Oranienburg

Förderung für Jüdische Gemeinde Oberhavel

Stadtansicht von Oranienburg mit Blick auf das Schloss Foto: imago images/imagebroker

Für die Sanierung des Synagogen- und Gemeindezentrums der jüdischen Gemeinde in Oranienburg stellt das Land Brandenburg weitere Mittel zur Verfügung. Ein Förderbescheid über rund 430.700 Euro wurde am Donnerstag von Kulturministerin Manja Schüle (SPD) an die Gemeinde »Wiedergeburt« übergeben. Im vergangenen Jahr seien 300.000 Euro für die Arbeiten bereitgestellt worden, teilte das Ministerium in Potsdam mit.

Nach den Synagogeneinweihungen in Cottbus und an der Universität Potsdam sowie der Grundsteinlegung für die neue Potsdamer Synagoge entstehe nun ein weiterer Ort lebendiger jüdischer Kultur in Brandenburg, erklärte Schüle: »Jüdisches Leben gehört in unsere Mitte und hat deshalb auch einen Platz in unserer Mitte.« Die Sanierung des Gebäudes sei ein »wichtiger Schritt für ein eigenes und sicheres Zuhause der jüdischen Gemeinschaft« in der Region.

bereicherung Die Gemeindevorsitzende Elena Miropolskaja betonte, Voraussetzung für die Entfaltung jüdischen Lebens sei die aktive Bekämpfung von Antisemitismus ebenso wie die Förderung jüdischer Kultur. Das lebendige Wachsen jüdischen Lebens in Deutschland nach dem Holocaust sei für die gesamte Gesellschaft eine große Bereicherung und ein Zeichen des Vertrauens. Das neue Gemeindehaus werde ein sichtbarer Ort jüdischen Lebens im Herzen Oranienburgs.

Die Jüdische Gemeinde Oberhavel in Oranienburg hat die Liegenschaft den Angaben zufolge Ende 2020 vom Land gekauft. Aufgrund des herausgehobenen öffentlichen Interesses sei ein verbilligter Preis vereinbart worden, hieß es. Das Gebäude war zudem stark sanierungsbedürftig. epd

Dresden

Workshops für Polizisten

Der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden und das Sächsische Innenministerium unterzeichneten einen Kooperationsvertrag

von Helmut Kuhn  17.02.2026

Thüringen

Landesgemeinde dringt auf Ehrung von Klaus Trostorff

Klaus Trostorff war Buchenwald-Häftling und leitete später die Mahn- und Gedenkstätte der DDR. Die Jüdische Landesgemeinde will ihm in Erfurt eine Straße widmen

 17.02.2026

Hamburg

Altona war schon immer toleranter

Ein Projektraum im Regionalmuseum zeigt 400 Jahre jüdische Geschichte der gesamten Hansestadt

von Heike Linde-Lembke  16.02.2026

München

Brauchtum zu Besuch

Der Tanz der Schäffler im Hof der Sinai-Grundschule verband auf besondere Weise Geschichte und gelebte Gemeinschaft

von Esther Martel  16.02.2026

Restitution

Ideeller Wert

Provenienzforscher der Goethe-Universität übergeben der Jüdischen Gemeinde Frankfurt fünf Bücher

von Katrin Richter  16.02.2026

Trauer

Macher und »Mentsch«

Moritz Rajber war Netzwerker mit Leib und Seele. Nun ist er wenige Tage vor seinem 79. Geburtstag gestorben

von Ellen Presser  16.02.2026

Konzert

Neue Klangwelten

Fünf Chöre laden zu einem Abend mit hebräischer, jiddischer, israelischer und synagogaler Musik. Dirigenten und Sänger erzählen, was sie mit ihren Ensembles verbindet

von Christine Schmitt  15.02.2026

Porträt der Woche

Die Gründerin

Gabriela Fenyes ist Journalistin und engagiertes Gemeindemitglied

von Heike Linde-Lembke  15.02.2026

Frankfurt

Ein Abend – trotz allem

Im Philanthropin sprachen die Schoa-Überlebende Eva Szepesi und Ella Shani, eine Überlebende des 7. Oktober, über Zeitzeugen, Schüler und Erinnerungen

von Raquel Erdtmann  12.02.2026