Integrationspreis

Hessen zeichnet jüdische Dialog-Projekte aus

Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Hessische Integrationspreis 2019 ist am Dienstagabend an mehrere interreligiöse Initiativen verliehen worden. Foto: Thinkstock

Der mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Hessische Integrationspreis 2019 ist am Dienstagabend an mehrere interreligiöse Initiativen verliehen worden. Die ausgewählten Projekte zeigten, »in welchem außergewöhnlichem Maße sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für den interreligiösen Dialog engagieren«, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) bei dem Festakt im Wiesbadener Schloss Biebrich. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse könne man den Dialog der Religionen und die Menschen, die ihn führen, »nicht hoch genug wertschätzen«.

Der erste Platz ging an das vom Deutschen Roten Kreuz in Offenbach ins Leben gerufene Theaterprojekt »Meschugge - Der Hass, der uns spaltet, geht uns alle etwas an«. Das Projekt thematisiere den Umgang mit antisemitischen Haltungen bei Jugendlichen an Schulen. Das interaktive Theaterstück soll künftig auf Theaterbühnen, in Schulen und Jugendzentren aufgeführt werden.

Fünf interreligiöse Foren wurden laut Ministerium gemeinsam mit dem zweiten Platz geehrt, darunter das »Forum der Religionsgemeinschaften Dreieich«, bei dem sich 13 Glaubensgemeinschaften austauschen und das städtische Integrationsbüro die Federführung hat.

Ausgezeichnet wurden zudem der »Rat der Religionen im Kreis Gießen«, der »Rat der Religionen Frankfurt«, der »Runde Tisch der Religionen in Fulda« und der »Runde Tisch der Religionen Kassel«.

Mit einem dritten Platz wurde ein Dialogprojekt der Jüdischen und der islamischen Gemeinde in Marburg ausgezeichnet, das seit 20 Jahren besteht. Der Austausch habe hier mit persönlichen, gegenseitigen Besuchen zu Feiertagen begonnen und umfasse inzwischen weitere Gemeindeaktivitäten.

Ein dritter Platz geht auch an das Frankfurter Projekt »Ich bin eine Muslima - Haben Sie Fragen?«. Die muslimische Frauengruppe »Lajana Imaillah Deutschland« gehe bewusst auf die Straße, um mit Klischees aufzuräumen und aufzuklären. Seit Juni 2018 waren die Frauen demnach in 60 deutschen Städten unterwegs und sprachen allein in Hessen mit rund 4000 Bürgern.  kna

Fotografie

Nordisch by Nature

Kay Michalak hat Jüdinnen und Juden aus norddeutschen Gemeinden porträtiert

 21.10.2026

Frankfurt

Auf dem Schuk

Der neue Laden will mehr sein als ein koscherer Supermarkt: ein Ort zum Einkaufen, Plaudern und Ankommen – für die jüdische Gemeinde und das ganze Viertel

von Mascha Malburg  21.10.2026

Programm

BALAGAN, KUKURÍKU und Jazzy Diaspora: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 22. Oktober bis zum 28. Oktober

 21.10.2026

Engagement

Einsatz für jüdisches Leben und Verständigung: Grigory Rabinovich mit Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt

 21.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 21.10.2026 Aktualisiert

Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar

 20.10.2026

Kulinarik

Koscher kochen auf höchstem Niveau

Tom Franz kreierte ein Drei-Gänge-Menü zum 20-jährigen Jubiläum der Ohel-Jakob-Synagoge

von Vivian Rosen  19.10.2026

Synagoge im sächsischen Görlitz

Görlitz

Erinnerung an das Novemberpogrom im Nationalsozialismus

Nazis und ihre Helfer zerstörten und plünderten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen. Juden wurden verfolgt, misshandelt und getötet

 19.10.2026

Lörrach

Tora als Zeichen der Hoffnung

Die Kultusgemeinde lässt eine historische gerettete Rolle restaurieren. Demnächst wird sie im Landtag vollendet

von Christine Schmitt  19.10.2026