Düsseldorf

Fun Run mit Hindernissen

Sonntag, kurz nach 12 Uhr, strahlender Sonnenschein. Stunden, Tage mit Wettkämpfen und Turnieren liegen hinter den Makkabäern, Abende mit Feiern. Jetzt gilt es nochmals, Kräfte zu mobilisieren und vor allem Spaß am Ausprobieren mitzubringen. Eine bunte Truppe, Jung und Alt, versammelt sich am Startpunkt für den »321 Makkabi Run«. Ein lockerer Abschluss vor der offiziellen Siegerehrung.

Der Name erinnert an das Jahr 321 – eine Jahreszahl wie ein Countdown. Das Jubiläumsjahr für jüdisches Leben in Deutschland, das derzeit in Erinnerung an die erste urkundliche Nennung einer jüdischen Gemeinde in Deutschland begangen wird, brachte die Makkabäer auf die Idee, die Deutschland Games mit einem »321 Makkabi Run« zu beenden. Der Verein »321 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.« machte diesen ersten Makkabi-Hindernislauf durch seine finanzielle Unterstützung möglich.

Teamwork Ob Fußballer oder Fechterin, ob Trainer oder Teammitglied, wer Lust hat, macht mit. Erst der Countdown, dann ertönt das Schofar, und los geht es. Das erste Hindernis wartet kurz hinter der Startlinie und fordert ersten Durchhaltewillen. Das Langhangeln an quergelegten Leitersprossen zieht die Kraft aus den Armen. Doch ist das erste Hindernis bewältigt, ist der Ehrgeiz für die übrigen elf angestachelt. Die Hindernisse aus Holz sind entlang einer Laufstrecke auf dem und rund um das Sportparkgelände Niederheid, auf dem die viertägigen Deutschland Games stattfanden, aufwendig montiert und aufgestellt worden.

Im blau-weißen Matrosendress, mit angeklebten Schläfenlocken und viel guter Laune geht die Makkabi-Segeltruppe an den Start. Während andere sich vor dem Lauf sportlich korrekt warm machen, posieren die zwölf auffälligsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fun Run für lustige Fotos und stimmen sich mit Musik ein. Immer mit dabei, stets im Mittelpunkt: ihr Segelboot. Auch das muss mit auf den Hindernislauf als Teil des Teams. Und als Hingucker.

Holzwände, Steigungen, Autoreifen, Wippe: kein Problem für die Läufer.


Auf dem Obstacle Run, wie Hindernisläufe auch genannt werden, galt es über Holzwände zu klettern, steile Steigungen zu erklimmen, eine Wippe entlang zu balancieren und über Reifen zu springen. »Manche Hindernisse waren nicht ohne«, resümiert Alex, Leiter der Triathlon-Abteilung von Makkabi Deutschland, der als einer der Ersten nach einer knappen halben Stunde durchs Ziel kam.

Zwischendurch konnte man immer wieder Tempo machen beim Laufen zwischen den Hindernissen oder den Spaß in den Vordergrund stellen. So absolvierten manche den Hindernislauf barfuß und stellten zum Abschluss der Deutschland Games gemäß dem Motto den Spaß vor sportlichen Ehrgeiz. Der wurde beim letzten Hindernis getoppt – nachdem eine letzte steile Holzwand hochgekraxelt wurde, ging es per breiter Rutsche direkt in ein Wasserbecken zur Abkühlung.

Matrosen Wasser ist – erst recht für die Makkabi-Matrosen – kein Hindernis. Sie brachten ihr Boot wieder gut ins Ziel. Die eine oder andere Barriere hatte das Segelboot zwar umschifft, aber Michael Rubin, der vor zwei Jahren die Segelabteilung gründete und heute leitet, freute sich, dass »wir neben dem Spaß an der Teilnahme auch ein wenig Reklame für unsere Sportart machen konnten«. Am Ende gab es für alle Teilnehmenden ein Finisher-T-Shirt in knalligem Orange als Erinnerung an den »1st MAKKABI Obstacle Run« – so war es auf den Rücken aufgedruckt.

Nach dem Lauf war vor der Siegerehrung – und dazwischen sorgte Ben Salomo aus Berlin für Stimmung. Der Rapper und Songwriter performte auf der Freiluftbühne und steuerte mit seinen politischen Liedern ein weiteres Highlight zu den Makkabi Deutschland Games 2021 bei. Mit Vorfreude auf die im nächsten Jahr geplante Maccabiah in Israel endete die Großveranstaltung in Düsseldorf.

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