Initiative

Nürnberger Gemeinde will jüdisches Leben sichtbarer machen

Mitzvah Day in Nürnberg (Archiv) Foto: Mitzvah Day

Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN), Jo-Achim Hamburger, hat einen zentralen Ort für die Präsentation der jüdischen Geschichte der mittelfränkischen Großstadt angeregt.

Den Vorschlag formulierte er beim Gedenken an die »Reichspogromnacht« im November. Hamburger sprach von einem »Ort der Aufklärung und des Nachdenkens«.

Der Ort soll bedeutende jüdische Nürnberger würdigen, aber auch über das heutige jüdische Leben informieren.

Im Gespräch mit den »Nürnberger Nachrichten« hat der IKGN-Vorsitzende seine Idee jüngst präzisiert. Ihm schwebe ein zentraler Begegnungsort vor, um Antisemitismus entgegenzuwirken sowie Hass und Vorurteile zu bekämpfen.

KONTINUITÄT Der Ort solle unter anderem bedeutende jüdische Nürnberger und ihre Leistungen würdigen, aber auch über das heutige jüdische Leben informieren. Man wolle die Kontinuität des jüdischen Lebens trotz aller Pogrome, Verfolgungen und Vernichtungen zeigen, so Hamburger.

Er brachte das Gebäude einer ehemaligen jüdischen Schule als Ort für die Erinnerungs- und Begegnungsstätte ins Gespräch. Über die potentielle Finanzierung des von ihm angeregten Projekts äußerte sich Hamburger zuversichtlich. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) gab sich diesbezüglich dem Medienbericht zufolge zwar reserviert, betonte aber zugleich, dass eine zentrale Einrichtung möglich sei. ja

WIZO

Venedig am Neckar

Purim, Frauentag und gutes tun: der erste Maskenball in Stuttgart

von Brigitte Jähningen, Helmut Kuhn  02.03.2026

Zwiespalt

Purim-Fest in Deutschland unter dem Eindruck des Iran-Krieges

Feiern oder nicht? Purim ist ein fröhliches und ausgelassenes Fest. Gemeinden in Deutschland gehen mit Blick auf Nahost damit unterschiedlich um - zuweilen werden auch Feiern abgesagt

von Leticia Witte  02.03.2026

Verhandlung

Berufungsprozess nach antisemitischem Angriff

In Berlin beginnt am Donnerstag die Berufungsverhandlung nach dem antisemitischen Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira

 02.03.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein nimmt gestrandete Israelis auf

Nach dem Ausbruch des Iran-Krieges wussten sie nicht mehr, wie sie zurück nach Israel kommen sollten - Flüge wurden gestrichen. Nun beherbergen Kölner Karnevalisten fünf Israelis. Erst einmal auf unabsehbare Zeit

 02.03.2026

Jugendkongress 2026

Sollten Juden heute für Deutschland kämpfen?

Lange galt die Frage nach einer Wehrpflicht als abgehakt. Doch seit der Reform des Wehrdienstgesetzes wird sie auch unter jungen Jüdinnen und Juden wieder kontrovers diskutiert – so auch an diesem Wochenende beim Jugendkongress

von Mascha Malburg  02.03.2026

Jugendkongress 2026

»Wir wurden hier aufgefangen«

Ronja Nayeri war als Sprecherin des iranischen Jugendverbandes »Ayande« auf dem Jüdischen Jugendkongress, als Israel den Iran angriff. Ein Gespräch über ein Wochenende zwischen Sorgen, Freude und Solidarität

von Mascha Malburg  02.03.2026

Porträt der Woche

»Es ist schön, jüdisch zu sein«

Julia Markhovski wuchs zweisprachig auf und fand ihre Identität

von Eugen El  01.03.2026

Interview

»Der Kopf der Schlange wurde abgeschlagen«

Der gebürtige Iraner Armin Levy über den Tod Chameneis, Kritik aus Deutschland an dem Angriff der USA und Israel und einen persönlichen Wunsch

von Katrin Richter  01.03.2026

Deutschland

Höhere Sicherheitsmaßnahmen nach Angriff auf Iran

Hessen verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen. Laut Innenministerium betrifft dies besonders jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen

 28.02.2026