Jom Haschoa

Ausstellung »Gurs 1940« eröffnet

Foto: picture alliance / Winfried Rothermel

Eine Ausstellung über die Deportation und Ermordung von Jüdinnen und Juden aus dem Südwesten Deutschlands ist am Mittwoch in der Französischen Botschaft in Berlin im Livestream eröffnet worden.

Die Ausstellung Gurs 1940 erinnert an mehr als 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland, die am 22. und 23. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Südfrankreich verschleppt wurden, wie die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin mitteilte.

digital In den kommenden Tagen und Monaten wird die gleiche Ausstellung auch an anderen Orten, vor allem in Südwestdeutschland, gezeigt. Die Eröffnung am Mittwoch in Berlin fand anlässlich des nationalen israelischen Holocaust-Gedenktags Jom Haschoa statt. Die Ausstellung in der Französischen Botschaft ist coronabedingt bis auf Weiteres nur digital über die Internetseite des Hauses der Wannsee-Konferenz zu besuchen.

Bei den Verschleppungen nach Gurs habe es sich um eine der ersten systematischen Deportationen durch die Nationalsozialisten gehandelt. Viele der Deportierten seien dort oder in anderen Lagern Südfrankreichs gestorben. Die in Gurs Internierten wurden ab 1942 nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor verschleppt und ermordet. Nur wenige Menschen überlebten, hieß es weiter. epd

Karlsruhe

Altes Amt mit Zukunft

Die Jüdische Kultusgemeinde ernannte erstmals einen Oberrabbiner, erinnerte an 55 Jahre Gemeindehaus und gab ihrer Synagoge den Namen eines berühmten Gelehrten der Stadt

von Mascha Malburg  09.08.2026

Porträt

Stil auf Rädern

Der Swing-Musiker Andrej Hermlin sammelt Oldtimer – und fährt sie, statt sie nur in der Garage zu bewundern. Ein Besuch in Pankow

von Imanuel Marcus  06.08.2026

Reform

Hilfe im Alltag

Familien mit behinderten Kindern sorgen sich, dass ausgerechnet die Unterstützung gekürzt wird, die ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht

von Christine Schmitt  05.08.2026

Erfurt

Schicht um Schicht

Dort, wo eben noch Parkplätze waren, wird seit wenigen Tagen nach einem Stück jüdischer Geschichte gegraben. Erst mit dem Bagger, dann von Hand

von Katrin Richter  05.08.2026

Geschichte

Bedrohlich aktuell

Ein Forschungsprojekt von NS-Dokuzentrum und Lenbachhaus untersucht, wie völkische Gedanken vor dem Ersten Weltkrieg wirkten

von Luis Gruhler  05.08.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 6. August bis zum 13. August

 05.08.2026

Hamburg

Ruine mit Herz

Einst das Zuhause des Reformjudentums, stand der Israelitische Tempel kurz vor dem Verfall. Eine Bürgerinitiative und die Stadt wollen den historischen Ort nun neu beleben. Ein Besuch im Hinterhof

von Heike Linde-Lembke  02.08.2026

Geschichte

Die Pension in Mumbai

Ellie und Max Lesser aus Dresden waren zwei von vielen sächsischen Juden, die vor den Nazis Sicherheit in Indien suchten. Deren tragische Geschichte recherchierte nun die Journalistin Iris Völlnagel

von Thyra Veyder-Malberg  02.08.2026

Programm

Kultursommer, Führungen und Einstein vs. Hawking: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 31. Juli bis zum 6. August

 02.08.2026