Fussball

DFB empfängt Israel

Thomas Müller setzt sich gegen drei Israelis durch: Szene aus dem U21-Länderspiel Deutschland-Israel im Oktober 2009, das 0:0 endete Foto: imago

Am 1. Juni 2012 trifft in Leipzig die deutsche Fußballnationalmannschaft auf die israelische Auswahl. Für die DFB-Elf von Trainer Jogi Löw wird es das letzte Vorbereitungsspiel vor der Europameisterschaft in der Ukraine und Polen sein. Für die EM, die vom 8. Juni bis 1. Juli dauert, konnte sich Israel nicht qualifizieren. Jogi Löw erklärte, Israel sei ein »reizvoller Gegner«. Der Bundestrainer erinnerte daran, dass sich die von dem Franzosen Luis Fernández trainierte Mannschaft »in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert« habe.

qualifikation Israel hatte nur knapp die EM-Qualifikation verpasst. Erst nach einer 1:3-Niederlage in Zagreb gegen Kroatien im September war die Hoffnung, erstmals an einer EM teilzunehmen, vorbei. Nun konzentriert sich die Mannschaft auf die Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien, wo sie sich gegen Portugal, Russland, Nordirland, Aserbaidschan und Luxemburg durchsetzen muss. Israel hat erst ein einziges Mal, im Jahr 1970, an einer Fußbal-WM teilgenommen.

Das Spiel in Leipzig ist erst die vierte Begegnung der A-Nationalmannschaften beider Länder. Das erste Spiel gewann Deutschland im März 1987 mit 2:0 in Tel Aviv, das zweite zehn Jahre später mit 1:0, gleichfalls in Tel Aviv. Im Februar 2002 fügte die DFB-Elf mit einem 7:1-Erfolg in Kaiserslautern Israel die bislang höchste Länderspiel-Niederlage seiner Fußballgeschichte zu.

juniorinnen Der letzte fußballerische Kontakt zwischen Deutschland und Israel fand erst vor wenigen Tagen statt: Eine gemischte Auswahl der deutschen U 16- und U 17-Juniorinnen konnte am vergangenen Donnerstag gegen die israelische U 19-Auswahl mit 6:0 gewinnen.

Auch im Männerfußball gab es im Dezember ein Aufeinandertreffen: Die deutschen U 18-Junioren, die von dem 1996er-Europameister Christian Ziege trainiert werden, konnten im Rahmen eines Vier-Nationen-Turniers in Israel gegen Portugal (2:1) und gegen Japan (2:0) gewinnen. Aber das Spiel gegen Gastgeber Israel ging im neuen Stadion von Petah Tikwa im Süden Israels mit 1:2 verloren.

yad vashem Zum Besuchsprogramm der DFB-Elf gehörte ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Die Delegation, die von Ex-Nationalspieler Marco Bode begleitet wurde, wurde in kleinen Gruppen durch die Ausstellung geführt. (ja)

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

Frankfurt

Erst Rivalinnen, dann Freundinnen

Israelische Nachwuchsfußballerinnen aus sieben Jugenddörfern spielen gegen Makkabi

von Katja Sturm  08.10.2026

Münster

Rote Linien für die Roten

Bei einer Veranstaltung mit der Schoa-Überlebenden Eva Szepesi und Zentralratspräsident Josef Schuster verspricht Gregor Gysi, innerhalb der Linken klare Grenzen gegen Antisemitismus zu ziehen

von Stefan Laurin  08.10.2026

Tagung

Krisen der Gegenwart

Auf dem »Media TLV Summit« diskutierten Experten Fragen von Technologie und Krieg, Extremismus und Antisemitismus sowie die Rolle der Medien

von Luis Gruhler  07.10.2026

Programm

Musikalische Crossovers, Kontroverse, Krimi und Krav Maga: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Oktober bis zum 14. Oktober

 07.10.2026

Solidarität

Das Leben wieder in den Griff bekommen

Angehörige der bei einem Raketenangriff in Majdal Shams getöteten Kinder besuchten die Kultusgemeinde München und Oberbayern

von Luis Gruhler  06.10.2026

Diskussion

»Wir wurden gehört«

Schüler und Studenten des Projekts »Meet a Jew« treffen CDU/CSU-Fraktionschef Thorsten Frei. Im Mittelpunkt stehen der 7. Oktober, persönliche Sorgen und Erfahrungen

von Christine Schmitt  06.10.2026

Porträt der Woche

»Ich bin einfach ich«

Persia Kantorovych hat eine jüdische Mutter und einen muslimischen Vater

von Annette Kanis  06.10.2026

Lesen

Die geblieben sind

Hanna Veiler beschreibt in »Jung, jüdisch, wütend« die Erfahrungen junger Jüdinnen und Juden mit Einsamkeit, Enttäuschung und Solidarität nach dem 7. Oktober. Ein Auszug

von Hanna Veiler  06.10.2026