Facebook

Mark Zuckerbergs Entschuldigung

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Foto: dpa

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich nach dem Ende des Versöhnungstages für den Missbrauch von Facebook im vergangenen jüdischen Jahr entschuldigt. Am Samstagabend (Motzei Jom Kippur) schrieb er: »Heute endet Jom Kippur, der heiligste Tag des Jahres für Juden, an dem wir über das vergangene Jahr reflektieren und um Entschuldigung für unsere Fehler bitten. Ich bitte diejenigen um Verzeihung, die ich dieses Jahr verletzt habe.«

Weiter schrieb Zuckerberg: »Für Arten und Weisen, durch die meine Arbeit dazu benutzt wurde, Menschen auseinanderzubringen anstatt zusammenzubringen, bitte ich um Vergebung. Ich werde dafür arbeiten, es besser zu machen.« Konkret wurde Zuckerberg nicht. Sein Post endete mit den Worten: »Möget ihr alle eingeschrieben sein in das Buch des Lebens.« Gemeint war nicht Facebook.

Kommentar
e Zuckerbergs Post wurde bis Montagmorgen mehr als 11.000-mal kommentiert, fast 7000-mal geteilt und erhielt fast 170.000 »Likes«. Viele User dankten Zuckerberg und schlossen sich ebenfalls mit guten Wünschen an. Andere kritisierten und merkten mit Zynismus an, der frühere Atheist gebe sich plötzlich so religiös, dass er offenbar höhere politische Ämter anstrebe.

User Jack Schuldenfrei schrieb: »Ich respektiere Sie jetzt mehr als vorher. Facebook ist eigentlich eine gute Sache, aber das Problem ist die Geschwindigkeit, mit der wir Informationen aufnehmen. Eine falsche Überschrift verbreitet sich wie Feuer, und das ist ein Grund für die Spaltungen. Aber natürlich ist immer jemand anders dafür verantwortlich, nie man selbst.« ag

Schelach Lecha

Mit der Kraft des Ewigen

Die biblische Erzählung lehrt, dass sich mit Gottvertrauen auch aktuelle Herausforderungen bewältigen lassen

von Rabbiner Salomon Almekias-Siegl  12.06.2026

Talmudisches

Spiel des Lebens

Was unsere Weisen über Fußball lehrten

von Avi Frenkel  12.06.2026

Fußball-WM

Darf man einem Kraken glauben?

Was das Judentum über Orakel, Omen und Vorhersagen lehrt

von Rabbiner Dovid Gernetz  11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Interview

»Verbinde dich mit etwas Größerem«

Rabbiner Levi Shmotkin landete mit »Worte fürs Leben« einen Bestseller. Ein Gespräch über die Stärke, sich von Krieg und antisemitischen Bedrohungen nicht lähmen zu lassen

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

Beha’alotcha

Macht der Gewohnheit

Die Tora zeigt am Beispiel Aharons, warum die tägliche Pflicht den Menschen wachsen lässt

von Avi Frenkel  05.06.2026

Talmudisches

Geister

Was antike jüdische Überlieferungen über Besucher aus dem Jenseits erzählen

von Rabbinerin Yael Deusel  04.06.2026

München/Jerusalem

Rabbinerkonferenz weist Kritik an deutschen Yad-Vashem-Standorten zurück

Die geplanten Außenstellen von Yad Vashem in Deutschland stoßen auch auf Skepsis. Doch die Orthodoxe Rabbinerkonferenz warnt davor, die Arbeit der Gedenkstätte zum Gegenstand politischer Abrechnungen zu machen

 31.05.2026

Bonn

»Es ist ein Bruch eingetreten.«

Rabbiner Andreas Nachama betonte, dass Jüdinnen und Juden immer weiter in eine »Defensivposition« gebracht würden. Eine Studientagung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lotete aus, wie es anders gehen könnte

von Leticia Witte  31.05.2026