European Maccabi Games

Auf geht’s!

Die Vorfreude und die Spannung steigen. Es sind noch genau vier Tage bis zum Beginn der European Maccabi Games in Budapest. Mehr als 300 Makkabäer aus Deutschland nehmen an dem größten jüdischen europäischen Sportwettkampf teil.

Heute Vormittag war es nun endlich so weit: der Abflug zu den Spielen nach Budapest! Aus ganz Deutschland reisen die Athleten an, sie starten aus Berlin, Frankfurt, Düsseldorf und Nürnberg Richtung EMG.

In Ungarn angekommen, wartet auf die Sportler das traditionellle Pre-Camp der deutschen Delegation samt Trainingseinheiten, gemeinsamen Kabbalat Schabbbat und Vorbesprechungen für die Wettkämpfe.

NOVUM Für die Sportler aus Deutschland wird es in Budapest zudem auch eine Premiere geben: Zum ersten Mal will die jüdische Nationalmannschaft in den Farben Deutschlands auflaufen. Im November 2018 wurde das blau-weiße Logo durch Schwarz-Rot-Gold ersetzt – »und damit eine neue Ära im Selbstverständnis der Juden in Deutschland eingeläutet«, heißt es beim Verband.

Makkabi-Deutschland-Präsident Alon Meyer sagte kurz vor den Abflügen der Makkabäer: »Ihr habt hart trainiert, euch zwei Jahre lang intensiv vorbereitet und euer ganzes großes Herz reingesteckt – es werden unvergessliche Spiele werden!«

Zeitgleich starteten am Freitagvormittag vom Berliner Olympiastadion aus auch die elf Makkabi-Biker des »Ride4Solidarity«, die die traditionelle Makkabiflamme nach Budapest bringen, um sie den neuen Gastgebern zu übergeben. Geleitet wird die elfköpfige Biker‐Gruppe von Leonid Rosenthal. Die Fahrroute führt von Berlin durch Tschechien und Österreich über 2540 Kilometer bis nach Ungarn, um pünktlich am 30. Juli den Beginn der Spiele zu markieren.

disziplinen Mit mehr als 3000 Teilnehmern aus mehr als 40 Ländern werden die EMG in Budapest die bisher größten in der Nachkriegsgeschichte sein und Deutschland das größte Landesteam stellen. In 24 Sportdisziplinen, zu denen von klassischen Teamsportarten wie Fußball, Hockey oder Basketball auch Einzelsportarten wie Tischtennis, Triathlon oder Schach gehören, messen sich die jüdischen Sportler in insgesamt 63 Wettbewerben.

Nach den herausragenden Erfolgen bei den Maccabi Games in Berlin ist das deutsche Team gewillt, die Spitzenposition im Medaillenspiegel zu verteidigen. Mit 144 Medaillen war die deutsche Delegation die mit Abstand erfolgreichste der vergangenen Spiele.  ja

Lesen Sie mehr über die European Maccabi Games in unserer nächsten Ausgabe.

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Gedenken

Stolpersteine für jüdische Familie Frank in Erfurt

Als Zwölfjährige wurde Ingeburg Geißler nach Theresienstadt deportiert. Jahrzehnte später erzählt sie von ihrem Schicksal. Ihre Stimme soll nun bei der Gedenkveranstaltung erklingen

 11.08.2026

Porträt der Woche

Aus Erfahrung handeln

Marina Koren hat Ausgrenzung erlebt und unterstützt heute Betroffene von Hassgewalt

von Gerhard Haase-Hindenberg  09.08.2026