Bombendrohung in Flensburg

Zwei polizeibekannte Jugendliche unter Tatverdacht

Jüdisches Gemeindezentrum in der Friesischen Straße Foto: Jüdische Gemeinde Flensburg

Nach der Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde Flensburg am Donnerstag vergangener Woche gibt es erste Ermittlungsergebnisse. Wie die Polizei mitteilte, werden »zwei polizeibekannte Jugendliche aus dem Flensburger Bereich« verdächtigt, die Tat verübt zu haben. Über das Alter der beiden möchte die Polizei derzeit keine Angaben machen.

Von einer politisch motivierten Tat werde nicht ausgegangen. Die Ermittlungen dauerten an und könnten neben strafrechtlichen Konsequenzen für die beiden Tatverdächtigen auch eine Kostenrechnung für den polizeilichen Einsatz zur Folge haben, so die Polizei.

Aufatmen »Wir sind erleichtert«, sagte Gerschom Jessen, der Geschäftsführer der Gemeinde, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Dann ist sicher, dass es keine Leute waren, die uns gefährlich werden könnten.«

Ein Tag nach dem Gedenken an die Pogromnacht 1938 war bei der Flensburger Polizei eine Bombendrohung gegen die jüdische Gemeinde der Stadt eingegangen. Weil zu diesem Zeitpunkt das Telefon der Gemeinde blockiert war, konnte die Polizei die Gemeinde nicht telefonisch informieren, sondern rückte sofort mit starken Kräften an, sperrte die Straße und durchsuchte das Gebäude. ja

Engagement

Erstklassig, Digga!

Der Fußballverein Hannover 96 ist nun beim Projekt »Shalom, Digga« in Niedersachsen mit dabei

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026

Deutschland

»Existenzgefahr für Berlins Juden«

Die Linke macht immer wieder mit Judenhass und Forderungen nach der Auslöschung Israels von sich reden. Der Wahlsieg der Partei veranlasst nun den israelischen Botschafter zu einer ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme

 23.09.2026

Hellerau

Tscheburaschka und WBS70

Die Ausstellung »Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs« stellt Fragen nach privater und öffentlicher Identität

von Katrin Richter  22.09.2026

Hillel

»Man fühlt sich bei uns willkommen«

Die neue Geschäftsführerin Liora Jaffe über das Zuhören, Visionen und Aha-Momente

von Christine Schmitt  22.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Frauen weggeschickt

Mitten am Tag soll ein 37-jähriger Afghane einen Brandsatz an der Bergischen Synagoge gezündet und sich danach antisemitisch geäußert haben. Vorher soll er zwei Passantinnen weggeschickt haben

 22.09.2026

Meinung

Berlin bekommt, was es verdient!

Ein Kommentar von Chefredakteur Philipp Peyman Engel zum Erdrutschsieg der Linkspartei in der Hauptstadt

von Philipp Peyman Engel  20.09.2026

Feiertage

Chatima towa, oder was?

Was von Rosch Haschana über Jom Kippur bis Sukkot die korrekte Grußformel ist

von Rabbiner Yaacov Zinvirt  20.09.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Damit die Namen bleiben

Jorge Steffen ist Germanist und engagiert sich für den Erhalt von Grabsteinen

von Gerhard Haase-Hindenberg  20.09.2026