Gedenken

Der elfte Tag

Mit der Veranstaltung »Der elfte Tag: Erinnerungen an den Anschlag auf die israelische Olympia-Mannschaft« am Dienstag,
4. September, 19 Uhr, werden die Israelitische Kultusgemeinde und der TV-Sender The Biography Channel die Ereignisse vom 5. September 1972 in besonderer Weise würdigen.

Vorgesehen ist ein einführendes Gespräch mit dem ehemaligen israelischen Olympia-Fechter Dan Alon, der sein Überleben in München lediglich einer glücklichen Fügung verdankt. Und auch Shlomo Levy, der eigentlich als Dolmetscher für die Sportler aus Kamerun und Israel nach München reiste und der Welt die ersten Fotos vom Tatort in der Connollystraße 31 lieferte, wird von seinen Eindrücken des Terroranschlags berichten.

Moderiert wird die Veranstaltung von Armand Presser, Vorstandsmitglied des TSV Maccabi München. Anschließend wird in Anwesenheit des Autors und Produzenten Emanuel Rotstein sein Film »Der elfte Tag – Die Überlebenden von München 1972« gezeigt, in dem die dramatischen Erfahrungen der Israelis im Mittelpunkt stehen.

Geschichte Genau 40 Jahre nach dem Attentat lassen Rotstein und sein Team die Überlebenden zu Wort kommen. Für einige von ihnen bedeuteten die Dreharbeiten das erste Wiedersehen mit München und ihren früheren Teamkameraden. »Ihre Geschichte hat bisher noch niemand detailliert erzählt«, so Rotstein, der seinen Protagonisten viel Raum gibt, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. In dem Film wird das Drama um die israelischen Sportler aus der Perspektive der Überlebenden gezeigt.

Ergänzt wird die Dokumentation durch seltenes Archivmaterial und Privataufnahmen der israelischen Teammitglieder Dan Alon, Henry Hershkovitz, Shaul Ladany, Avraham Melamed, Zelig Shtorch, Gad Tsabary und Yehuda Weinstain.

Karten für die Veranstaltung im Jüdischen Gemeindezentrum am Jakobsplatz können im IKG-Kulturzentrum unter 089/ 202 400 491 oder unter karten@ikg-m.de reserviert werden. ikg

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 09.09.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 10. September bis zum 17. September

 09.09.2026

München

»Es geht um ein Wir«

Maccabi-Präsident Patrick Guttmann über die Rolle des Sportvereins für die jüdische Gemeinschaft, Herausforderungen und Zukunftspläne

von Luis Gruhler  09.09.2026

Berlin

Zurück in die Zukunft

Die Geschichte der Stadt ist geprägt von vielen gescheiterten Visionen. Nun wird die Fahrt mit der Ringbahn zur Bühne für einst angedachte Projekte

von Alicia Rust  09.09.2026

Rosch Haschana

Fragen über Fragen

Zwischen Vorbereitungen, Schofar und Honigkuchen bleiben Rabbiner immer erreichbar. Für alle, die Rat vor den Hohen Feiertagen suchen

von Christine Schmitt  09.09.2026

Pro & Contra

Sollen jüdische Kinder nur noch auf jüdische Schulen?

Zwei Meinungen zur Debatte

von Noga Hartmann, Marina Chernivsky  09.09.2026

Max Privorozki

»Ich werde Halle nicht verlassen, solange wir in einer freien Gesellschaft leben«

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht der Gemeindevorsitzende über Wahlergebnisse, Prognosen und die Aufgabe der Gesellschaft

 09.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  09.09.2026

Kommentar

Ein Weckruf

Der AfD-Erfolg liegt vor allem im Scheitern jener Parteien, die die Bundesrepublik seit Jahrzehnten prägen. Verloren gegangenes Vertrauen muss nun schnellst möglich wieder zurückgewonnen werden

von Josef Schuster  08.09.2026