Nürnberg

Erstmals wieder ein Gottesdienst an ehemaliger Hauptsynagoge

Diese Computer-Animation der Technischen Universität Darmstadt (Handout) zeigt die 1938 zerstörte Nürnberger Hauptsynagoge. Foto: picture-alliance / dpa

Erstmals wird es am ehemaligen Standort der zerstörten Nürnberger Hauptsynagoge wieder einen jüdischen Gottesdienst geben. Anlässlich des 38. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Nürnberg solle der Gottesdienst am 10. Juni die Vergangenheit in Erinnerung bringen und für eine »bessere, verständnisvollere gemeinsame Zukunft« wirken, teilte der Kirchentag am Montag in Fulda mit.

Der Gottesdienst der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg beginne am Samstag um 19 Uhr am Hans-Sachs-Platz. Die dort befindliche Nürnberger Hauptsynagoge war im August 1938 von den Nazis abgerissen worden. Der Gottesdienst wird auf Hebräisch gehalten.

Die Generalsekretärin des Kirchentags, Kristin Jahn, würdigte die Einladung der Kultusgemeinde zur gemeinsamen Feier als »Geschenk an die Stadt und den Kirchentag«. Nürnberg stehe mit seiner Geschichte für unendliche Schuld. Der Rabbiner der Kultusgemeinde, Steven Langnas, sagte, der Gottesdienst stärke die Brücke zwischen den Religionen. epd

Frankfurt

Ein Abend – trotz allem

Im Philanthropin sprachen die Schoa-Überlebende Eva Szepesi und Ella Shani, eine Überlebende des 7. Oktober, über Zeitzeugen, Schüler und Erinnerungen

von Raquel Erdtmann  12.02.2026

Karneval

Ganz schön jeck

Die Düsseldorfer Gemeinde lud zum traditionellen Prinzenpaarempfang. Sie will damit ein Zeichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen

von Jan Popp-Sewing  12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Kultur

Ensemble, Schmäh und Chalamet: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. Februar bis zum 18. Februar

 11.02.2026

Erinnerung

Verantwortung lebt weiter

In Dachau fand kurz vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag erstmals ein »March of the Living« statt

von Esther Martel  09.02.2026

Lerntool

Timothée Chalamet, Batmizwa und eine Davidstern-Kette

»Sich be-kennen«: Der Zentralrat der Juden bietet einen interaktiven Onlinekurs über die Vielfalt des Judentums für Schulen und interessierte Gruppen an

von Helmut Kuhn  09.02.2026

Berlin-Neukölln

Kritik am Kandidaten

Ahmed Abed sorgte jüngst für einen Eklat, als er einen israelischen Gast als »Völkermörder« beschimpfte. Doch bei der Linkspartei steht der Politiker mit palästinensischen Wurzeln hoch im Kurs

von Imanuel Marcus  09.02.2026

Restitution

Uni Frankfurt übergibt erstmals NS-Raubgut an Jüdische Gemeinde

Seit gut fünf Jahren durchforstet die Universitätsbibliothek in Frankfurt ihre Bestände systematisch nach Raubgut aus der NS-Zeit. Das Projekt trägt nun Früchte - und ist noch lange nicht abgeschlossen

 09.02.2026

Berlin

Lesen, Lernen, Spaß

Der Saftblatt-Baum stand im Mittelpunkt der Erzählstunde des Projekts PJ Library

von Naomi Gronenberg  08.02.2026