Kompakt

Ehrung, Ausstellung

Peggy Parnass Foto: imago images/Eventpress

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Ehrung, Ausstellung

Meldungen aus den Gemeinden

 13.07.2021 17:23 Uhr

Hamburg

Die Journalistin und Fotografin, Autorin und Gerichtsreporterin Peggy Parnass ist vom Hamburger Senat mit der Ehrendenkmünze in Gold ausgezeichnet worden. Die bereits im November 2019 anberaumte Auszeichnung konnte wegen der Corona-Pandemie erst jetzt vorgenommen werden. »Peggy Parnass ist eine engagierte Verfechterin für Demokratie und Toleranz und setzt sich unbeugsam für eine pluralistische und offene Gesellschaft ein«, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Sie habe »mit ihren oft streitbaren Wortmeldungen seit Jahrzehnten wichtige Impulse für Demokratie, Erinnerungskultur und Gleichberechtigung gegeben«. Bereits am 16. März ernannte das Präsidium des deutschen PEN-Zentrums Peggy Parnass zum Ehrenmitglied der Schriftsteller-Vereinigung. Wegen ihres Umzugs in das Zindler-Haus der Heerlein- und Zindler-Stiftung hat die 1927 in Hamburg Geborene jetzt ihr umfangreiches Werk mit Fotografien, Manuskripten, Recherche-Material, Schriften, Briefen und Büchern dem Institut für Sozialforschung überlassen. hll

Kaltenkirchen

Die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen in Springhirsch hat den in kürzester Zeit erstellten Anbau zum Dokumentenhaus mit einer Zeitzeugen-Ausstellung der israelischen Schoa-Überlebenden-Hilfe Amcha eröffnet. 1944 hat das NS-Regime das KZ Kaltenkirchen-Springhirsch als Außenstelle des KZs Neuengamme errichtet. Auf dem Militärflughafen etwa 45 Kilometer nördlich von Hamburg sollten neuartige düsengetriebene Jagdflugzeuge getestet werden. Dazu mussten die Start- und Landebahnen verlängert werden. Für diese Fronarbeit setzte das NS-Regime KZ-Häftlinge ein. Ihr Schicksal wurde erst ab 1975 durch den Lehrer Gerhard Hoch erforscht. 1999 begann der Aufbau einer Gedenkstätte. Nach der Amcha-Ausstellung sollen im neuen Gebäude weitere Veranstaltungen, Konzerte sowie Lesungen, Vorträge und Seminare stattfinden. Fast 20 Jahre wurde die Gedenkstätte ehrenamtlich geleitet. Jetzt wird sie hauptamtlich geleitet und zu einem Bildungszentrum erweitert. Dafür wird das alte Haus demnächst saniert. 165.000 Euro investierte das Land Schleswig-Holstein in den Anbau des Dokumentenhauses. Insgesamt fallen für die Erweiterung und für das Honorar eines freiberuflichen Kurators, für Ausstellungen und die Sanierung des alten Gebäudes 312.000 Euro an. 100.000 Euro kommen derzeit aus EU-Mitteln für die Aktiv-Region Holsteiner Auenland und 120.000 Euro als Landesmittel aus dem EU-Sonderprogramm »Impuls« (Infrastruktur-Modernisierungs-Programm für Schleswig-Holstein). Das Landes-Bildungsministerium will sich auch für eine Fortsetzung des Projekts »Jugend erinnert« einsetzen, sagte Staatssekretär Oliver Grundei bei der Eröffnung. hll

Berlin

Interaktives Projekt zur jüdischen Geschichte des Scheunenviertels

Im Scheunenviertel in Berlin-Mitte gibt es seit Mittwoch zehn Straßenmarkierungen auf Jiddisch, Deutsch und Englisch. Über ein interaktives Erinnerungsprojekt wird so an die jüdische Geschichte der Spandauer Vorstadt erinnert

von Markus Geiler  11.03.2026

Solingen

100 Porträts jüdischer Künstlerinnen im Zentrum für verfolgte Künste

Die Ausstellung erzählt von künstlerischen Lebenswegen zwischen Krieg, Verfolgung und Neubeginn, wie das Museum ankündigte

 11.03.2026

Programm

Kakaniens Kinder, Jakobs Zelte und Israels Superfood: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. bis zum 19. März

 11.03.2026

Hilfe

Gestrandet in Deutschland

Viele Israelis wurden im Ausland vom Beginn des Krieges mit dem Iran überrascht. Sie finden Unterstützung bei der israelischen und jüdischen Gemeinschaft vor Ort

von Joshua Schultheis  11.03.2026

Meinung

Jüdisches Leben gehört zum Ländle

Nach der Wahl in Baden-Württemberg kann die jüdische Gemeinschaft darauf vertrauen, auch künftig einen zuverlässigen Partner in der Landesregierung zu haben. Einzig das gute Abschneiden der AfD bereitet Sorgen

von Barbara Traub  11.03.2026

Berlin-Neukölln

Wer ist dieser Mann?

Er lehrte arabische Schüler die Geschichte des Holocausts, organisierte einen Austausch mit Israelis und hielt Drohungen stand. Hudhaifa Al-Mashhadanis Geschichte faszinierte die Medien, begeisterte Politiker und schenkte ihm das Vertrauen jüdischer Organisationen. Aber ist alles daran wahr?

von Mascha Malburg  11.03.2026

Berlin

150 Rabbiner am Brandenburger Tor

Ein Fototermin setzt ein Zeichen: Rabbiner zeigen, wie jüdisches Leben heute Europa prägt. Was beim Treffen sonst noch auf dem Programm steht

 11.03.2026

Comedy

Streichelzoo mit Fischen

Die Serie »JoJo & Simha: Exploring Berlin3000« erzählt auf Social Media von drei tollpatschigen jüdischen Handwerkern der Zukunft

von Pascal Beck  09.03.2026

Kommunalwahl

Kompromisse suchen – Dissens aushalten

Vier Münchner Stadtratskandidaten stellten sich aktuellen Fragen von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde

von Esther Martel  09.03.2026