Initiative

Nürnberger Gemeinde will jüdisches Leben sichtbarer machen

Mitzvah Day in Nürnberg (Archiv) Foto: Mitzvah Day

Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN), Jo-Achim Hamburger, hat einen zentralen Ort für die Präsentation der jüdischen Geschichte der mittelfränkischen Großstadt angeregt.

Den Vorschlag formulierte er beim Gedenken an die »Reichspogromnacht« im November. Hamburger sprach von einem »Ort der Aufklärung und des Nachdenkens«.

Der Ort soll bedeutende jüdische Nürnberger würdigen, aber auch über das heutige jüdische Leben informieren.

Im Gespräch mit den »Nürnberger Nachrichten« hat der IKGN-Vorsitzende seine Idee jüngst präzisiert. Ihm schwebe ein zentraler Begegnungsort vor, um Antisemitismus entgegenzuwirken sowie Hass und Vorurteile zu bekämpfen.

KONTINUITÄT Der Ort solle unter anderem bedeutende jüdische Nürnberger und ihre Leistungen würdigen, aber auch über das heutige jüdische Leben informieren. Man wolle die Kontinuität des jüdischen Lebens trotz aller Pogrome, Verfolgungen und Vernichtungen zeigen, so Hamburger.

Er brachte das Gebäude einer ehemaligen jüdischen Schule als Ort für die Erinnerungs- und Begegnungsstätte ins Gespräch. Über die potentielle Finanzierung des von ihm angeregten Projekts äußerte sich Hamburger zuversichtlich. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) gab sich diesbezüglich dem Medienbericht zufolge zwar reserviert, betonte aber zugleich, dass eine zentrale Einrichtung möglich sei. ja

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Bildung

Zwei Orte, ein Anliegen

Yad Vashem wird eine Dependance in München und eine Außenstelle in Leipzig eröffnen. Die Freude über diesen wichtigen Beitrag zur Erinnerungs- und Gedenkkultur ist groß

von Katrin Richter  04.06.2026

Diplomatie

Lebendiges Netzwerk

30.000 Euro für die deutsch-israelische Zusammenarbeit: Botschafter Ron Prosor zeichnet vier wegweisende Initiativen aus

 03.06.2026

Nachruf

Kein Tag ohne Linie

Pavel Feinstein porträtierte Tiere, Freunde und immer wieder sich selbst. Nun ist der Maler überraschend gestorben

von Eugen El  03.06.2026

Archäologie

Forschungsgrabung zu Erfurts jüdischem Erbe beginnt im August

Bei einer archäologischen Grabung in Erfurt suchen Fachleute ab August nach Spuren des mutmaßlichen Tanzhauses der zweiten mittelalterlichen jüdischen Gemeinde. Die Archäologen hoffen auf Hinweise zur Entstehungszeit und zu späteren Umbauten

von Matthias Thüsing  03.06.2026

Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Leipziger Fotoausstellung zu jüdischem Leben

Die Ausstellung »Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann« stellt u.a. die Familie des Fotografen vor

 03.06.2026

Judenhass

Bayerisches Hotel verschickt antisemitische Nachricht an Israeli

»Tut uns leid, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt«: Diese Nachricht erhielten israelische Touristen vom Hotel »Zum Hirschen« in der Ortschaft Lam

von Imanuel Marcus  04.06.2026 Aktualisiert

TV-Tipp

»Robert Lembke - Wer bin ich?« -Doku-Drama über die TV-Legende

»Robert Lembke - Wer bin ich« ist ein kluger Film über Verdrängung, Volksbildung und das Schweigen einer TV-Legende über die eigene Vergangenheit

von Jan Lehr  02.06.2026

Programm

Klang, Gang und Streisand: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 3. Juni bis zum 10. Juni

 02.06.2026