Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Erklärung des Außenamts zu Gaza

Foto: picture alliance /

Der Zentralrat der Juden hat eine auf der Plattform X gepostete Erklärung des Auswärtigen Amtes in Berlin scharf kritisiert. Thematisiert wird darin ein mutmaßlicher Angriff auf eine Schule in Gaza, bei dem nach nicht bestätigten Angaben der Terrororganisation Hamas mehrere Menschen getötet wurden.

In dem Post des Außenministeriums ist von »wiederholten Angriffen der israelischen Armee auf Schulen« die Rede, die aufhören und untersucht werden müssten. Die Tatsache, dass bereits mehrfach Waffen der Terroristen in Schulen gefunden wurden, fehlt in der Erklärung ebenso wie der Missbrauch von Zivilisten in Gaza als lebende Schutzschilde durch die Hamas.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Der Post des Auswärtigen Amtes zu dem Raketentreffer in einer Schule in Gaza irritiert und lässt jegliche Räson vermissen«, schreibt der Zentralrat in einer Pressemitteilung. »Was wir darüber wissen, wissen wir von der Hamas. Wir wissen außerdem auch, dass es die Terrororganisation Hamas ist, die diesen Krieg, der so viel Leid verursacht, in Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser trägt.«

»Des Aufrufs hat es nicht bedurft«

Das bedeute nicht, dass die israelische Armee zivile Opfer einfach hinnehmen könne, so die jüdische Dachorganisation in Berlin. Vielmehr müsse alles dafür getan werden, weiteres Leid zu verhindern, selbst wenn der Gegner Opfer bewusst provoziere.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Bevor es das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland über Social Media forderte, wurde von der israelischen Armee selbstverständlich eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Des Aufrufs deutscher Diplomaten an die einzige Demokratie im Nahen Osten hat es nicht bedurft«, so der Zentralrat.

»Wo bleibt an einem Tag wie diesem der klare Aufruf an die Hamas, keine unschuldigen Menschen als Schutzschilde zu missbrauchen?«, fragt die Organisation.

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt-Wahl

Nach AfD-Sieg: Cem Özdemir rief jüdische Gemeinden an

Der Ministerpräsident versicherte, dass sie in Baden-Württemberg nicht auf gepackten Koffern sitzen müssten

 10.09.2026

Bayern

Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne auf Synagoge

Ein 16-Jähriger steht in Augsburg wegen Planung eines Anschlags vor Gericht. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen. Das Verfahren läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 10.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Krieg

Iran bereit für »Blitzoffensive«

Die iranische Militärführung betont ihre Bereitschaft zu schnellen Einsätzen im ganzen Land. Was Kommandeur Hassansadeh über Motivation und Strategie sagt

 10.09.2026

Erinnerung

Gedenkstätten-Leiterin wünscht sich stärkere Wirkung in Gesellschaft

Die Angebote von Gedenkstätten müssen nach Ansicht der niedersächsischen Stiftungsgeschäftsführerin Elke Gryglewski verständlicher werden. Sie fordert neue Zugänge zum Blick auf die NS-Zeit für breite Bevölkerungsschichten

von Charlotte Morgenthal  10.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

SPD nähert sich in Umfragen der AfD

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig präsentiert sich im Landtagswahlkampf als »die Frau gegen Blau«. In den Umfragen legt sie zu

 10.09.2026

Aufruf

Jüdische und christliche Jugendorganisationen warnen vor der AfD

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen: Auf den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt könnte bald ein zweiter in Mecklenburg-Vorpommern folgen. Die Sorge darüber vereint junge Menschen christlicher und jüdischer Herkunft

 10.09.2026

Sachsen-Anhalt

Charlotte Knobloch: »Die AfD ist rechtsextrem«

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern äußert sich »bis ins Tiefste entsetzt« über den AfD-Wahlerfolg und plädiert erneut für ein Verbotsverfahren gegen die Partei

 10.09.2026