Hannover

Halev Stuttgart gewinnt die Jewrovision!

Der Sieger steht fest: Halev Stuttgart hat die Jewrovision in Hannover gewonnen! Mit 112 Punkten holte das Jugendzentrum den begehrten Pokal.

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Der Auftritt der Stuttgarter überzeugte die Jury und das Publikum: Zu den Geigen des Klassikers »Shut up« der Black Eyed Peas rappten die Stuttgarter beim Siegerauftritt inzwischen schon etwas heiser: »Du und ich, wir sind gleich, ob arm, ob weiß, ob Moslem, ob Jude, ob schwarz, ob weiß ... am Ende bleibt eines klar: Wir sind Menschen.« Auch das Video aus Stuttgart hatte eine starke Message der Freundschaft zwischen Juden und Muslimen in angespannten Zeiten.

Bewertet wurden die Showacts von einer Jury, in der unter anderem der Sänger Mike Singer sowie Mateo von Culcha Candela, die Sängerin Kim Gloss, die Schauspielerin Susan Sideropolous, die Radiomoderatorin Masha von Jam FM und der Musikproduzent Ilan Schulz sowie Zentralratsgeschäftsführer Daniel Botmann und der Jugendreferent der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden, Nachumi Rosenblatt, vertreten waren.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärte zum Abschluss der Jewrovision 2024: »Bei der Jewro fließen Tränen, es wird zusammen gebetet, gegessen und gestritten, getanzt und noch vieles mehr. Es ist wie eine Art Familientreffen. Alle Teilnehmer haben außergewöhnliches geleistet und gehen mit einem erhabenen Gefühl nach Hause. Mein besonderer Glückwunsch geht an das Gewinnerteam Halev Stuttgart.«

Auf dem zweiten Platz landete We.Zair Westphalia mit 97 Punkten, knapp gefolgt von Jujuba Baden mit 93 Punkten.

Zunächst wurden allerdings die Special Prices vergeben:

Den Preis für den besten Text gewannen Emet Nürnberg & Am Echad Bayern.

Der Preis für den besten Gesang und der für die beste Performance gingen an Jujuba Baden.

Für das beste Bühnenbild wurde Amichai Frankfurt ausgezeichnet.

Und den Preis für das beste Video gewann Halev Stuttgart.

Gastgeber Atid Chai aus Hannover wurde besonders laut bejubelt.

Nur eine knappe Stunde hatte die Jury Zeit, um sich zurückzuziehen und ihre Entscheidung zu treffen. Währenddessen hüpfte Stéphane Legar als Special Act über die Bühne. Für viele war der Auftritt das Highlight, schließlich ist Legar ein Weltstar.

Der togolesische Junge aus Bat Yam ist derzeit wohl der erfolgreichste Rapper Israels, spielt Festivals auf der ganzen Welt und ist extra für die Jewrovision eingeflogen.

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Vor dem Superstar hatten in der zweiten Hälfte der großen Show noch sechs Jugendzentren ihren großen Auftritt: Emuna Dortmund, Amichai Frankfurt, JuJuBa Baden, Halev Stuttgart, Olam Berlin und schließlich die Gastgeber Atid Chai aus Hannover, die besonders laut bejubelt wurden, denn für Freunde, Verwandte und Gemeindemitglieder war es nicht weit, und sie sind zahlreich gekommen.

Ums Gewinnen geht es bei der Jewrovision nur nebenbei.

Jedes Juze hatte sich etwas Besonderes ausgedacht, um die Jury zu überzeugen: Da sprang eine Sängerin aus einem Riesensmartphone, Kinder erzählten rührend, was sie zum Strahlen bringt, oder es wurde A cappella geträllert. Am Ende aber konnte es nur einen Gewinner geben.

Sind die anderen sehr enttäuscht, dass sie nicht gewonnen haben? Drei Jungs sitzen draußen auf einer Bank und schlürfen lange Nudeln. »Nö«, sagen sie und grinsen. Schaut man in ihre verschwitzten, vom Adrenalin noch glühenden Gesichter, auf denen die Schminke langsam verläuft, weiß man, dass sie das auch genauso meinen. Denn ums Gewinnen geht es bei der Jewrovision sowieso nur nebenbei!

Ausführliche Berichte und Bilderstrecken zur Jewrovision 2024 finden Sie in unserer nächsten Printausgabe oder im ePaper.

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