Nürnberg

Erstmals wieder ein Gottesdienst an ehemaliger Hauptsynagoge

Diese Computer-Animation der Technischen Universität Darmstadt (Handout) zeigt die 1938 zerstörte Nürnberger Hauptsynagoge. Foto: picture-alliance / dpa

Erstmals wird es am ehemaligen Standort der zerstörten Nürnberger Hauptsynagoge wieder einen jüdischen Gottesdienst geben. Anlässlich des 38. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Nürnberg solle der Gottesdienst am 10. Juni die Vergangenheit in Erinnerung bringen und für eine »bessere, verständnisvollere gemeinsame Zukunft« wirken, teilte der Kirchentag am Montag in Fulda mit.

Der Gottesdienst der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg beginne am Samstag um 19 Uhr am Hans-Sachs-Platz. Die dort befindliche Nürnberger Hauptsynagoge war im August 1938 von den Nazis abgerissen worden. Der Gottesdienst wird auf Hebräisch gehalten.

Die Generalsekretärin des Kirchentags, Kristin Jahn, würdigte die Einladung der Kultusgemeinde zur gemeinsamen Feier als »Geschenk an die Stadt und den Kirchentag«. Nürnberg stehe mit seiner Geschichte für unendliche Schuld. Der Rabbiner der Kultusgemeinde, Steven Langnas, sagte, der Gottesdienst stärke die Brücke zwischen den Religionen. epd

Porträt

Stil auf Rädern

Der Swing-Musiker Andrej Hermlin sammelt Oldtimer – und fährt sie, statt sie nur in der Garage zu bewundern. Ein Besuch in Pankow

von Imanuel Marcus  06.08.2026

Reform

Hilfe im Alltag

Familien mit behinderten Kindern sorgen sich, dass ausgerechnet die Unterstützung gekürzt wird, die ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht

von Christine Schmitt  05.08.2026

Erfurt

Schicht um Schicht

Dort, wo eben noch Parkplätze waren, wird seit wenigen Tagen nach einem Stück jüdischer Geschichte gegraben. Erst mit dem Bagger, dann von Hand

von Katrin Richter  05.08.2026

Geschichte

Bedrohlich aktuell

Ein Forschungsprojekt von NS-Dokuzentrum und Lenbachhaus untersucht, wie völkische Gedanken vor dem Ersten Weltkrieg wirkten

von Luis Gruhler  05.08.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 6. August bis zum 13. August

 05.08.2026

Hamburg

Ruine mit Herz

Einst das Zuhause des Reformjudentums, stand der Israelitische Tempel kurz vor dem Verfall. Eine Bürgerinitiative und die Stadt wollen den historischen Ort nun neu beleben. Ein Besuch im Hinterhof

von Heike Linde-Lembke  02.08.2026

Geschichte

Die Pension in Mumbai

Ellie und Max Lesser aus Dresden waren zwei von vielen sächsischen Juden, die vor den Nazis Sicherheit in Indien suchten. Deren tragische Geschichte recherchierte nun die Journalistin Iris Völlnagel

von Thyra Veyder-Malberg  02.08.2026

Programm

Kultursommer, Führungen und Einstein vs. Hawking: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 31. Juli bis zum 6. August

 02.08.2026

Porträt der Woche

Mehr als ein Beruf

Valerie Vorkul ist Sozialarbeiterin – und jüdischer, als sie lange Zeit annahm

von Leon Stork  02.08.2026