Bombendrohung in Flensburg

Zwei polizeibekannte Jugendliche unter Tatverdacht

Jüdisches Gemeindezentrum in der Friesischen Straße Foto: Jüdische Gemeinde Flensburg

Nach der Bombendrohung gegen die Jüdische Gemeinde Flensburg am Donnerstag vergangener Woche gibt es erste Ermittlungsergebnisse. Wie die Polizei mitteilte, werden »zwei polizeibekannte Jugendliche aus dem Flensburger Bereich« verdächtigt, die Tat verübt zu haben. Über das Alter der beiden möchte die Polizei derzeit keine Angaben machen.

Von einer politisch motivierten Tat werde nicht ausgegangen. Die Ermittlungen dauerten an und könnten neben strafrechtlichen Konsequenzen für die beiden Tatverdächtigen auch eine Kostenrechnung für den polizeilichen Einsatz zur Folge haben, so die Polizei.

Aufatmen »Wir sind erleichtert«, sagte Gerschom Jessen, der Geschäftsführer der Gemeinde, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Dann ist sicher, dass es keine Leute waren, die uns gefährlich werden könnten.«

Ein Tag nach dem Gedenken an die Pogromnacht 1938 war bei der Flensburger Polizei eine Bombendrohung gegen die jüdische Gemeinde der Stadt eingegangen. Weil zu diesem Zeitpunkt das Telefon der Gemeinde blockiert war, konnte die Polizei die Gemeinde nicht telefonisch informieren, sondern rückte sofort mit starken Kräften an, sperrte die Straße und durchsuchte das Gebäude. ja

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