das Massaker in der Ukraine. Die Kritiker waren begeistert. Auch Charlotte Knobloch. Sie wollte dem Dirigenten für dieses Erlebnis danken. Am Montag vergangener Woche trafen sich die Präsidentin und der Musiker im Jüdischen Gemeindezentrum. Dabei erfuhr Charlotte Kno- bloch, dass »Baby Jar« für zu Guttenberg mehr ist als eine musikalische Herausforderung. Der Widerstand während des Naziregimes ist Teil seiner Familiengeschichte.

Beim Mittagessen entdeckten die beiden weitere Gemeinsamkeiten: Die Liebe zur Natur. Zu seinem Einsatz für die Umwelt meinte der Dirigent: »Eigentlich sollte es nicht Umweltschutz heißen, sondern Menschenschutz.« Denn die Menschen brauchen eine intakte Natur. Dafür engagiert er sich und will »Hoffnung machen auf Hoffnung«, wie er es beim Besuch der Synagoge Ohel Jakob formulierte.

Neujahr

Mit Tatkraft und Ausdauer

Gerade in diesen Zeiten müssen wir als jüdische Gemeinschaft die Werte der Demokratie verteidigen. Denn auch wir tragen Verantwortung – mehr denn je

von Charlotte Knobloch  11.09.2026

Berlin

Bundespräsident Steinmeier: Müssen alles daran setzen, Antisemitismus zu bekämpfen

»Es ist beschämend und darf uns niemals ruhen lassen, wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland Anfeindungen auf der Straße oder in Universitäten ausgesetzt sind« schreibt Frank-Walter Steinmeier

 11.09.2026

Imkerei

»Bienen muss man respektieren«

Wie bei vielen Juden steht bei den Gempels zu Rosch Haschana Honig auf dem Tisch. Doch bei ihnen kommt er aus dem eigenen Garten. Ein Ausflug nach Leipzig

von Mascha Malburg  11.09.2026

Festival

Geliebte, Gesang und Gender

Ein Blick auf das fulminante Programm der 39. Jüdischen Kulturtage Berlin mit mehr als 40 Veranstaltungen

von Helmut Kuhn  11.09.2026

Dresden

Zurück am Hasenberg

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit feiert die jüdische Gemeinde ihre Rückkehr in Synagoge und Gemeindezentrum

 11.09.2026

Mode

»Die Kippa gehört zum Outfit«

Jonathan Hirsch über edle Stoffe zu den Feiertagen, stilistische Entgleisungen und die jüdische Kopfbedeckung als Accessoire

von Mascha Malburg  10.09.2026

Pro & Contra

Sollen jüdische Kinder nur noch auf jüdische Schulen?

Zwei Meinungen zur Debatte

von Noga Hartmann, Marina Chernivsky  10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026

Rosch Haschana

Mehr Zeit, mehr Frieden, mehr Miteinander

Was wünschen sich Jüdinnen und Juden fürs neue Jahr? Wir haben uns umgehört

von Katrin Richter, Christine Schmitt  10.09.2026