Berlin

Das B auf dem Wittenbergplatz

Schon von Weitem sieht man es: ein silbernes B, das mitten auf dem Wittenbergplatz steht. Einige Leute gehen verwundert um den Buchstaben herum, manche beobachten aus sicherer Distanz – etwas ist anders: Das »B« steht auf dem Kopf. Mit diesem Buchstaben, der inmitten der quirligen City-West am Mittwochvormittag der Öffentlichkeit übergeben wurde, hat es etwas Besonderes auf sich.

Gewicht Auszubildende der Volkswagen AG haben das Denkmal, das den Namen »to B remembered« trägt, in vielen Arbeitsstunden nach einer Idee der Französin Michèle Déodat gebaut. Entstanden ist eine zwei Meter hohe, mehr als fünf Tonnen schwere Edelstahlskulptur, die »an das Leid aller Häftlinge, den Mord an den Juden Europas, den Sinti und Roma« erinnern soll. Vertreter des Internationalen Auschwitz-Komitees haben gemeinsam mit Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe das Denkmal, das an das »B« in der zynischen Aufschrift »Arbeit macht frei« über dem Lagertor des Konzentrationslagers Auschwitz stand, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Eine kleine Ausführung der Skulptur wird seit 2005 bedeutenden Persönlichkeiten verliehen. Träger der Auszeichnung sind unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon. ja

Anoha

Mit allen Sinnen

Im Museum erleben Kinder die Geschichte der Arche Noah spielerisch – und lernen dabei etwas über Vielfalt, Respekt und ein gutes Miteinander

von Alicia Rust  18.08.2026

Berlin

Gedenkzeichen für erste Rabbinerin der Welt

Regina Jonas wurde 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt und 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet. Ende August wird ihrer mit einem Gedenkzeichen gedacht

 18.08.2026

Gespräch

Albrecht-Weinberg-Gefährtin: Erinnerung an Holocaust darf nicht enden

Im Mai starb der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg. Gerda Dänekas war bis zum Schluss an seiner Seite, Pflegerin und engste Freundin. Im Interview spricht sie über das Vermächtnis eines der letzten Zeitzeugen und einen Film über ihn - und sie

von Karen Miether  18.08.2026

Orthodoxie

»Koschere Haare sind teuer«

Chaya Chapoval über steigende Scheitelpreise, die Arbeit hinter einer Perücke und Rabbiner-geprüfte Haarteile

von Mascha Malburg  17.08.2026

Freiburg

Geschichten eines Onkels

Aviva Rabinovich recherchierte das Schicksal ihres Verwandten Konrad Goldmann – und widmet ihm zusammen mit dem Regisseur Nathan Lifschitz einen Dokumentarfilm

von Anja Bochtler  17.08.2026

Brandenburg

An einem Mittwoch in Cottbus

Was geschieht an einem ganz normalen Tag in einer jüdischen Gemeinde? Wir waren vor Ort und begegneten Menschen zwischen Chorproben und Amtsterminen

von Leon Stork  16.08.2026

München

Für die junge Generation

Künftig wird Rabbiner Elie Dues als Jugendrabbiner die religiöse Arbeit der Israelitischen Kultusgemeinde unterstützen

von Luis Gruhler  16.08.2026

Porträt der Woche

»Mein Glück war Alfred«

John Günther ist Künstler, religiös und lebte 62 Jahre mit seinem Mann zusammen

von Heike Linde-Lembke  16.08.2026

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026