Gedenken

Gedenken am Jahrestag der Deportation der Stuttgarter Juden

Foto: dpa

Stuttgart hat der Juden gedacht, die die Nationalsozialisten am 26. April 1942 in Konzentrationslager deportiert und umgebracht hatten. Mehr als 400 Jüdinnen und Juden sind damals aus Stuttgart in das Transitghetto Izbica und von dort weiter in Vernichtungslager verschleppt worden, sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July in einer Gedenkstunde im Stuttgarter Hospitalhof am Sonntagabend.

Auch Christen und Kirche hatten damals Schuld auf sich geladen. »Es ist bitter, dass es bis heute Antisemitismus in unserem Land gibt. Ein Tag der Erinnerung wie heute erweist die Schamlosigkeit derer, die von ihrem Hass nicht ablassen.«

Barbara Traub von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg sagte, es sei wichtig der Opfer zu gedenken und sie in der Erinnerung lebendig zu halten. Die Gedenkstunde war Teil einer Stuttgarter Veranstaltungsreihe zu 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Traub sagte, es gelte im Jubiläumsjahr nicht nur der freudvollen Entwicklungen zu gedenken, sondern auch der Brüche. »Der schwerste Bruch wurde durch die Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung vollzogen.« kna/ja

Deutschland

Holocaust-Überlebende: Regierung der Linkspartei in Berlin wäre eine Katastrophe

»Hier muss die Politik gründlich aufpassen, dass das nicht passiert«, sagt Charlotte Knobloch bei »Maischberger«

 01.10.2026

Wahl

»Der Schock sitzt tief«

Jüdinnen und Juden blicken mit großer Skepsis auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Linken. Sie fordern klare Zusagen zum Kampf gegen Antisemitismus

von Christine Schmitt  30.09.2026

Rathaus Neukölln

Berlin

Hillel zieht seine Chanukkia aus dem Rathaus Neukölln ab

Der jüdische Bildungsverein will seine Chanukka-Feier künftig an einem »neutralen Ort« abhalten. Für den scheidenden Bürgermeister Martin Hikel ist die Entscheidung ein Schock

 30.09.2026 Aktualisiert

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober

 30.09.2026

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Archäologie

Hoffnung auf Latrinen - Grabung legt mittelalterliche Keller frei

Die Funde auf dem Areal der zweiten Jüdischen Gemeinde informieren über das Leben im mittelalterliche Erfurt. Zugleich geben sie Einblicke in die Stadtplanung des 13. Jahrhunderts

von Matthias Thüsing  28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Architektur

Von Brandenburg nach Haifa

In Finow wird ein historisches Kupfer-Haus restauriert. Einst von Walter Gropius modernisiert, zogen die mobilen, industriell gefertigten Bauten mit ihren Eigentümern bis nach Palästina

von Mark Feldon  27.09.2026

Literatur

Wenn Fiktion zur Geschichtsschreibung wird

Der israelische Bestsellerautor Dror Mishani stellte im Gespräch mit Richard C. Schneider seinen neuen Roman »Nicht« vor

von Nora Niemann  27.09.2026