Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert deutsche UNRWA-Politik

Foto: picture alliance / NurPhoto

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert, die Zahlungen an das »Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten« (UNRWA) wiederaufzunehmen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Die Wiederaufnahme der deutschen Zahlungen an UNRWA kommt überraschend und ist für mich nicht nachvollziehbar«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster. »Der inhaltlich dünne Bericht der Vereinten Nationen, der selbst Verflechtungen der Organisation mit Terroristen nicht ausschließen kann, ist eine unzulängliche Grundlage für eine Weiterfinanzierung.«

Am Mittwoch war eine von der früheren französischen Außenministerin Catherine Colonna geleitete Untersuchungskommission zu dem Ergebnis gekommen, bei der UNRWA gebe es »Probleme bei der Wahrung der Neutralität«. Israel müsse jedoch Beweise für seine Anschuldigungen vorlegen.

Eingliederung in das UNHCR

Nach Erkenntnissen Israels waren mehr als 30 UNRWA-Bedienstete direkt an den Massakern der palästinensischen Terrororganisation beteiligt, bei denen 1200 Menschen im Süden Israels ermordet wurden. Die Terroristen nahmen 250 Personen als Geiseln. Sie vergewaltigten und verbrannten viele ihrer Opfer.

Lesen Sie auch

Die Antwort der Untersuchungskommission: Reformen solle die UNRWA einleiten. In einer Erklärung des Auswärtigen Amtes und des Bundesentwicklungsministeriums hieß es dazu, dies müsse »rasch und vollumfänglich« geschehen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Die Bundesregierung tut sich mit dieser Entscheidung keinen Gefallen«, erklärte Josef Schuster. »Klar ist: Humanitäre Hilfe in Gaza ist absolut notwendig. Aus meiner Sicht gehört die UNRWA als selbständige Einheit aber aufgelöst und sollte in das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) eingegliedert werden.«

Das UNHCR ist für die Versorgung und die Eingliederung von Flüchtlingen in aller Welt zuständig – mit Ausnahme der palästinensischen Araber. im

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Washington D.C.

Ex-Präsident Clinton sagt vor US-Kongress zu Epstein aus

Erst Ex-Außenministerin Hillary Clinton, nun ihr Mann, Bill Clinton: Erstmals seit mehr als 40 Jahren sagt heute ein Ex-Präsident vor dem US-Kongress aus

 27.02.2026

Ehrung

Bundesverdienstkreuz für Holocaust-Überlebende Renate Aris

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer überreicht am Dienstag mehrere Bundesverdienstkreuze. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste deutsche Anerkennung für Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen

 27.02.2026

Schmähplastik

Straßburg bestätigt deutsche Urteile: Wittenberger »Judensau« bleibt

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Eingabe eines jüdischen Rentners für unzulässig. Die Entscheidung ist endgültig

 27.02.2026

Montréal

Bericht über IDF-Soldaten als Gastredner an jüdischen Schulen löst Angst aus

Kritiker argumentieren, öffentlich geförderte Schulen dürften während eines Krieges keine Plattform für militärnahe Beiträge bieten. Eltern sorgen sich eher darum, dass die Schulen ihrer Kinder bloßgestellt worden seien

 27.02.2026

Washington D.C.

US-Militär legt Trump Optionen für Vorgehen gegen Iran vor

Der Oberbefehlshaber des United States Central Command, Admiral Brad Cooper, soll Trump verschiedene Einsatzvarianten erläutert haben

 27.02.2026

Würzburg

Zentralratschef Josef Schuster: »AfD-Verbot lieber heute als morgen«

Zugleich äußert er Bedenken: Scheitere ein entsprechendes Verfahren, könnte sich die Partei in ihrem demokratie- und menschenfeindlichen Kurs bestätigt fühlen

 27.02.2026

Genf/Washington D.C.

Krieg oder Atomdeal? USA und Iran beenden Verhandlungsrunde

US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung ein Ultimatum gestellt. In Genf kamen Vertreter beider Staaten zusammen. Es herrscht Misstrauen

 27.02.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026