München

Buntes Programm

Die Synagoge »Ohel Jakob« in München Foto: Marco Limberg

Der Europäische Tag der jüdischen Kultur wird seit 1999 an einem Sonntag Anfang September in rund 30 europäischen Ländern von jüdischen und nichtjüdischen Organisationen gemeinsam veranstaltet. Er dient dazu, das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche in Vergangenheit und Gegenwart besser kennenzulernen.

Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern ist seit ihrem Umzug an den Jakobsplatz dabei. Jedes Jahr gibt es ein besonderes Motto. Zu Themen wie Brücken, Dialog, Diaspora, Erneuerung, Frauen, Kunst, Musik, Natur, Religion, jüdische Sprachen oder auch Storytelling wurde jedes Jahr ein eigenes Programm beigesteuert.

klassiker 2023 geht es um »Memory – Erinnerung«. Zu den Klassikern zählt die Stadtführung mit Chaim Frank, die vom Brunnen am Jakobsplatz unter anderem zum heute unsichtbaren Standort der mittelalterlichen Judengasse führt, aber auch die Besichtigung der Synagoge »Ohel Jakob«, die innen wie außen voller Anspielungen auf biblische und antike Momente des Judentums ist.

Eine Buch-Vorpremiere des Autors Ulrich Chaussy macht um 12 Uhr bekannt mit einem Genie namens Arthur Eichengrün, dessen Erfindungen vom Aspirin bis zur Flugseide bis heute das Leben erleichtern. Und um 18 Uhr gibt es ein Konzert mit der Sängerin Helena Goldt und dem Pianisten Tal Balshai. Dieses Mal ist es dem Evergreen-Schöpfer und Filmkomponisten Werner Richard Heymann gewidmet.

Seinem Publikum stellte er sich gerne mit dem Satz vor: »Sie kennen mich nicht, aber Sie haben schon viel von mir gehört.« Zum Beispiel: »Irgendwo auf der Welt gibtʼs ein kleines bisschen Glück« (1932), was das Schicksal der Exilierten vorwegnahm. ikg

Das ausführliche Programm findet sich unter www.ikg-m.de

München

Diplomatie und Freundschaft

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens lud das israelische Generalkonsulat zu einem Festakt in den Kaisersaal der Residenz

von Luis Gruhler  26.07.2026

Porträt der Woche

Eine Stimme für Israelis

Eliran Hirsh möchte mit seinen Podcasts Landsleute weltweit vernetzen

von Lorenz Hartwig  26.07.2026

Berlin

Rabbinerkonferenz: Berliner Führerbunker jüdischer Gemeinde geben

Was wird aus dem alten Führerbunker in Berlin? Derzeit streiten Senat, Stadtplaner und Denkmalschützer um den richtigen Umgang mit der Ruine. Die Europäische Rabbinerkonferenz schaltet sich nun mit einem Vorschlag ein

 26.07.2026

Bayern

»Es ist Zeit, den Hass zu beenden«

Eine Mahnwache der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zeigte Solidarität mit dem Opfer des israelfeindlichen Verbrechens in der Region Würzburg

von Stefan W. Römmelt  25.07.2026

Alija

Darum bleibe ich

Der 7. Oktober hat unsere Autorin zu einem anderen Menschen gemacht. Und beinahe wäre sie nach Israel ausgewandert. Vieles aber hält sie hier – aus gutem Grund

von Barbara Bišický-Ehrlich  23.07.2026

Interview

»Kiddusch mit Empanadas«

Daniela Rusowsky über die lateinamerikanische Gemeinschaft in Berlin, Melodien aus der Heimat und die Bedeutung von Kabbalat Schabbat

von Mascha Malburg  23.07.2026

Programm

Marathon-Mann, Swingende Hermline und ein festliches Triple in Karlsruhe: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 30. Juli

 22.07.2026

Projekt

Ein Denkmal für gefallene Soldaten und ermordete Juden

Ein Dorf will mit einer Gedenkstätte an die Opfer der NS-Zeit erinnern. Das geplante gemeinsame Gedenken an gefallene Soldaten und ermordete Juden ruft ein unterschiedliches Echo hervor

von Jens Bayer-Grimm  21.07.2026

Berlin

Jüdisch, Queer, Selbstbewusst

Der »Pride-Shabbat« des Vereins Keshet Deutschland zeigt auch in diesem Jahr wieder, dass jüdisches und queeres Leben zusammengehören

von Leon Stork  20.07.2026