Bombendrohung in Flensburg

Zwei polizeibekannte Jugendliche unter Tatverdacht

Jüdisches Gemeindezentrum in der Friesischen Straße Foto: Jüdische Gemeinde Flensburg

Nach der Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde Flensburg am Donnerstag vergangener Woche gibt es erste Ermittlungsergebnisse. Wie die Polizei mitteilte, werden »zwei polizeibekannte Jugendliche aus dem Flensburger Bereich« verdächtigt, die Tat verübt zu haben. Über das Alter der beiden möchte die Polizei derzeit keine Angaben machen.

Von einer politisch motivierten Tat werde nicht ausgegangen. Die Ermittlungen dauerten an und könnten neben strafrechtlichen Konsequenzen für die beiden Tatverdächtigen auch eine Kostenrechnung für den polizeilichen Einsatz zur Folge haben, so die Polizei.

Aufatmen »Wir sind erleichtert«, sagte Gerschom Jessen, der Geschäftsführer der Gemeinde, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Dann ist sicher, dass es keine Leute waren, die uns gefährlich werden könnten.«

Ein Tag nach dem Gedenken an die Pogromnacht 1938 war bei der Flensburger Polizei eine Bombendrohung gegen die jüdische Gemeinde der Stadt eingegangen. Weil zu diesem Zeitpunkt das Telefon der Gemeinde blockiert war, konnte die Polizei die Gemeinde nicht telefonisch informieren, sondern rückte sofort mit starken Kräften an, sperrte die Straße und durchsuchte das Gebäude. ja

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026

Ferien

Unsere kleine Stadt

Mehrere Wochen trafen sich deutsche, ukrainische und israelische Jugendliche in Brandenburg zu einem Sommercamp der Initiative »J-ArtEck«. Zum Abschluss inszenierten sie eine Oper von Paul Hindemith

von Leon Stork  23.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  23.08.2026

Porträt der Woche

Mein Traum von Frieden

Yuval Halpern ist Sänger der iranisch-israelischen Band Sistanagila

von Alicia Rust  23.08.2026

Jüdisches Erbe

Leipziger Stadtrundgang zu jüdischer Musik

Mit dem »Notenbogen« erhält Leipzig einen weiteren musikhistorischen Stadtrundgang. Der Fokus soll dabei auf den Spuren »jüdischer Musik« liegen

von Joris Ufer  23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026