Techelet

Das himmlische Blau

Mehr als 50-mal wird die Farbe »Techelet« im Tanach, der Hebräischen Bibel, erwähnt – die Schaufäden (Zizit) und Streifen von Gebetsschals (Tallitot) sind in diesem Farbton gehalten, den bereits die Phönizier verwendeten. Der Farbstoff wird beim Kochen einer Schneckenart gewonnen.

Mittelmeer Der Meeresbiologe Félix Joseph Henri de Lacaze-Duthiers fand 1858 heraus, dass drei Schnecken im Mittelmeerraum purpurblaue Farbstoffe produzieren. Die Art Murex trunculus (Stumpfe Stachelschnecke) bestimmte er als Quelle des blauen Purpurs in der Tora. Im 4. Buch Mose 15, 37–38 lesen wir: »Und der Herr sprach zu Mosche: Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen, dass sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider und blaue Schnüre (›Ptil Techelet‹) an die Quasten der Zipfel tun.«

Die israelische Firma »Ptil Tekhelet« in Maale Adumim stellt heute Tallitot nach traditioneller Art her – sie gewinnt das Techelet aus Schnecken. Die Farbe Blau steht im Judentum stellvertretend für den Himmel. Sie soll Gläubige an Gottes Thron erinnern und dafür sorgen, dass sich die Gedanken auf Heiliges konzentrieren. ja

Ki Tawo

Demut ist größer als Erfolg

Was die Tora über Dankbarkeit, Besitz und den respektvollen Umgang mit anderen lehrt

von Rabbiner Elie Dues  28.08.2026

Rezension

»Eine ziemlich dramatische Zeit«

Rabbiner Walter Rothschild wäre beinahe an einer Infektion gestorben – nun hat er über den Kampf um sein Leben geschrieben

von Detlef David Kauschke  28.08.2026

Talmudisches

Die Folgen des Hasses

Was unsere Weisen über die Konsequenzen aus Feindschaft und Groll lehrten

von Chajm Guski  27.08.2026

Schule

Jüdisch alphabetisiert

Zum ersten Mal seit der Schoa entstehen in Deutschland Arbeitsbücher für den jüdischen Religionsunterricht. Der erste Band widmet sich der Tora und ist nun erschienen

von Mascha Malburg  25.08.2026

Einspruch

Jeden Tag neu

Rabbinerin Ulrike Offenberg erinnert daran, dass im Elul alle Verantwortung tragen, sich selbst zu verändern

von Rabbinerin Ulrike Offenberg  25.08.2026

Ki Teze

Geben statt nehmen

In der Ehe wie in der Beziehung zu G’tt geht es nicht darum, was uns zusteht, sondern darum, was wir aus Liebe für den anderen tun können

von Vyacheslav Dobrovych  21.08.2026

Zedeka

Mehr als Mitleid

Sollte man Bettlern immer etwas geben, und wenn ja, wie viel? Eine jüdisch-ethische Betrachtung zu Menschlichkeit, Verantwortung und Urteilskraft

von Rabbiner Raphael Evers  21.08.2026

Talmudisches

Ein jüdischer Münchhausen

Was unsere Weisen über fantastische Geschichten, Seeungeheuer und unvorstellbar große Vögel zu erzählen wussten

von Rabbinerin Yael Deusel  20.08.2026

Meinung

Brennende Moscheen: Moralische Klarheit bei Siedlergewalt

Die Stimme gegen Gewalt, die im Namen des jüdischen Volkes ausgeübt wird, muss ebenso klar und deutlich vernehmbar sein wie gegen die Gewalt, die sich gegen uns richtet

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  14.08.2026