Nachruf

Trauer um Henry Sobel

Henry Sobel sel. A. Foto: imago images/ZUMA Press

Der für seinen Einsatz für die Menschenrechte während der Militärdiktatur in Brasilien bekannte US-amerkanisch-brasilianische Rabbiner Henry Sobel (75) ist am Freitag in Miami verstorben. Dies berichteten brasilianische Medien am Wochenende.

Sobel, der bis 2007 Präsident der jüdischen Gemeinde von Sao Paulo war, hatte sich in den 70er- und 80er-Jahren gemeinsam mit dem katholischen Erzbischof Paulo Evaristo Arns für den Schutz von Oppositionellen eingesetzt.

Sobel wurde 1944 als Sohn einer vor den Nationalsozialisten aus Polen geflohenen jüdischen Familie geboren. Seit 1970 lebte er in Brasilien. Er war stets Fürsprecher der Zusammenarbeit unterschiedlicher Religionen.

Nach dem Ende der Diktatur im Jahr 1985 nahm Sobel an dem von Erzbischof Arns (1921-2016) initiierten Projekt »Brasil: Nunca Mais« teil, das Menschenrechtsverletzungen der Diktatur dokumentierte. Nun erlag er nach jahrelangem Kampf einem Lungenkrebsleiden.  kna

Konferenz «Der 7. Oktober»

Jüdische Fundamentalisten wollen wieder in Gaza siedeln

Messianisches Judentum sei anders als der Zionismus von Herzl, dem es um politische Unabhängigkeit der Juden und damit um Freiheit gegangen sei

 24.02.2024

Tezawe

Ewiges Licht

Bereits im Wüstenheiligtum sollten die Israeliten für eine beständige Beleuchtung sorgen

von Rabbiner Joel Berger  23.02.2024

Talmudisches

Parfum

Was unsere Weisen über gute Gerüche lehren

von Vyacheslav Dobrovych  23.02.2024

Patrilinearität

Vom Stamme Israels

Die rabbinische Debatte über den Umgang mit Menschen, die nur einen jüdischen Vater haben, ist nicht so eindeutig, wie häufig angenommen

von Benjamin Schapiro  22.02.2024

Tradition

Erlebtes Wunder

Weltweit feiern jüdische Gemeinden neben dem Purimfest einen Tag, an dem sie selbst einer Katastrophe entkommen sind. Aus halachischer Sicht gibt es gute Gründe dafür

von Rabbiner Dovid Gernetz  21.02.2024

Teruma

War es ein Einhorn?

Die Tora berichtet, das Stiftszelt sei mit dem Fell des Tachasch bedeckt worden. Welches Tier ist gemeint?

von Chajm Guski  15.02.2024

Talmudisches

Haschems Kinder

Die Weisen der Antike entschieden immer nach Rabbi Jehuda – mit einer Ausnahme

von Rabbiner Avraham Radbil  15.02.2024

Lesezyklus

Keine drei Tage ohne Tora

Wann in der Synagoge aus der heiligen Schrift vorgelesen wird, steht bereits seit Jahrtausenden fest

von Rabbiner Avraham Radbil  15.02.2024

Essay

Theologische Anfragen an die Gedenkkultur

Spätestens nach dem 7. Oktober 2023 kennt das Gedenken an Amaleq ein weiteres, grausiges Ereignis

von Hanna Liss  09.02.2024