Jerusalem

Neue App will Zweiten Tempel erlebbar machen

Foto: picture alliance / AA

Im Jahr 2023 auf dem Platz vor der Kotel, der Westmauer des ehemaligen Jerusalemer Tempels, stehen und 2000 Jahre in der Geschichte zurückreisen: Zumindest virtuell soll das eine neue Smartphone-App ermöglichen, die sich AR, »augmented reality« (Deutsch: erweiterte Realität), zu eigen macht. Wie die israelische Zeitung »Ynet News«berichtet, ist »Kotel AR«, die auf Englisch und Hebräisch kostenlos erhältliche App der für die Westmauer zuständigen »Western Wall Heritage Foundation«, seit Montag in Betrieb.

Die App, die ausschließlich am realen Ort der Kotel funktioniert, überlagert die sichtbare Realität mit virtuellen Informationen. Öffnet der Nutzer die App und scannt den realen Raum, sieht er virtuell gleichzeitig, was er zur Zeit des Zweiten Tempels vor 2000 Jahren vom selben Standort aus gesehen hätte, so die Western Wall Heritage Foundation.

Kohanim Maßstab für die Dimensionen, so ein Hinweis beim Start des Programms, ist der frühere Tempel. Verstärkt werden soll die virtuelle Zeitreise durch akustische Elemente wie den Gesang der Kohanim (Priester) sowie durch Ansichten aus der Vogelperspektive. kna

Video

Pessach verstehen: Bedeutung, Bräuche und Traditionen

Rabbiner Dovid Gernetz erläutert die religiöse und historische Bedeutung von Pessach

von Jan Feldmann  01.04.2026

Chol HaMoed

Warum der Esel?

Das Grautier steht in der biblischen Geschichte für die Kraft, die den Menschen an seine niederen körperlichen Bedürfnisse bindet

von Vyacheslav Dobrovych  01.04.2026

Schemini

Fremdes Feuer

Wer mehr tut als geboten, läuft Gefahr, dass Frömmigkeit zur Selbstdarstellung wird

von Rabbiner Bryan Weisz  01.04.2026

Meinung

Hauptsache, Israel steht am Pranger!

Palmsonntag in Jerusalem und auf Social Media: Ein Rückblick

von Wolf J. Reuter  01.04.2026

Mascha Malburg

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026

Psychologie

Mizrajim ist wie die Enge in der Brust

Aus chassidischer Sicht geht es an Pessach nicht darum, der Bitterkeit schnellstmöglich zu entfliehen. Wir müssen sie durchleben

von Rabbiner David Kraus  31.03.2026

Exodus

Türen öffnen, Freiheiten erobern

Der Auszug aus Ägypten ist ein Appell, den Mut zu haben, uns der Welt zuzuwenden – auch wenn sie noch so bedrohlich erscheint

von Shoshana Ruerup  31.03.2026

Essay

Das fünfte Glas

Beim Seder füllen wir voller Hoffnung einen Becher Wein für Elijahu – doch er bleibt unberührt. Es ist eine Geduldsprobe, ein ritualisiertes Sehnen. Wir wissen: Seine Zeit wird kommen

von Rabbiner Noam Hertig  31.03.2026

Talmudisches

Der jüdische Sindbad

Wenn Wale zu Inseln werden: Was unsere Weisen über die Abenteuer des Rabba bar bar Hana erzählen

von Detlef David Kauschke  29.03.2026