Initiative

Nürnberger Gemeinde will jüdisches Leben sichtbarer machen

Mitzvah Day in Nürnberg (Archiv) Foto: Mitzvah Day

Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN), Jo-Achim Hamburger, hat einen zentralen Ort für die Präsentation der jüdischen Geschichte der mittelfränkischen Großstadt angeregt.

Den Vorschlag formulierte er beim Gedenken an die »Reichspogromnacht« im November. Hamburger sprach von einem »Ort der Aufklärung und des Nachdenkens«.

Der Ort soll bedeutende jüdische Nürnberger würdigen, aber auch über das heutige jüdische Leben informieren.

Im Gespräch mit den »Nürnberger Nachrichten« hat der IKGN-Vorsitzende seine Idee jüngst präzisiert. Ihm schwebe ein zentraler Begegnungsort vor, um Antisemitismus entgegenzuwirken sowie Hass und Vorurteile zu bekämpfen.

KONTINUITÄT Der Ort solle unter anderem bedeutende jüdische Nürnberger und ihre Leistungen würdigen, aber auch über das heutige jüdische Leben informieren. Man wolle die Kontinuität des jüdischen Lebens trotz aller Pogrome, Verfolgungen und Vernichtungen zeigen, so Hamburger.

Er brachte das Gebäude einer ehemaligen jüdischen Schule als Ort für die Erinnerungs- und Begegnungsstätte ins Gespräch. Über die potentielle Finanzierung des von ihm angeregten Projekts äußerte sich Hamburger zuversichtlich. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) gab sich diesbezüglich dem Medienbericht zufolge zwar reserviert, betonte aber zugleich, dass eine zentrale Einrichtung möglich sei. ja

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026

Jewrovision

Aller guten Moderatoren sind drei

Jung, dynamisch und schlagfertig: Ein Trio wird im Mai durch die Show führen

von Christine Schmitt  06.04.2026

Neukölln

Rechts und links der Sonnenallee

Ein Stadtspaziergang führt auf jüdischen Spuren durch den ehemaligen Arbeiterbezirk

von Pascal Beck  05.04.2026