50 Jahre Makkabi

Höher, schneller, weiter

Es war ein perfektes Jahr für Makkabi Frankfurt. Eines, das bei Präsident Alon Meyer »pure Gänsehaut am ganzen Körper« verursachte. Konnte der jüdische Sportverein doch nicht nur seine Mitgliederzahl auf über 1300 Aktive in mehr als 25 Abteilungen steigern und zahlreiche Erfolge verbuchen. Auch zeigten nicht zuletzt die European Maccabi Games im Sommer in Berlin, dass es »ein neues deutsch-jüdisches Selbstverständnis« gebe, das sich in dem größten Ortsverein mit seinem Miteinander unterschiedlicher Nationen und Kulturen widerspiegelt.

Dennoch wollte sich der umtriebige Chef bei der Gala zum 50-jährigen Bestehen von Makkabi Frankfurt im Marriott-Hotel nicht lange mit Rückblicken aufhalten. Feiern war angesagt an diesem siebten Abend von Chanukka, und auch aus der Stadt- und der regionalen Sportpolitik hatten sich dazu Vertreter unter die 600 Gäste gemischt.

Ausbau So machten unter anderem der Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker und Sportdezernent Markus Frank den Makkabäern Hoffnung, dass sich in den nächsten zwei bis drei Jahren ihr Traum von einer eigenen sportlichen Heimstätte erfüllen wird. Im Stadtteil Dornbusch soll für die Fußball-Abteilung ein Rasenplatz und für die Allgemeinheit ein Vereinsheim entstehen. »Wir wollen ein Haus bauen, weil wir bleiben«, erklärte Meyer.

Doch Meyers Pläne gehen noch weiter. Gerne würde er, der auch bei Makkabi Deutschland auf dem Präsidentenstuhl sitzt, die Zentrale des Bundesverbandes von Köln an den Main holen. »Frankfurt ist die Sportstadt schlechthin«, erklärt Meyer mit Blick auf die zahlreichen Sportorganisationen, die am Main ihren Sitz haben, darunter der Deutsche Fußball-Bund und der Deutsche Olympische Sportbund.

In diese Sportlandschaft eingebettet zu sein, das würde den Makkabäern gefallen. Doch auch, wenn die ersten Weichen dafür gestellt sind, ist das Ganze noch Zukunftsmusik. An diesem Gala-Abend, der bis in die Morgenstunden dauern sollte, wurde bei Tanz und bester Laune erst einmal all das gefeiert, was Makkabi Frankfurt in den 50 Jahren seines Bestehens erreicht hat. Und das kann sich sehen lassen.

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

von Katrin Richter  24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  25.09.2026 Aktualisiert