Bombendrohung in Flensburg

Zwei polizeibekannte Jugendliche unter Tatverdacht

Jüdisches Gemeindezentrum in der Friesischen Straße Foto: Jüdische Gemeinde Flensburg

Nach der Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde Flensburg am Donnerstag vergangener Woche gibt es erste Ermittlungsergebnisse. Wie die Polizei mitteilte, werden »zwei polizeibekannte Jugendliche aus dem Flensburger Bereich« verdächtigt, die Tat verübt zu haben. Über das Alter der beiden möchte die Polizei derzeit keine Angaben machen.

Von einer politisch motivierten Tat werde nicht ausgegangen. Die Ermittlungen dauerten an und könnten neben strafrechtlichen Konsequenzen für die beiden Tatverdächtigen auch eine Kostenrechnung für den polizeilichen Einsatz zur Folge haben, so die Polizei.

Aufatmen »Wir sind erleichtert«, sagte Gerschom Jessen, der Geschäftsführer der Gemeinde, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Dann ist sicher, dass es keine Leute waren, die uns gefährlich werden könnten.«

Ein Tag nach dem Gedenken an die Pogromnacht 1938 war bei der Flensburger Polizei eine Bombendrohung gegen die jüdische Gemeinde der Stadt eingegangen. Weil zu diesem Zeitpunkt das Telefon der Gemeinde blockiert war, konnte die Polizei die Gemeinde nicht telefonisch informieren, sondern rückte sofort mit starken Kräften an, sperrte die Straße und durchsuchte das Gebäude. ja

Hamburg

Ruine mit Herz

Einst das Zuhause des Reformjudentums, stand der Israelitische Tempel kurz vor dem Verfall. Eine Bürgerinitiative und die Stadt wollen den historischen Ort nun neu beleben. Ein Besuch im Hinterhof

von Heike Linde-Lembke  02.08.2026

Geschichte

Die Pension in Mumbai

Ellie und Max Lesser aus Dresden waren zwei von vielen sächsischen Juden, die vor den Nazis Sicherheit in Indien suchten. Deren tragische Geschichte recherchierte nun die Journalistin Iris Völlnagel

von Thyra Veyder-Malberg  02.08.2026

Programm

Kultursommer, Führungen und Einstein vs. Hawking: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 31. Juli bis zum 6. August

 02.08.2026

Porträt der Woche

Mehr als ein Beruf

Valerie Vorkul ist Sozialarbeiterin – und jüdischer, als sie lange Zeit annahm

von Leon Stork  02.08.2026

Bundeswehr

Anerkennung für eine Zeitzeugin

Verteidigungsminister Boris Pistorius würdigte IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch mit dem Ehrenkreuz

von Luis Gruhler  01.08.2026

Berlin

Antisemitismus ohne Scham

Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Kahal Adass Jisroel in Berlin-Mitte wurde nach eigenen Angaben auf der Straße mit dem Tode bedroht

von André Anchuelo  30.07.2026 Aktualisiert

Thüringen

Das Erbe der Simsons

Beim jährlichen Moped-Treffen in Suhl feiern Zehntausende den »Sound des Ostens«. Doch hinter der Kultmarke steht die Geschichte einer von den Nazis vertriebenen jüdischen Unternehmerfamilie

von Helmut Kuhn  30.07.2026

Fußball

Rot-Weiß verbindet

Vergangene Woche gründete sich mit den »FCB Chaverim« der deutschlandweit erste jüdische Fanklub des FC Bayern München

von Luis Gruhler  30.07.2026

Erinnerung

Für immer

Manchmal sind es die kleinen Dinge, von denen wir uns nie trennen würden. Wir haben Gemeindemitglieder gefragt, welche Gegenstände ihnen viel bedeuten

von Christine Schmitt  30.07.2026