Dialog

Mehrreligionenhäuser wollen sich vernetzen

Musterfassade des House of One am Petriplatz Foto: Chris Hartung

Die Initiatoren sogenannter Mehrreligionenhäuser aus mehreren Ländern wollen sich vernetzen. Dazu lädt das Berliner Bauprojekt »House of One« – ein »Bet- und Lehrhaus« von Juden, Christen und Muslimen – für Dienstag zu einer virtuellen Konferenz ein. Die Veranstaltung solle der erste Schritt zu einem Netzwerk multi-religiöser Einrichtungen sein, teilten die Initiatoren am Freitag mit.

Weltweit wachse die Zahl der Vorhaben, in denen sich mehrere Religionen ein Haus teilen, hieß es weiter. Neben dem »House of One« in Berlin gebe es etwa Projekte in Bern, Hannover, Stockholm, Wien, Omaha, Tbilisi oder Wilhelmshaven.

verständigung Was sie verbinde, sei die Idee von Verständigung und Miteinander. Jedes Mehrreligionenhaus fördere den Dialog und das friedliche Zusammenleben von Menschen. An der Konferenz soll neben Vertretern mehrerer Häuser unter anderem der Berliner Lebensphilosoph Wilhelm Schmid teilnehmen.

Träger des Berliner Projekts sind die evangelische Kirchengemeinde Sankt Petri-Sankt Marien, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, das Abraham Geiger Kolleg und der muslimische Verein Forum Dialog. Ihr Sakralbau soll eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee unter einem Dach sowie einen zentralen Raum der Begegnung mit anderen religiösen und nichtreligiösen Menschen umfassen. Die Kosten des Projekts belaufen sich nach Angaben der Träger auf 47,2 Millionen Euro. kna

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  28.06.2026 Aktualisiert

Chukat–Balak

Stärken und Schwächen

Unser Blick auf das eigene Volk ist manchmal nicht besonders positiv. Da hilft ein Perspektivwechsel

von Rabbiner Jaron Engelmayer  26.06.2026

Chabad

Jüdische Gemeinde verschiebt Fest wegen Hitze

Neuer Termin nun Ende August

 25.06.2026

Interview

»Eine Gemeinde muss wie ein Business geführt werden«

Vor 30 Jahren reiste Rabbiner Yehuda Teichtal mit einem One-Way-Ticket nach Deutschland und baute die Berliner Chabad-Gemeinde auf. Ein Gespräch über Glauben und Management

von Mascha Malburg  25.06.2026

Talmudisches

Beratungsklau

Was unsere Weisen über ehrliches Einkaufen lehrten

von Detlef David Kauschke  25.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Bundeswehr

Fünf Jahre Militärrabbinat

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) betonte, die Jüdische Militärseelsorge bereichere den Dienstalltag und schärfe die ethische Orientierung der Streitkräfte

 22.06.2026

Talmudisches

Schlaf

Was unsere Weisen über die Nachtstunden lehren

von Chajm Guski  19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026