Fußball

DFB-Präsident Keller entschuldigt sich bei Makkabi Deutschland

Foto: Makkabi Deutschland

Makkabi Deutschland, der Dachverband der Jüdischen Turn- und Sportvereine, hat den  Nazi-Vergleich von DFB-Präsident Fritz Keller kritisiert. Man sei über den von Keller getätigten Vergleich »bestürzt«, hieß es in einer Stellungnahme vom Mittwoch.

»Wir als deutsch-jüdischer Sportverband sprechen uns ausdrücklich gegen jegliche unverhältnismäßigen Vergleiche mit der Schoa aus.« Man kenne »derartige sprachliche Ausfälle und unsensiblen Aussagen, sei es von Stammtischen oder vom Spielfeldrand«.

Makkabi Deutschland hob hervor, dass solche Aussagen »unmittelbar problematisiert und den Inhalten widersprochen« werden. Keller habe sich demnach nicht nur bei Vizepräsident Rainer Koch, sondern auch bei Makkabi Deutschland entschuldigt.

Der DFB-Präsident hatte Koch Medienberichten zufolge mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Der Spitzenfunktionär räumte zwar seinen »schwerwiegenden Fehler« ein, schloss aber am Dienstag einen Rücktritt trotz des großen Entsetzens darüber aus. dpa

München

Wege aus dem Hass

Der amerikanisch-israelische Psychologe Dan Ariely und Guy Katz sprachen im »Prof-Talk« über Antisemitismus aus unterschiedlicher Perspektive

von Esther Martel  31.01.2026

Politik

Aus ihren Leben

Die Ausstellung »An eine Zukunft glauben ...« stellt jüdische Biografien der parlamentarischen Gründergeneration vor

von Katrin Richter  30.01.2026

München

Brandstifter von jüdischem Altenheim 1970 womöglich ermittelt  

56 Jahre nach einem Anschlag auf ein jüdisches Altenheim in München verdächtigen Ermittler nun einen schon verstorbenen Neonazi. Was sie auf dessen Spur führte

von Hannah Krewer  30.01.2026

Interview

»In eine Synagoge bin ich das erste Mal in Deutschland gegangen«

Ab den 90er-Jahren fingen viele sowjetische Juden in Deutschland noch einmal von vorn an. Sind sie angekommen? Ein Gespräch über Flüchtlingsheime, nicht anerkannte Diplome und die Wiederentdeckung jüdischer Traditionen

von Mascha Malburg  29.01.2026

Meinung

Die Täter müssen sich schämen

Ein Missbrauchsskandal erschüttert derzeit die jüdische Gemeinschaft Deutschlands. Wer solche Taten besser verhindern will, muss Betroffene in die Lage versetzen, angstfrei über ihre schrecklichen Erfahrungen sprechen zu können

von Daniela Fabian  29.01.2026

Urteil

Fristlose Kündigung eines Rabbiners bestätigt

Die Jüdische Gemeinde Berlin hatte im Sommer 2023 einem Rabbiner wegen sexueller Übergriffigkeit fristlos gekündigt. Eine Klage des Mannes dagegen wurde jetzt auch in zweiter Instanz zurückgewiesen

 29.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen, aber dennoch die Mehrheit darstellen«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026