Delmenhorst

Beschädigt und beschmiert

Bild der Verwüstung: Mit roher Gewalt wurde der Grabstein auf dem Delmenhorster Friedhof aus seiner Verankerung gerissen. Foto: Jona Simon

18 beschädigte und beschmierte Steine, davon zehn umgestoßen, lautet die traurige Bilanz, die der Delmenhorster Gemeindevorsitzende Pedro Becerra zieht. In der Nacht zum Sonntag, so die ersten Erkenntnisse der Polizei, haben Unbekannte den jüdischen Friedhof im niedersächsischen Delmenhorst geschändet. »Ein Stein ist möglicherweise nicht mehr zu retten«, sagt Becerra verzweifelt. Als er den Schaden am Sonntagnachmittag besichtigte, fand er einen Trümmerhaufen vor.

»Wir dokumentieren alles, und am Dienstag wurde aufgeräumt. Der Landesverband Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen hatte sofort seine finanzielle Unterstützung zugesagt«, zeigt sich Becerra beruhigt. »Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro, auch historische Grabsteine sind betroffen. Das können wir nicht allein bezahlen«, sagt er.

Am Abend fand eine Mahnwache statt, an der sich mehr als 150 Personen beteiligt haben, darunter der Oberbürgermeister Patrick de la Lanne und Vertreter sämtlicher gesellschaftlicher Gruppen, von Fraktionsvorsitzenden über Religionsgemeinschaften bis hin zum amtierenden Schützenkönig, berichtet Jona Simon, der derzeit seine Frau als Rabbiner in Oldenburg vertritt. ja

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026

Dresden

Sachsen erwägt Verbindungsbüro in Israel

Das sächsische Kabinett stehe seiner Anregung dazu positiv gegenüber, sagt der Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist

 24.06.2026

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

 23.06.2026

Berlin

Zusammen genießen

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

von Katrin Richter  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Bildung

»Die jüdische Sicht stärken«

Eduard Steinberg über den neu gegründeten Verband jüdischer Pädagogen, Ausbildung von Lehrern und Fakten statt Meinungen

von Katrin Richter  22.06.2026

Maccabi

Eine Feier für den jüdischen Sport

Der Verein lud zum traditionellen Sommerfest im Vereinsgelände an der Riemer Straße

von Luis Gruhler  21.06.2026

München

Ganz im Vertrauen

Seit rund sechs Wochen ist Dominik Krause als Oberbürgermeister im Amt. Nun traf er sich mit Vertretern des Vorstandes der IKG zum Gespräch

von Luis Gruhler  21.06.2026