Charity

Gemeinsam ist alles möglich

Das WIZO-Berlin Team Foto: Stephan Pramme

Kinder sind unsere Zukunft, Zeichen setzen für mehr Menschlichkeit: Es sind Inhalte wie diese, mit denen die jüdische Wohltätigkeitsorganisation WIZO ihre treuen Unterstützer seit Jahren überzeugt – und stetig neue hinzugewinnt.

So waren unter den Gästen bei der diesjährigen WIZO-Spendengala am Samstagabend im Berliner Hotel de Rome neben langjährigen Wegbegleitern auch auffällig viele neue Gesichter zu sehen, darunter der Berliner Justizsenator Thomas Heilmann und der neue israelische Gesandte Avi Nir-Feldklein. Aber auch viele Erstsponsoren nutzten die Gelegenheit zum Gala-Dinner für den guten Zweck unter dem Motto »One Night for Children«, um die WIZO-Frauen und ihre Arbeit persönlich kennenzulernen.

Team Diesen frischen Wind – bei gewohnter Kontinuität – verdankt WIZO Berlin auch seinem neuen Vorstand Alexandra Cukierman, Revital Czarny, Shoshana Feingold-Studnik, Sylvia Hagen, Angelika Hessing und Nicole Schauder-Shani. Die sechs Frauen leiten seit Januar gemeinsam das WIZO-Büro Berlin. Die diesjährige WIZO-Spendengala haben sie erstmals im neuen Team organisiert.

Diana Schnabel begrüßt den Generationenwechsel. »Die Zeit der Schwiegertöchter ist gekommen«, sagte die Präsidentin der WIZO Deutschland mit einem Augenzwinkern. Dass die Berliner WIZO-Frauen sich von Anfang an als gleichberechtigtes Team präsentierten, findet die WIZO-Präsidentin toll. »Das ist ganz im Sinne von WIZO: Ein Unterstützer allein ist ein Tropfen auf den heißen Stein, doch gemeinsam können wir viel bewirken.«

Israel Das sahen die Gäste an diesem Abend genauso. Im Mittelpunkt standen dabei zweifellos die Kinder in Israel, ganz gleich welcher Herkunft oder Religion. Zudem war auch die unruhige Lage der vergangenen Monate in Israel Thema, ebenso die erschreckenden Ausbrüche von Judenhass in Deutschland und Europa.

»Mit Ihrer Anwesenheit setzen Sie heute Abend ein Zeichen, mit Israel, für eine friedliche Koexistenz von Juden, Christen und Muslimen, aber auch mit WIZO und Juden in Deutschland«, sagte Diana Schnabel in ihrer bewegenden Rede, die mit viel Beifall aufgenommen wurde. So bekannte sich Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) im Namen des Berliner Senats klar zu Solidarität mit Israel und forderte die Gäste mit viel Charme auf, großzügig zu spenden.

Tombola Das musste der Senator nicht zweimal sagen. Zwischen Hauptgang und Gala-Show mit eigens komponierter WIZO-Hymne, israelischen Live-Hits und Lounge-Musik wurden jede Menge Preise verlost, Gutscheine versteigert und insgesamt 220 Patenschaften für israelische Kinder übernommen.
»Damit bekommen 220 Kinder eine Chance auf Erziehung, Bildung, Förderung und somit Zukunft«, freut sich das WIZO-Team. Vielversprechender könnte der Gala-Start des neuen WIZO-Teams nicht sein.

Lesen Sie mehr in der kommenden Print-Ausgabe.

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  20.09.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Damit die Namen bleiben

Jorge Steffen ist Germanist und engagiert sich für den Erhalt von Grabsteinen

von Gerhard Haase-Hindenberg  20.09.2026

Sachsen-Anhalt

Halle: Gemeindevorsitzender hat keine Angst vor AfD-Regierung

Max Privorozki kritisiert in einem aktuellen Interview das Geschichtsbild der AfD in Sachsen-Anhalt. Er wolle jedoch abwarten, »was die Partei tatsächlich umsetzen würde«

 20.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026