Demokratie stärken

Auszeichnung für »Meet a Jew«

Marat Schlafstein bei der Preisverleihung mit TV-Moderatorin Jana Pareigis Foto: Screenshot JA

Das Begegnungsprojekt des Zentralrats der Juden in Deutschland »Meet a Jew« ist am Donnerstagabend in Berlin mit dem Deutschen Engagementpreis 2020 in der Kategorie »Demokratie stärken« ausgezeichnet worden.

Der mit 5000 Euro dotierte Preis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland, der vom Bündnis für Gemeinnützigkeit verliehen wird, würdigt das freiwillige Engagement von Menschen und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. »Meet a Jew« wurde vor allem wegen seines Einsatzes gegen Vorurteile geehrt.

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vorurteile »Die Engagierten erzählen locker, am Gegenüber interessiert und abwechslungsreich, wie sie als jüdische Menschen leben. Gleichzeitig bauen sie Vorurteile ab und brechen Stereotype auf. Sie lassen uns verstehen, wo Klischees hingehören: raus aus unseren Köpfen, rein in die Mottenkiste. Denn Klischees und Stereotype nehmen Menschen ihre Individualität, ihre Freiheit«, sagte Christian Kipper, Mitglied der Jury des Deutschen Engagementpreises sowie Geschäftsführer Deutsche Fernsehlotterie und Stiftung Deutsches Hilfswerk in seiner Laudatio auf »Meet a Jew«.

Bundesweit engagieren sich mehr als 300 Jüdinnen und Juden ab 14 Jahren ehrenamtlich bei »Meet a Jew«.

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, erklärte: »Die Freiwilligen von ›Meet a Jew ‹ machen in zahlreichen Begegnungen deutlich, wie wichtig der Dialog ist, damit Vorurteile erst gar nicht entstehen. Sie gehen offen und selbstbewusst mit ihrer jüdischen Identität um und zeigen, dass jüdisches Leben ein selbstverständlicher Teil dieser Gesellschaft ist. Ihr Engagement inspiriert andere, selbst zu Multiplikatoren gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu werden, und zeigt, dass jeder etwas zur Stärkung der demokratischen Werte beitragen kann.«

https://twitter.com/Fernsehlotterie/status/1334447681394126848

vielfalt »Meet a Jew« wurde Anfang 2020 vom Zentralrat der Juden in Deutschland aus zwei Vorgängerprojekten gegründet. Bundesweit engagieren sich über 300 Jüdinnen und Juden ab 14 Jahren ehrenamtlich in dem Projekt. In persönlichen Begegnungen an Schulen, Universitäten oder Sportvereinen geben sie individuelle Einblicke in ihren Alltag und einen Überblick über die Vielfalt des aktuellen jüdischen Lebens in Deutschland.

Ziel ist es, das oft abstrakte Bild von »den Juden« in der Gesellschaft aufzubrechen und einen lebendigen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben«. ja

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